Warner Bros. Discovery Aktie: Netflix raus
01.03.2026 - 01:36:22 | boerse-global.deWarner Bros. Discovery steht plötzlich vor einer komplett neuen M&A-Lage: Der Verwaltungsrat hat das überarbeitete Angebot von Paramount Skydance als besser eingestuft als den bestehenden Deal mit Netflix. Netflix zieht daraufhin die Reißleine – und damit ist der Weg für eine der größten Medienfusionen der letzten Jahre frei. Doch wie sicher ist dieser „Sieg“ wirklich?
Paramount-Angebot setzt sich durch – Netflix steigt aus
Am Donnerstag erklärte das Board von Warner Bros. Discovery (WBD), dass das revidierte Angebot von Paramount Skydance überlegen sei. Netflix bekam anschließend vier Tage Zeit, um nachzuziehen – lehnte aber ab und stieg aus den Verhandlungen aus.
Netflix begründete den Rückzug mit Preisdiziplin: Zum Niveau, das nötig wäre, um Paramount Skydance zu matchen, sei die Transaktion für Netflix nicht mehr attraktiv. Damit endet auch ein Deal, den Netflix erst im Dezember eingefädelt hatte und der damals Paramount ausstach.
An der Börse reagierte WBD am Freitag mit leichtem Druck: Der Kurs liegt bei 23,94 Euro (-1,99%).
111 Milliarden Dollar – und teure Absicherungen
Die Offerte von Paramount Skydance liegt bei 31 US-Dollar je Aktie in bar. In Summe entspricht das laut Vorlage rund 111 Milliarden US-Dollar – inklusive der etwa 33 Milliarden US-Dollar Schulden, die WBD in der Bilanz trägt.
Auffällig sind die Schutzmechanismen im Vertragsrahmen: Paramount bietet zusätzlich eine „ticking fee“ (eine Art laufende Zusatzvergütung) ab einem Stichtag nach dem 30. September 2026. Außerdem enthält das Paket eine regulatorische Ausstiegsgebühr von 7 Milliarden US-Dollar, falls der Deal an Behördenauflagen scheitert. On top übernimmt Paramount die 2,8 Milliarden US-Dollar, die WBD als Trennungsgebühr an Netflix zahlen müsste, um den bisherigen Vertrag formal zu beenden.
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Inhaltlich wäre es eine Komplettübernahme: Paramount würde alle WBD-Sparten erhalten – von Studios und HBO über Streaming bis zu TV-Sendern wie CNN, TBS, TNT, Discovery und HGTV.
Zahlen liefern den Hintergrund – und jetzt kommen die Hürden
Parallel zum Übernahmedrama legte WBD Quartalszahlen vor. Der Umsatz im vierten Quartal 2025 fiel um 5,7% auf 9,46 Milliarden US-Dollar. Beim Ergebnis meldete das Unternehmen einen Verlust von 0,10 US-Dollar je Aktie, während mit -0,02 US-Dollar gerechnet worden war. Positiv: Beim EBITDA lag WBD über den Erwartungen – der Markt blieb nach den Zahlen dennoch zunächst unbeeindruckt.
Entscheidend ist nun der Fahrplan: Die Aktionäre sollen am 20. März über die Transaktion abstimmen. Zudem müssen Paramount Skydance und WBD zeitnah detaillierte Vertragsbedingungen veröffentlichen, und WBD muss die Kündigung der Netflix-Vereinbarung formell absegnen. Danach beginnt die eigentliche Geduldsprobe: Die regulatorische Prüfung dürfte laut Text mindestens mehrere Monate dauern – und der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta betonte bereits, dass „Paramount/Warner Bros“ keineswegs ausgemacht sei.
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