Vonovia, Jahresabschluss

Vonovia präsentiert ersten Jahresabschluss unter neuem Chef

17.03.2026 - 00:00:22 | boerse-global.de

Der DAX-Vermieter Vonovia stellt seinen Jahresbericht vor. Der neue Vorstandsvorsitzende Luka Mucic muss die Strategie für Schuldenabbau, Digitalisierung und Investitionen verdeutlichen.

Vonovia präsentiert ersten Jahresabschluss unter neuem Chef - Foto: über boerse-global.de
Vonovia präsentiert ersten Jahresabschluss unter neuem Chef - Foto: über boerse-global.de

Am 19. März legt Deutschlands größter privater Vermieter seinen Geschäftsbericht für 2025 vor. Es ist der erste große Test für den neuen Vorstandsvorsitzenden Luka Mucic. Der Kapitalmarkt erwartet klare Signale zur künftigen Strategie des DAX-Konzerns.

Ein Techniker übernimmt das Ruder

Zum Jahreswechsel löste Luka Mucic den langjährigen Konzernchef Rolf Buch ab. Mucic kommt nicht aus der Immobilienbranche: Fast drei Jahrzehnte arbeitete er beim Softwarekonzern SAP, zuletzt als Finanzvorstand. Seine Mission bei Vonovia ist klar definiert. Er soll den Konzern von der Krisenbewältigung zurück auf einen Wachstumskurs führen.

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Dabei setzt der neue Chef auf Digitalisierung. Automatisierung und künstliche Intelligenz sollen helfen, Kosten im Verwaltungsapparat für hunderttausende Mietwohnungen zu senken. Kann ein Technik-Experte die Immobilienkrise beenden?

Die Mammutaufgabe: Schuldenberge abbauen

Die größte Hürde bleibt die massive Schuldenlast. Die gestiegenen Zinsen trieben die Refinanzierungskosten in die Höhe und zwangen zu milliardenschweren Abschreibungen auf das Immobilienportfolio. Zwar konnte das Verhältnis von Schulden zum operativen Gewinn zuletzt gesenkt werden, doch das Niveau bleibt hoch.

Um den Druck zu mindern, war Vonovia zuletzt aktiv am Kapitalmarkt. Das Unternehmen platzierte Anleihen im Milliardenwert, um teure kurzfristige Kredite abzulösen. Mucic muss nun beweisen, dass diese Strategie der Laufzeitverlängerung funktioniert – ohne die Profitabilität des Kerngeschäfts zu gefährden.

Investitionen: Sanieren und neu bauen

Gleichzeitig soll wieder mehr Geld in die Wohnungen fließen. Das Investitionsbudget soll 2026 auf rund 1,4 Milliarden Euro steigen. Ein Schwerpunkt liegt auf der energetischen Modernisierung des Bestands, etwa durch den Einbau von Wärmepumpen.

Auch der Neubau bekommt frischen Wind. Mitte des Jahres übernimmt Katja Wünschel die Sparte. Ihre Aufgabe: Sie soll die weitgehend zurückgestellten Bauvorhaben wieder ans Laufen bringen. In den Ballungszentren herrscht akute Wohnungsknappheit. Doch neue Projekte sind nur bei strenger Kostenkontrolle wirtschaftlich.

Starke Mieteinnahmen, volatile Aktie

Das operative Geschäft läuft trotz aller Herausforderungen robust. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Die durchschnittliche Miete stieg in den ersten drei Quartalen 2025 um 4,3 Prozent auf 8,28 Euro pro Quadratmeter. Die Leerstandsquote liegt bei nur 2,2 Prozent – praktisch eine Vollvermietung.

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Dennoch zeigt sich die Vonovia-Aktie volatil. Analysten sehen ein Spannungsfeld zwischen den soliden Mieteinnahmen und der anfälligen Immobilienbewertung durch die Zinsen. Für 2025 rechnen Beobachter mit einer höheren Dividende als im Vorjahr. Das wäre ein wichtiges Stabilitätssignal.

Der Lackmustest für Mucic

Alles hängt nun vom Geschäftsbericht ab. Haben die Prognosen für 2025 gestimmt? Noch wichtiger ist der Ausblick: Hält das Unternehmen an seiner EBITDA-Prognose von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro für 2026 fest?

Für die Mieter dürfte der Strategiewechsel mehr digitale Services und schnelleren Sanierungsfortschritt bedeuten. Mucic muss eine komplexe Balance finden: zwischen Rendite für Aktionäre, Schuldenabbau und gesellschaftlicher Verantwortung. Gelingt ihm das, könnte 2026 der Wendepunkt nach der Immobilienkrise werden.

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