Voize, KI-Stimme

Voize: KI-Stimme entlastet Pflegekräfte in ganz Deutschland

15.01.2026 - 12:02:11

Das Berliner Startup Voize revolutioniert mit seinem KI-gestützten Sprachassistenten die Pflegedokumentation und spart Pflegekräften wertvolle Zeit. Ein Millionen-Investment treibt die Expansion voran.

Während die digitale Elite in München über KI diskutiert, revolutioniert ein Berliner Startup mit einem Sprachassistenten den Pflegealltag. Voize entlastet Zehntausende Pflegekräfte von Bürokratie – und wird zum heimlichen Star der Branche.

KI gegen den Pflegenotstand

Das Berliner Healthtech-Unternehmen Voize setzt genau dort an, wo der Druck am größten ist: bei der Dokumentationslast. Sein KI-gestützter Sprachassistent wird bereits in über 1.100 Pflegeeinrichtungen genutzt und unterstützt mehr als 75.000 Fachkräfte. Die Idee ist simpel, die Wirkung enorm. Pflegekräfte sprechen Beobachtungen und Vitaldaten einfach in ihr Smartphone. Die KI verarbeitet die Sprache, versteht sogar Dialekte und medizinische Fachbegriffe, und erstellt darautomatisch die nötige Pflegedokumentation. Das spart pro Schicht bis zu 30 Minuten Zeit – Zeit, die wieder den Patienten zugutekommt.

„Die Ära der Bühnen-Demos ist vorbei. Heute zählt nur: Hält die Technik im harten Alltag stand?“, kommentierte ein Branchenbericht Anfang Januar. Voize besteht diesen Praxistest offenbar. Ein entscheidender Vorteil ist die Offline-Fähigkeit. Die KI verarbeitet die Sprachdaten direkt auf dem Smartphone, unabhängig von oft lückenhaftem WLAN in den Einrichtungen. Diese Zuverlässigkeit macht das Tool so attraktiv, dass einige Arbeitgeber es sogar in Stellenanzeigen erwähnen, um tech-affines Personal anzulocken.

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Viele Pflegekräfte verbringen noch immer wertvolle Zeit mit Dokumentation statt mit Patienten. Ein kostenloser Guide zeigt, wie Führungskräfte und Pflegedienstleitungen gezielt die Arbeitsbelastung senken, Burnout-Risiken reduzieren und die Work-Life-Balance im Pflegealltag verbessern können. Praxisnahe Sofortmaßnahmen und Übungen helfen, die freiwerdenden Minuten pro Schicht sinnvoll zu nutzen – für bessere Betreuung und langfristige Mitarbeiterbindung. Gratis-Work-Life-Guide für Pflegekräfte herunterladen

Millionen-Investment treibt Expansion voran

Das rasante Wachstum von Voize wurde durch eine kräftige Finanzspritze Ende 2025 befeuert. In einer Series-A-Runde sammelte das Startup rund 43 Millionen Euro ein. Angeführt wurde die Runde vom Risikokapitalgeber Balderton Capital; auch bestehende Investoren wie HV Capital, Redalpine und Y Combinator beteiligten sich.

Dieses Kapital fließt nun in die Expansion. Seit Mitte Januar 2026 baut das Unternehmen seine Vertriebs- und Marketingteams gezielt aus, um die hohe Nachfrage aus der Pflegebranche zu bedienen. Analysten von Signify Research sehen in Voize einen Schlüsselakteur im europäischen Markt für „Ambient Listening“. Sie verweisen aber auch auf die Herausforderungen, sollte das Unternehmen noch 2026 den Sprung auf den komplexen US-Markt wagen.

Die Gründer und die Zukunft

Hinter Voize stehen die Brüder Fabio und Marcel Schmidberger sowie CTO Erik Ziegler. Ihr Ansatz ist „vertikal“: Statt ein Allerweltswerkzeug zu entwickeln, lösen sie ein konkretes, schmerzhaftes Problem einer klar definierten Zielgruppe. Der Fokus liegt aktuell auf Deutschland und Österreich. Langfristig haben die Gründer aber Ambitionen, das Modell für andere Gesundheitssysteme anzupassen.

Die Timing könnte kaum besser sein. Während auf der DLD-Konferenz in München noch bis zum 17. Januar über die gesellschaftliche Wirkung von KI debattiert wird, liefert Voize ein praktisches Fallbeispiel. In einer Branche, die unter Pflegenotstand und den Vorgaben der Pflegereform ächzt, sind digitale Tools, die nachweislich Effizienz steigern, keine Spielerei mehr. Sie sind überlebenswichtig. Voize zeigt, wie KI den Menschen in den Mittelpunkt der Pflege zurückholen kann.

@ boerse-global.de