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Warner Bros. Discovery (A) Aktie: Nichts gewonnen?

22.01.2026 - 19:00:35

Netflix kontert Paramounts feindliche Übernahme mit einem reinen Barangebot für Teile von Warner Bros. Discovery. Der Vorstand unterstützt den Netflix-Vorstoß, während Paramount an seinem Gesamtübernahmeplan festhält.

Der Kampf um die Kontrolle bei Warner Bros. Discovery spitzt sich dramatisch zu. Netflix hat seine Übernahmestrategie grundlegend geändert und kontert den feindlichen Angriff von Paramount Skydance mit einem reinen Barangebot. Aktionäre stehen nun zwischen den Fronten eines erbitterten Konflikts: Sollen sie dem sicheren Teilverkauf zustimmen oder auf die riskante Komplettübernahme wetten?

Netflix setzt auf Bargeld

Am heutigen Donnerstag hat Netflix den Druck erhöht und sein Angebot für die Studio- und Streaming-Sparte von Warner Bros. Discovery modifiziert. Der Streaming-Gigant bietet nun 27,75 US-Dollar pro Aktie in bar. Mit diesem Schritt wird das betroffene Eigenkapital mit 72 Milliarden US-Dollar bewertet.

Der Vorstand von Warner Bros. Discovery unterstützt diesen Vorstoß. Der Wechsel zu einer reinen Bartransaktion hat einen klaren strategischen Hintergrund: Er soll den Abstimmungsprozess der Aktionäre beschleunigen und Unsicherheiten beseitigen. Analysten von Bernstein Research werten den Schritt als Absicherung, da so das Kursrisiko der Netflix-Aktie für die Auszahlung keine Rolle mehr spielt, auch wenn dies das potenzielle Aufwärtspotenzial für Anleger deckelt.

Paramount lässt nicht locker

Während der Vorstand die Netflix-Offerte favorisiert, hält Paramount Skydance an seinem feindlichen Übernahmeangebot für das gesamte Unternehmen fest. Mit einem gebotenen Preis von 30,00 US-Dollar pro Aktie liegt die Bewertung des Gesamtkonzerns bei 108,4 Milliarden US-Dollar zwar über der Netflix-Offerte, doch die Hürden sind ungleich höher.

Der Vorstand von Warner Bros. Discovery hatte dieses Angebot bereits als „zu riskant“ abgelehnt und Bedenken hinsichtlich der Schuldenfinanzierung und Integration geäußert. Paramount reagierte darauf nicht mit einer Preiserhöhung, sondern mit einer Fristverlängerung und einer Klage gegen die Direktoren.

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Regulatorische Hürden und Marktskepsis

Die Situation wird durch die Wettbewerbsbehörden der Europäischen Union weiter verkompliziert. Diese kündigten heute an, beide Angebote – sowohl von Netflix als auch von Paramount – gleichzeitig zu prüfen. Diese parallele Untersuchung dürfte den Zeitplan erheblich strecken.

Der Kapitalmarkt reagiert äußerst nervös auf das Tauziehen. Trotz der hohen Übernahmeangebote spiegelt sich die Unsicherheit im aktuellen Kurs wider. In den letzten sieben Tagen verlor das Papier 14,34 Prozent an Wert und notiert derzeit bei 24,41 Euro. Die hohe Volatilität von über 73 Prozent verdeutlicht, dass Anleger das Risiko eines Scheiterns beider Deals oder langwieriger juristischer Auseinandersetzungen zunehmend einpreisen.

Investoren müssen sich nun entscheiden: Bevorzugen sie die sofortige Liquidität für spezifische Unternehmensteile durch Netflix oder riskieren sie einen langwierigen Rechtsstreit für den höheren Preis einer Gesamtübernahme durch Paramount.

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