Vishing-Welle erbeutet Hunderttausende in Deutschland und Österreich
02.02.2026 - 17:30:12Eine aggressive Kombination aus SMS- und Telefonbetrug überzieht derzeit den deutschsprachigen Raum. Kriminelle setzen auf psychologischen Druck und erbeuten so hohe Summen von Bankkunden. Behörden warnen eindringlich vor der als Vishing bekannten Masche.
Die Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus und nutzen eine zweistufige Taktik. Zuerst verschicken sie gefälschte SMS, die zur dringenden Kontaktaufnahme auffordern. Der enthaltene Link führt zu einer täuschend echten Fake-Website der Bank.
Gibt ein Kunde dort seine Login-Daten ein, erbeuten die Täter sie in Echtzeit. Kurz darauf folgt der entscheidende Anruf: Die Betrüger melden sich als Sicherheitsexperten der Bank und nutzen die gestohlenen Daten, um glaubwürdig zu wirken.
Am Telefon bauen sie massiven Druck auf. Sie behaupten von verdächtigen Transaktionen und drängen das Opfer, diese „gemeinsam“ zu stoppen. In Wahrheit leiten sie die Freigabe von Überweisungen auf eigene Konten an.
Viele Phishing-Angriffe beginnen genau mit dieser Kombination aus gefälschter SMS und anschließendem Vertrauensanruf. Solche Angriffe führen immer wieder zu hohen Verlusten – teilweise in sechsstelliger Höhe. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket bietet eine praxisnahe 4‑Schritte-Anleitung, mit der Sie gefälschte SMS erkennen, Vishing-Anrufe abwehren und Ihr Konto schnell schützen können. Anti-Phishing-Notfall-Guide jetzt kostenlos herunterladen
- Call-ID-Spoofing: Teilweise erscheint sogar eine echte Banknummer auf dem Display.
- Hohe Schäden: Das Landeskriminalamt Oberösterreich meldete allein in zwei Wochen Verluste von über 800.000 Euro.
- Existenzbedrohend: In Einzelfällen verlieren Familien ihr gesamtes Erspartes.
Diese Schutzmaßnahmen sind jetzt entscheidend
Sicherheitsexperten und Verbraucherschützer betonen klare Regeln. Eine seriöse Bank wird Sie niemals per SMS oder E-Mail zur Eingabe sensibler Daten über einen Link auffordern. Am Telefon fragen echte Mitarbeiter nie nach Passwörtern, PINs oder TANs.
So schützen Sie sich:
* Löschen Sie unerwartete Bank-SMS sofort und klicken Sie keine Links an.
* Beenden Sie verdächtige Anrufe umgehend.
* Kontaktieren Sie Ihre Bank im Zweifel selbst über die offizielle Nummer oder Website.
* Richten Sie eine Drittanbietersperre bei Ihrem Mobilfunkanbieter ein.
* Halten Sie die Software auf Ihrem Smartphone stets aktuell.
Die Professionalität der aktuellen Welle alarmiert die Behörden. Die Täter entwickeln ihre Methoden ständig weiter. Während die Diskussion über verbesserte Sicherheitssysteme der Banken läuft, bleibt die Wachsamkeit jedes Einzelnen der wirksamste Schutz.


