Waymo, Milliarden-Investment

Waymo: Milliarden-Investment treibt Roboter-Taxi-Offensive voran

17.02.2026 - 14:02:12 | boerse-global.de

Waymo erhält 16 Milliarden Euro frisches Kapital und startet kommerzielle Robotaxi-Dienste in neuen US-Metropolen. Das Unternehmen strebt bis Jahresende eine Million bezahlte Wochenfahrten an und erweitert seine Flotte mit neuen Fahrzeugmodellen.

Waymo baut seine Führungsposition im autonomen Fahren mit einem Milliardeninvestment und neuer Technik massiv aus. Das Alphabet-Tochterunternehmen startet kommerzielle Fahrten in neuen US-Metropolen und peilt eine Million bezahlte Wochenfahrten bis Jahresende an.

Finanzkraft für aggressive Expansion

Nach einer frischen Kapitalspritze von 16 Milliarden Euro geht der Robotaxi-Pionier in die Offensive. Die Finanzierungsrunde unter Führung von Sequoia Capital trieb die Unternehmensbewertung auf rund 126 Milliarden Euro. Analysten bestätigten am Dienstag den optimistischen Kurs: Waymo habe Schwung aufgenommen und weite deutlich höhere Nutzungsraten und geografische Reichweite aus.

Dieses Kapital fließt direkt in das Wachstum. Erst letzte Woche startete Waymo den vollautonomen Testbetrieb in Nashville, Tennessee – ein entscheidender Schritt vor der öffentlichen Freigabe. Bereits seit dem 22. Januar rollen die Fahrzeuge kommerziell durch Miami. Das erklärte Ziel: Bis Ende 2026 soll der Dienst in mindestens 20 Städten verfügbar sein. Nächste Stationen sind Washington D.C., Detroit, Las Vegas, San Diego und Denver. Auch international wird expandiert: Vorbereitungen für Starts in London und Tokio laufen.

Neue Hardware für schwieriges Wetter

Herzstück der Expansion ist die sechste Generation des „Waymo Driver“. Das neue Hardware-System soll Kosten senken und gleichzeitig die Leistung bei schwierigem Wetter verbessern – eine Schlüsselanforderung für den Einsatz im regnerischen Nordwesten oder schneereichen Nordosten der USA.

Das System kommt mit weniger, aber leistungsfähigeren Sensoren aus. Eingebaut wird es in neue Fahrzeugflotten, darunter den vom chinesischen Geely gebauten Zeekr-Van und den Hyundai Ioniq 5. Branchenberichten zufolge könnte Hyundai bis 2028 bis zu 50.000 Ioniq-5-Fahrzeuge an Waymo liefern. Das Geschäft könnte einen Wert von 2,5 Milliarden Euro haben. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Wirtschaftlichkeit der Roboter-Taxflotten für den Masseneinsatz rentabel zu machen.

Auf dem Weg zur Million pro Woche

Die Nutzerzahlen zeigen eine steile Wachstumskurve. Bereits im Dezember 2025 überstieg Waymo die Marke von 450.000 bezahlten Fahrten pro Woche. Co-CEO Tekedra Mawakana sprach kürzlich von einem „Wendepunkt“ und sieht das Unternehmen auf Kurs, bis Jahresende eine Million wöchentliche Fahrten zu erreichen.

Allein in Kalifornien absolvierte Waymo im Dezember 1,26 Millionen Passagierfahrten. Die durchschnittliche Fahrstrecke pro Fahrt stieg um fast 4 Prozent – ein Indiz dafür, dass der Dienst zunehmend für längere Strecken genutzt wird und nicht nur für kurze Stadthops.

Sicherheitsdebatte und regulatorische Prüfung

Trotz des kommerziellen Erfolgs steht Waymo unter verschärfter Beobachtung. Bei einer Anhörung im US-Kongress am 4. Februar mussten sich Executives Fragen zur Rolle von Fernunterstützungsteams stellen. Sicherheitschef Mauricio Peña bestätigte, dass Mitarbeiter auf den Philippinen Fahrzeuge in komplexen Situationen per Fernsteuerung anleiten. Das Unternehmen betont, dass diese Operatoren die Autos nicht direkt steuern. Doch die Enthüllung nährt Debatten über Datenschutz, Sicherheitsaufsicht und die Definition von „autonomem“ Betrieb.

Sicherheitsvorfälle sorgen weiter für regulatorische Aufmerksamkeit. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht separate Vorfälle aus dem Januar, darunter eine Kollision mit einem Fußgänger in Santa Monica und Softwareprobleme bei der Erkennung von Schulbussen in Austin. Waymo hat nach eigenen Angaben bereits Software-Updates für die Schulbus-Szenarien ausgespielt.

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Der Bewährungsprobe entgegen

Das restliche Jahr 2026 wird zum Stresstest für die neue Hardware und das Betriebsmodell. Die erfolgreiche Integration der Zeekr- und Hyundai-Flotten sowie die Bewährung in unterschiedlichsten Wetterbedingungen in Städten wie Detroit und London werden zeigen, ob das Unternehmen seine hohe Bewertung von 126 Milliarden Euro rechtfertigen kann.

Der Kapitalmarkt steht vorerst hinter Waymo. Mit 16 Milliarden Euro frischem Kapital und einem klaren Vorsprung vor der Konkurrenz wandelt sich das Unternehmen rasant von einem regionalen Experiment zu einem globalen Transportdienstleister.

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