Visa Aktie: Unterschätzt und unterschätzt?
31.03.2026 - 10:00:33 | boerse-global.deLoop Capital hat die Visa-Aktie neu mit einem Kursziel von 387 Dollar in die Bewertung aufgenommen – verbunden mit einer Kaufempfehlung. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Das Papier notiert derzeit bei rund 300 Dollar und damit nahe seinem 52-Wochen-Tief von 294 Dollar. Vom Jahreshoch bei 375 Dollar ist es gut 20 Prozent entfernt.
Das klingt nach einer herben Talfahrt. Aber erklärt die Ausgangslage auch, warum Analysten gerade jetzt kaufen wollen?
Marktsorgen größtenteils eingepreist
Der Kursrückgang der vergangenen Monate spiegelt vor allem zwei Befürchtungen wider: eine Verlangsamung des Umsatzwachstums im Zahlungsverkehr und wachsenden Wettbewerbsdruck. Loop Capital hält beide Argumente für übertrieben. Die Bewertung habe sich stärker eingeengt als das zugrunde liegende Gewinnwachstum rechtfertige – das Gewinn je Aktie habe die Erwartungen zuletzt sogar übertroffen.
Besonders interessant: Die Befürchtungen rund um Stablecoins und deren Auswirkungen auf klassische Zahlungsflüsse stuft Loop Capital als aufgebauscht ein. Auch eine Regulierung in Form der CCCA oder einer Zinsobergrenze von zehn Prozent für US-Kreditkarten hält die Firma für unwahrscheinlich. 22 Analysten haben ihre Gewinnschätzungen für das laufende Geschäftsjahr zuletzt nach oben korrigiert – kein schlechtes Signal.
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Für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 liegen die bereinigten EPS-Schätzungen von Loop Capital leicht über dem Marktkonsens. Mittelfristig erwartet das Unternehmen ein niedriges zweistelliges Umsatzwachstum sowie ein bereinigtes Gewinnwachstum im niedrigen bis mittleren Zehnprozentbereich. BofA Securities, die ebenfalls mit einer Kaufempfehlung gestartet sind, setzt das Kursziel sogar auf 410 Dollar.
Stablecoins als Rückenwind, nicht als Bedrohung
Während Kritiker im Stablecoin-Boom eine strukturelle Gefahr für etablierte Zahlungsnetzwerke sehen, deutet die operative Entwicklung in eine andere Richtung. Visa hat sein stablecoin-gekoppeltes Kartenprogramm in Kooperation mit Bridge, einer Stripe-Tochter, zuletzt von 18 auf über 100 Länder ausgeweitet – bis Ende 2026 soll das Programm Europa, den asiatisch-pazifischen Raum, Afrika und den Nahen Osten abdecken.
Gleichzeitig bauen Partner wie Nium und Veem auf der Visa-Infrastruktur neue Dienste auf. Nium etwa hat eine Stablecoin-Kartenplattform gestartet, die Unternehmen ermöglicht, digitale Guthaben über das Visa- und Mastercard-Netz auszugeben. Veem wiederum hat seine Zusammenarbeit mit Visa Direct ausgebaut, um Unternehmen in den USA, Kanada, Großbritannien und Europa lokale Kontostrukturen zu ermöglichen.
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Das Muster ist klar: Das Netzwerk wächst, nicht trotz der digitalen Zahlungsinnovation, sondern durch sie. Zusätzlichen Rückenwind könnte der Wechselkurseffekt liefern – steigende Devisenvolatilität wirkt sich erfahrungsgemäß positiv auf Visas Einnahmen aus.
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