Wahnsinn, Gilbert

Wahnsinn um Gilbert & George: Warum diese schrillen Bilder ein Millionen-Hammer sind

20.02.2026 - 15:55:31 | ad-hoc-news.de

Zwei Herren im Anzug, Hardcore-Bilder, Rekordpreise: Gilbert & George sind wieder überall. Kunst-Hype, Skandal oder cleveres Investment? Wir zeigen dir, was hinter dem Duo steckt.

Alle reden wieder über Gilbert & George – aber sind die zwei Anzug-Typen genial oder einfach nur komplett drüber?

Sie knallen dir Sex, Religion, Rassismus und Londoner Straßendreck direkt ins Gesicht – bunt, brutal, riesig. Ihre Bilder hängen in Top-Museen, rauschen durch Social Media und bringen bei Auktionen Millionen.

Wenn du Kunst suchst, die nicht lieb sein will, sondern dich frontal anschreit: Gilbert & George sind genau dein Rabbit Hole.

Das Netz staunt: Gilbert & George auf TikTok & Co.

Das Rezept für den Kunst-Hype ist bei ihnen ziemlich klar: knallige Farben, riesige Formate, harte Themen. Immer wieder sie selbst im Bild – wie lebende Memes im Anzug. Diese Mischung aus Sakralfenster-Optik, Pop-Art und Schockfotos ist maximal instagrammable und perfekt für virale Reels.

Fans feiern die Radikalität, andere fragen ernsthaft: „Kann das nicht auch ein Photoshop-Kurs im ersten Semester?“ Genau dieser Clash macht sie im Netz so spannend – es wird gestritten, gestannt, gecancelt und wieder gehypt.

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Gerade auf TikTok lieben Creator die Mischung aus „old men in suits“ und „WTF-Motive“. Von Slow-Zooms auf ihre expliziten Details bis zu Kunststudenten, die erklären, warum das alles angeblich ein „Meisterwerk der Gesellschaftskritik“ ist – das Duo ist längst zu einem Mem der Kunstgeschichte geworden.

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Gilbert & George arbeiten seit Jahrzehnten zusammen wie eine einzige Kunst-Maschine. Sie nennen sich selbst „living sculptures“ und sind praktisch immer im Bild. Ihre berühmtesten Arbeiten sind eine Mischung aus Fotografie, Collage, Typografie und heftigen Themen aus dem echten Londoner Leben.

  • „Dirty Words Pictures“: Eine legendäre Serie aus den späten 1970ern, in der sie aggressive Schlagworte, Graffiti, Punks, Polizei und sich selbst kombinieren. Alles wirkt wie ein explodiertes Fanzine im Kirchenfenster-Look. Bis heute ein Must-See, wenn du verstehen willst, warum sie als „Chronisten der Straße“ gefeiert werden.
  • „Jack Freak Pictures“: Vielleicht die bekannteste spätere Serie: überall Union Jacks, patriotische Symbolik, dazu ihre Gesichter wie Heiligen- oder Dämonen-Icons. Diese Bilder sind super präsent in Museen, Katalogen und auf Social Media, weil sie so massiv und ikonisch rüberkommen – pure Wallpower für jede Ausstellung.
  • „New Normal Pictures“ und vergleichbare neue Serien: In ihren jüngeren Arbeiten mixen sie weiterhin Selfies, Straßenszenen, grafische Muster und harte Begriffe. Themen wie Überwachung, Urban Life, Identität und Moral bleiben, aber mit noch modernerem Bild-Look. Das ist das Gilbert-&-George-Update für eine Welt voller Screens und Feeds – perfekt, um als viraler Hit in deinem For You Feed aufzutauchen.

Dazu kommen ihre frühen Performances als „singing sculptures“, wo sie selbst wie Skulpturen auftraten – steif im Anzug, mit lackierten Gesichtern, zu immer demselben Song. Damals ein Skandal, heute Kunstgeschichte.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Du fragst dich: Nur Hype – oder wirklich Investment-Material? Spoiler: Blue-Chip-Alarm.

Gilbert & George zählen seit Jahren zu den gefragtesten britischen Künstlern ihrer Generation. In großen Auktionen bei Christie's, Sotheby's & Co. wurden ihre großformatigen Foto-Tableaus immer wieder zu echten Millionen-Hammern. Einzelne Arbeiten haben laut internationalen Auktionsplattformen und Marktberichten Preise im hohen sechsstelligen bis in den siebenstelligen Bereich erreicht – je größer, ikonischer und früher die Serie, desto brutaler der Preis.

Wichtig: Deine Chancen auf ein Schnäppchen sind gering. Der Markt ist stark von Top-Galerien wie White Cube kontrolliert, museale Präsenz ist hoch, und die Nachfrage von etablierten Sammler:innen bleibt konstant. Das Duo wird international als Blue-Chip-Künstler bewertet – also die Liga, in der Werke eher in Museumsdepots und großen Sammlungen landen als in WG-Zimmern.

Historisch haben sie alles mitgenommen, was Prestige bedeutet: große internationale Biennalen, wichtige Museumsschauen, Retrospektiven in Top-Häusern und eine Flut von Katalogen. Das Festhalten an ihrem radikal eigenen Stil macht sie für Sammler:innen kalkulierbar: Wer eine Gilbert-&-George-Arbeit kauft, weiß ziemlich genau, welche Bildsprache er oder sie bekommt – das mögen Märkte.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Gilbert & George sind keine reinen Online-Phänomene – im Museum wirken ihre Arbeiten noch viel heftiger als auf deinem Handy. Viele Werke sind so groß, dass du sie wirklich körperlich spürst. Und genau darauf zielt ihre Kunst ab: Konfrontation statt Cozy Aesthetic.

Aktuell kuratieren führende Galerien und Museen in Europa und weltweit immer wieder Ausstellungen mit dem Duo. Große Häuser in London, Deutschland und anderen Metropolen zeigen regelmäßig Überblicks- oder Themen-Schauen mit ihren monumentalen Bild-Serien. Falls du gerade suchst, wo du sie als Nächstes sehen kannst: Konkrete neue Termine konnten wir bei der Live-Recherche nicht eindeutig verifizieren.

Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die verlässlich neu angekündigt und bestätigt wären. Die Situation kann sich aber schnell ändern – gerade Top-Galerien kündigen Programme oft relativ knapp an.

Für frische Shows, Vernissagen und Museumstermine lohnt sich deshalb ein regelmäßiger Blick hierhin:

Tipp: Wenn du in einer Kunst-Metropole unterwegs bist, schau in die Programme der großen Häuser und Offspaces. Gilbert & George sind trotz Museumsstatus immer noch Lieblinge von Kurator:innen, die Lust auf kontroverse Themen haben.

Wer steckt hinter den Anzügen? Kurz zur Geschichte

Gilbert & George sind kein Agenturname, sondern zwei echte Menschen, die als eine Einheit auftreten: Gilbert Prousch (aus Südtirol) und George Passmore (aus England). Sie haben sich beim Kunststudium in London kennengelernt, sind seitdem privat und künstlerisch unzertrennlich – und leben den totalen Kunst-Lifestyle.

Früh haben sie beschlossen: Wir sind selbst die Kunst. Deshalb immer Anzug, deshalb diese steifen, fast roboterhaften Auftritte, deshalb ihre Gesichter in fast jedem Bild. Sie wollten nie „normale“ Maler im Atelier sein, sondern Kunstfiguren, die in der echten Welt existieren.

Ihr Einfluss ist enorm: Ohne Gilbert & George sähe die heutige Kunstwelt anders aus. Themen wie queere Identität, Working-Class-Realität, Wut auf Kirche, Staat und Spießigkeit – all das haben sie in einer Zeit brutal in Bilder gepackt, in der vieles davon noch Tabu war. Heute wirkt das wie ein Vorläufer von dem, was du auf radikalen Insta- und TikTok-Kanälen siehst.

Warum spricht die TikTok-Generation über sie?

Weil sie etwas liefern, das viele „alte“ Künstler:innen nicht haben: klare Brand-Identity. Du erkennst ein Gilbert-&-George-Bild in Sekunden – Gitterstruktur, bunte Flächen, harte Worte, ihre Gesichter, Londoner Straßenszenen. Diese Wiedererkennbarkeit ist pure Meme-Power.

Gleichzeitig triggern sie jede Debatte: Dürfen ältere weiße Männer diese Themen so darstellen? Ist das Empowerment oder Exploitation? Ist es mutig oder nur kalkulierte Provokation? Jede dieser Fragen bringt ihnen neuen Buzz, neue Kritiken – und neue Posts.

Für junge Kunstfans sind sie damit ein spannender Testfall: Wie weit darf Kunst gehen? Und kann etwas, das seit Jahrzehnten existiert, immer noch zeitgemäß und radikal sein?

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du nur nach „hübscher Wanddeko“ suchst, sind Gilbert & George wahrscheinlich dein persönlicher Albtraum. Ihre Kunst ist laut, schmutzig, oft verletzend – und will genau das sein. Sie ist das Gegenteil von neutraler Wohnzimmer-Ästhetik.

Wenn du aber auf Kunst stehst, die dich nicht in Ruhe lässt, die Politik, Identität, Religion und Körper direkt ins Bild zerrt, dann ist dieses Duo ein Must-See. Sie sind Kunst-Hype, Geschichtslektion und Investment-Case in einem.

Ob du sie am Ende liebst oder hasst, ist fast egal – wichtig ist, dass du eine Meinung hast. Und genau das ist der Punkt: Gilbert & George sind nicht dafür da, dir zu gefallen. Sie sind dafür da, dass du nicht wegschauen kannst.

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