Volkswagen Aktie: Stromnetz als Ertragsquelle
24.03.2026 - 05:47:54 | boerse-global.deNach einem massiven Gewinneinbruch im vergangenen Jahr sucht Europas größter Autobauer nach neuen Einnahmequellen. Mit einem frischen Pilotprojekt zum bidirektionalen Laden will Volkswagen Elektroautos nun aktiv in den europäischen Strommarkt integrieren. Gelingt der Testlauf, könnten sich für den Konzern völlig neue Geschäftsmodelle jenseits des reinen Fahrzeugverkaufs eröffnen.
Neues Geschäftsmodell mit Enercity
Gemeinsam mit dem Energieversorger Enercity startete Volkswagen Nutzfahrzeuge am Montag die Erprobung der sogenannten Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G). Eine Flotte von 75 Fahrzeugen des Modells ID. Buzz dient dabei als flexibler Speicher, der Strom aus dem öffentlichen Netz aufnimmt und bei Bedarf wieder einspeist. Gewerbekunden sollen durch die Vermarktung dieser Speicherkapazitäten zusätzliche Erlöse erzielen und so die Betriebskosten ihrer Flotten senken. Langfristig zielt die Kooperation darauf ab, die Netzstabilität zu erhöhen und Elektroautos als festen Bestandteil der Energieinfrastruktur zu etablieren.
Schwache Zahlen belasten den Kurs
Solche technologischen Vorstöße sind für den Konzern strategisch wichtig. Im Krisenjahr 2025 brach der Nettogewinn um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro ein. Belastungsfaktoren waren vor allem die anhaltende Marktschwäche in China sowie gestiegene Kosten durch US-Zollauflagen.
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Diese operative Schwäche spiegelt sich deutlich im Chartbild wider. Seit Jahresanfang verlor das Papier knapp 18 Prozent an Wert. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 87,08 Euro notiert der Titel nur unwesentlich über seinem 52-Wochen-Tief von 83,16 Euro. Der leichte Kursanstieg zum Wochenbeginn zeigt lediglich eine erste Stabilisierung auf niedrigem Niveau.
Modelloffensive und Kontinuität
Parallel zur Suche nach neuen Dienstleistungsumsätzen treibt das Management das Kerngeschäft voran. In China lief kürzlich die Serienproduktion des speziell für den lokalen Markt entwickelten ID.UNYX 08 an, der mit einer 800-Volt-Schnellladetechnologie punktet. In Europa steht für Mitte April die Weltpremiere des ID.3 Neo auf dem Programm. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf personelle Stabilität an der Spitze: Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch soll auf der Hauptversammlung im Juni wiedergewählt werden.
Mit einer konsequenten Kostendisziplin und der vereinfachten Modellpalette peilt das Management für das laufende Geschäftsjahr 2026 eine operative Umsatzrendite von 4,0 bis 5,5 Prozent an. Das wäre eine signifikante Steigerung gegenüber den mageren 2,8 Prozent aus dem Vorjahr. Die Verkaufsstarts der neuen Elektromodelle in den kommenden Monaten liefern die ersten konkreten Indikatoren, ob diese Margenverbesserung in der Praxis realisierbar ist.
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