Volkswagen Aktie: Manager-Clinch eskaliert
25.02.2026 - 20:47:04 | boerse-global.deZwei Ex-Manager wollen Millionen – VW kontert mit fristloser Kündigung. Am Arbeitsgericht Braunschweig prallten heute die Fronten aufeinander, und die Entscheidung fiel nur teilweise für den Konzern aus. Was steckt hinter diesem juristischen Schlagabtausch?
Die beiden Manager arbeiteten in einer Abteilung, die VW nach dem Dieselskandal 2015 ins Leben gerufen hatte – um Missstände aufzudecken. Doch ausgerechnet diese Whistleblower-Einheit wird jetzt zum Schauplatz eines erbitterten Rechtsstreits.
Interne Berichte ans LKA weitergeleitet
Der Vorwurf wiegt schwer: Ein Manager soll interne Revisionsberichte zu den Modellen Crafter und Grand California unbefugt an Medien und das Landeskriminalamt weitergegeben haben. Aus VW-Sicht eine klare Pflichtverletzung. Das Arbeitsgericht Braunschweig bestätigte die ordentliche Kündigung.
Die Begründung des Richters: Das LKA sei keine externe Meldestelle im Sinne des Hinweisgeberschutzgesetzes. Die Weitergabe stelle daher einen gravierenden Verstoß gegen die Rücksichtnahmepflicht dar. VW sieht sich damit in seiner Rechtsauffassung bestätigt – das Fehlverhalten sei treuwidrig und kündigungsrelevant gewesen.
VW verpasst Frist für fristlose Kündigung
Doch die außerordentliche Kündigung gegen denselben Manager erklärte das Gericht für unwirksam. Der Grund: VW hatte die Zwei-Wochen-Frist verpasst. Ein juristischer Fehler, der den Konzern teuer zu stehen kommen könnte.
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Im Fall des zweiten Managers will das Gericht zunächst Beweise sammeln. Der Sachverhalt, der zur Kündigung führte, muss noch geklärt werden. Die Verhandlung bleibt damit offen.
Schadenersatz-Berufung im April
Parallel dazu fordern die beiden Manager Schadenersatz in Millionenhöhe. Das Arbeitsgericht Braunschweig hatte diese Klagen bereits abgewiesen. Doch die Geschichte ist damit nicht zu Ende. Am 24. April verhandelt das Landesarbeitsgericht Hannover über die Berufung.
Die beiden gehören zum Oberen Managementkreis – ihre Forderungen dürften entsprechend substanziell sein. Für VW steht damit nicht nur ein Image-Problem im Raum, sondern potenziell auch eine finanzielle Belastung. Die Ironie: Eine Abteilung, die eigentlich Missstände aufdecken sollte, wird selbst zum Konfliktherd.
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