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Aktien Frankfurt Ausblick: Verluste - Iran-Krieg zwischen Drohung und Diplomatie

26.03.2026 - 08:14:25 | dpa.de

Von der zaghaften Entspannung zur Wochenmitte ist am Donnerstag am europäischen Aktienmarkt kaum noch etwas zu spüren.

Der Ölpreis der Nordseesorte Brent, der am Mittwochmorgen noch unter 100 Dollar gerutscht war, liegt mit 104 Dollar wieder deutlich über dieser Marke. Während des Iran-Kriegs ist er der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Entsprechend wird auch der deutsche Leitindex Dax DE0008469008 wieder schwächer erwartet: Der X-Dax DE000A0C4CA0 signalisiert zuletzt einen Verlust von 0,9 Prozent auf 22.746 Punkte. Damit bleibt er in der Spanne vom Montag, als er im Tagesverlauf bei widersprüchlicher Nachrichtenlage um spektakuläre 1.300 Punkte geschwankt war. Zunächst hatte er mit 21.863 Punkten das bisherige Kriegstief erreicht, bevor er sich zeitweise sprunghaft auf 23.178 Punkte erholte.

Aktuell pendelt der Nahost-Krieg weiter zwischen Drohkulisse und Diplomatie. Die US-Regierung hat dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.

"Wenn sie nicht begreifen, dass sie militärisch besiegt wurden und dies auch weiterhin sein werden, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass sie härter getroffen werden als je zuvor", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Zwar gebe es weiterhin "produktive" Gespräche auf diplomatischer Ebene. Aber trotz der Verhandlungen sei Trump bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen.

Inmitten dieser Wirren legen wieder einmal viele Unternehmen Geschäftszahlen vor. Besonders deutlich fällt die Kursreaktion vorbörslich bei Kontron AT0000A0E9W5 mit einem Abschlag von 7 Prozent aus. Der Spezialist für Produkte rund um das sogenannte Internet-der-Dinge (IoT) enttäuschte die Anleger mit seinem Gewinnziel für 2026.

Vergleichsweise stabil hielten sich dagegen die Aktien von Heidelberg Materials DE0006047004 nach der angekündigten Dividendenerhöhung und der Commerzbank DE000CBK1001 nach Empfehlungen der Analysten von Oddo BHF und Keefe, Bruyette & Woods.

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