Wahnsinn um Jenny Saville: Warum diese XXL-Körper gerade extrem viel kosten
28.01.2026 - 14:31:18Alle reden über Jenny Saville – aber ist das genialer Körper-Schock oder einfach nur zu viel?
Ihre Bilder sind riesig, brutal ehrlich und null Instagram-Filter. Und genau deshalb rastet der Kunstmarkt aus – mit Rekordpreisen im Millionen-Bereich und einem fetten Kunst-Hype, der bis in dein TikTok-Feed durchschwappt.
Wenn du dachtest, du hast schon alles gesehen: Saville zeigt Körper so radikal, dass dir das Lachen kurz im Hals stecken bleibt. Und trotzdem – oder gerade deswegen – stehen Sammler weltweit Schlange.
Das Netz staunt: Jenny Saville auf TikTok & Co.
Jenny Saville malt keine "schönen" Körper. Sie malt das, was wir sonst verstecken: Dellen, Narben, Fett, Falten, Blutergüsse. Gigantische Leinwände, krasse Close-ups, Fleisch pur. Provokant, brutal, hyperreal.
Kein Wunder, dass Clips von ihren Werken als viraler Hit durch Social Media laufen. Close-up-Pans über ihre Gemälde, Reaction-Videos von Leuten, die vor ihren Bildern fast umkippen, und Deep-Dives in ihren Feminismus-Mindset – das Netz ist gespalten zwischen "Meisterwerk" und "too much".
Genau diese Spannung macht sie so spannend: Ihre Kunst ist gleichzeitig Museumsstoff und Algorithmus-Gold.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Auf TikTok feiern viele ihre radikale Ehrlichkeit: endlich Körper, die nicht nach KI-Filter aussehen. Andere sind einfach nur geschockt von der Intensität. Aber genau da entsteht der Kunst-Hype: Man kann nicht wegschauen.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Jenny Saville mitreden willst, brauchst du ein paar Key-Pieces im Kopf. Hier die wichtigsten Werke, die immer wieder auftauchen – in Museen, Auktionen und in deinen Feeds:
- "Propped"
Ein monumentales Selbstporträt, nackt, sitzend, Körper massiv, Fleischig, dominant im Raum. Das Gesicht verzerrt, der Blick: direkt in dich rein. Eingekratzt in die Farbe: feministische Theorie auf dem Körper. Dieses Bild ist so legendär, dass es bei einer Auktion bei Sotheby’s über 9 Millionen Pfund brachte – ein Millionen-Hammer, der sie endgültig zur Blue-Chip-Künstlerin gemacht hat. - "Plan"
Ein Körper wie eine chirurgische Karte: nackte Haut, darauf eingezeichnete Linien wie bei Schönheits-OP-Markerings. Du siehst, wie der Körper buchstäblich vermessen und geplant wird. Dieses Werk wird ständig in Debatten über Body Image, Schönheits-OPs und Social-Media-Filter zitiert – absoluter Must-See-Klassiker, wenn du verstehen willst, warum Saville für viele eine Ikone des feministischen Bildes ist. - "Branded"
Ein Körper, der sich selbst hochzieht, die Haut greift, das Fleisch quetscht. In die Haut sind Wörter wie "delicate", "petite" oder andere Körper-Ideale geritzt. Das Ding schlägt dir den Schönheitswahn direkt ins Gesicht. Das Bild wird immer wieder in Ausstellungen und Posts als Anti-Diet-Culture-Statement gefeiert – und sorgt gleichzeitig für heftige Diskussionen.
Dazu kommen neuere Serien mit überlagerten Gesichtern, fast wie Glitches im Selbstbild: mehrere Ansichten auf einem Kopf, verwischt, verschoben, transparent übereinander. Genau die Art von Bild, die du erst fotografieren musst, um sie halbwegs zu verarbeiten.
Skandale im Sinne von "Shitstorm"? Eher nicht. Die eigentliche Provokation ist, dass sie all das zeigt, was der Mainstream gerne wegbügelt. Und das funktioniert seit Jahren – ohne dass es sich abnutzt.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Jetzt wird’s interessant für alle, die Kunst auch als Investment sehen. Jenny Saville ist längst kein Geheimtipp mehr – sie ist Blue Chip. Bedeutet: ihr Markt ist etabliert, stabil, und die ganz großen Häuser und Sammler sind längst drin.
Der wichtigste Meilenstein: Ihr Werk "Propped" wurde bei Sotheby’s in London für über 9 Millionen Pfund versteigert. Das war ein Rekordpreis für eine lebende Künstlerin und hat sie in eine Liga mit den ganz Großen katapultiert. Seitdem wird sie ständig in Rankings der teuersten Künstlerinnen geführt.
Auch andere Werke landen regelmäßig im Millionen-Hammer-Bereich: große Leinwände von Saville sind bei Christie’s, Sotheby’s & Co. begehrte Trophäen. Die genauen Summen schwanken natürlich je nach Werk, Jahr und Motiv, aber klar ist: Top-Pieces von ihr bewegen sich im hohen sieben- bis achtstelligen Bereich in Euro gerechnet.
Auf Artnet, bei den großen Auktionshäusern und Markt-Reports wird Saville als stabile Marke gehandelt: weiblich, etabliert, museumserprobt, ikonischer Stil, limitierte Anzahl an wirklich großen Hauptwerken. All das sind Faktoren, die Sammler lieben.
Historisch ist ihre Karriere dafür perfekt gebaut: Schon früh wurde sie von dem legendären Sammler Charles Saatchi entdeckt, war Teil der "Young British Artists"-Ära, wurde von Top-Galerien wie Gagosian vertreten und hat wichtige Museums-Ausstellungen bekommen. Das ist genau der Lebenslauf, der aus Hype langfristige Markt-Power macht.
Für dich heißt das: Wer heute ein großes Saville-Ölbild will, spielt automatisch in der obersten Liga mit. Drucke, Zeichnungen oder Editionen können etwas zugänglicher sein – aber der Name ist sicher nichts mehr für den Schnäppchen-Jagd-Modus.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst nicht nur scrollen, sondern vor einem dieser Monster-Bilder stehen? Verständlich. Jenny Saville wirkt live noch viel radikaler als auf jedem Screen – die Leinwände sind oft so groß, dass du fast körperlich in das Bild hineingezogen wirst.
Ausstellungs-Check:
Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die klar und verbindlich als laufend oder angekündigt terminiert sind. Die Planung großer Saville-Shows läuft oft über Top-Museen und Galerien – diese Infos werden meist direkt über deren Seiten veröffentlicht.
Wenn du auf dem neuesten Stand bleiben willst, check regelmäßig diese Anlaufstellen:
- Offizielle Infos direkt bei Jenny Saville – hier findest du meist News zu Projekten, Werkserien und institutionellen Shows.
- Jenny Saville bei Gagosian – ihr Power-Galerie-Partner. Hier landen Ausstellungsankündigungen, Kataloge, Werk-Highlights und teilweise Video-Content.
Zusätzlich lohnt sich der Blick auf große Museen und Sammlungen, in denen Saville-Werke immer wieder auftauchen – von wichtigen britischen Instituten bis zu internationalen Top-Häusern. Dauerleihgaben und Sammlungshängungen wechseln, deshalb gilt: online checken, bevor du hinfährst.
Wer ist Jenny Saville überhaupt – und warum so wichtig?
Jenny Saville stammt aus Großbritannien und hat sich schon früh komplett auf den Menschlichen Körper fokussiert – aber nicht in der klassischen "schön, schlank, glatt"-Version.
Sie wurde in den 90ern als Teil der Young British Artists bekannt – zusammen mit Namen wie Damien Hirst. Während andere mit Haifischen in Formaldehyd oder Neon-Leuchten arbeiteten, blieb sie beim Malen – aber in einer Radikalität, die damals wie heute knallt.
Ihr Thema: Wie schauen wir auf Körper? Wer gilt als schön, gesund, normal? Was macht Schönheits-OP-Kultur, Diät-Industrie und Social-Media mit unserem Selbstbild? Saville knallt dir diese Fragen ins Gesicht, ohne Erklärungstext, nur mit Farbe und Fleisch.
Sie hat sich damit einen Platz in der Kunstgeschichte gesichert: als eine der wichtigsten Malerinnen ihrer Generation, die den weiblichen Körper nicht als Objekt, sondern als Kampffeld zeigt. Viele sehen sie als Vorbild für eine neue, rohe, ehrliche Körper-Ästhetik in der Kunst.
Wie sieht das aus? Savilles Style in 30 Sekunden
Stell dir vor, jemand nimmt klassische Malerei à la Rubens oder Rembrandt, dreht die Sättigung hoch, zoomt brutal ran – und malt so, als wäre es ein Fight zwischen Pinsel und Fleisch.
Typisch für Saville:
- XXL-Formate – diese Bilder dominieren ganze Wände.
- Fleischige Farben – Rosa, Rot, Violett, bläuliche Schatten, fast chirurgisch real.
- Verzerrungen – Körper gedrückt, gepresst, aus ungewohnten Winkeln gesehen.
- Mehrfach-Gesichter – übereinander gemalte Köpfe, als würdest du mehrere Schnappschüsse übereinanderlegen.
Das ist nicht für den Wohnzimmer-Wohlfühl-Look. Das ist Kunst, die dich anschreit – und genau deshalb so Instagrammable: Wer ein Saville-Bild live sieht, holt eigentlich immer das Handy raus.
Investment oder nur Schock-Effekt?
Die große Frage: Lohnt es sich, bei Jenny Saville einzusteigen – oder ist der Zug schon abgefahren?
Der Markt sagt: Sie ist längst oben angekommen. Die fetten Rekorde sind da, die Museumskarriere steht, der Name ist im Kanon. Das ist kein schneller Hype mehr, sondern ein recht gefestigter Platz im oberen Segment.
Für Ultra-High-End-Sammler bleibt sie ein Must-Have, vor allem wegen der limitierten Zahl an ikonischen Großformaten. Für jüngere Sammler kann es interessant sein, nach kleineren Werken, Zeichnungen, Druckgrafik oder frühen Arbeiten Ausschau zu halten – aber alles unter ihrem Namen steht grundsätzlich schon auf einem hohen Preis-Level.
Spannend ist auch: Der Diskurs um Körperbilder, Gender, Beauty-Standards wird in den nächsten Jahren eher stärker als schwächer. Genau da sitzt Saville mit ihrem Werk mitten im Zentrum. Das spricht dafür, dass ihre Relevanz nicht so schnell verpufft.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du auf Sanft & Schön stehst, ist Jenny Saville wahrscheinlich nichts für dich. Ihre Bilder sind laut, roh, manchmal eklig – aber immer ehrlich. Sie zeigt Körper, wie sie sich anfühlen, nicht wie sie im Filter aussehen.
Als Kunst-Hype ist das absolut gerechtfertigt: Sie trifft genau den Nerv unserer Zeit, in der jeder Körper bewertet, bearbeitet und verglichen wird. Und gleichzeitig liefert sie Bilder, die im White Cube genauso stark funktionieren wie in deinem TikTok-Feed.
Als Investment ist Jenny Saville klar im Blue-Chip-Bereich: Rekordpreise, Museumspräsenz, starke Galerievertretung, knalliger Wiedererkennungswert. Kein rein spekulativer Hype, sondern ein Name, der bleiben wird.
Also: Wenn du das nächste Mal einen fett gefilterten Body-Post siehst – denk dran, dass irgendwo ein Saville-Bild hängt, das all das auseinanderreißt. Und vielleicht ist genau das die Kunst, die wir gerade brauchen.


