Vietnam, Alzheimer-Studie

Vietnam startet zehnjährige Alzheimer-Studie

11.02.2026 - 19:52:12

Vietnam startet eine zehnjährige Forschungsinitiative zur Früherkennung von Alzheimer mittels Bluttests. Die Studie soll neue diagnostische Methoden etablieren und Therapien bewerten.

Vietnam startet die größte Alzheimer-Forschungsinitiative seiner Geschichte. Ein privates Krankenhausnetzwerk und das zentrale Geriatrie-Krankenhaus des Landes kooperieren für eine auf zehn Jahre angelegte Studie zu Früherkennungs-Tests. Das Programm soll die Diagnose der Demenzerkrankung revolutionieren.

Biomarker-Tests im Fokus

Im Zentrum der Zusammenarbeit zwischen dem Tam Anh General Hospital System und dem Central Geriatric Hospital steht die Erforschung von Biomarkern. Diese messbaren biologischen Indikatoren im Blut sollen Alzheimer viel früher identifizieren als bisherige Methoden. Bisher stützt sich die Diagnose oft auf unspezifische Symptome wie Gedächtnisverlust.

Die Langzeitstudie hat drei Hauptziele:
* Neue diagnostische Methoden zu erforschen und zu validieren.
* Die Wirksamkeit bestehender und neuer Therapien zu bewerten.
* Technologische Lösungen wie digitale Plattformen für Patienten zu entwickeln.

Globaler Trend zu Bluttests

Die vietnamesische Initiative ist Teil eines weltweiten Umbruchs. In Europa und den USA haben bereits erste Bluttests die Zulassung erhalten. Sie gelten als einfachere und kostengünstigere Alternative zu teuren PET-Scans oder invasiven Lumbalpunktionen.

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Ein Beispiel ist der Bluttest „Elecsys pTau181“ des Schweizer Konzerns Roche, der in Europa zugelassen ist. Er misst ein für Alzheimer typisches Protein und kann eine Erkrankung mit hoher Sicherheit ausschließen. Ähnliche Tests analysieren Biomarker wie phosphoryliertes Tau (p-Tau) und Beta-Amyloid.

Wie die neuen Tests funktionieren

Die Wissenschaft hinter den Tests basiert auf der Messung spezifischer Proteine, die als Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit gelten:
* Beta-Amyloid, das Plaques im Gehirn bildet.
* Tau-Protein, das zu sogenannten Tangles führt.

Forscher, unter anderem aus Schweden, fanden heraus, dass bestimmte Formen dieser Proteine – wie p-Tau217 – auch im Blut hochpräzise nachweisbar sind. Der große Vorteil: Diese biologischen Veränderungen sind oft schon über ein Jahrzehnt vor den ersten Symptomen messbar. Das eröffnet ein entscheidendes Fenster für frühe Therapien.

Früherkennung als strategische Notwendigkeit

Warum ist diese Entwicklung so bedeutend? Die Früherkennung wird zur Voraussetzung für neue, krankheitsmodifizierende Medikamente. Therapien wie Antikörper, die auf die Beseitigung von Amyloid-Plaques abzielen, wirken am besten im frühen Stadium.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich bereits für die Zulassung solcher Medikamente ausgesprochen. Parallel verbessern Projekte wie das deutsche „VERF-AK“ die Versorgungsstrukturen, um Diagnosen zu beschleunigen. Könnte die Früherkennung damit bald zur Routine werden?

Der lange Weg zur Heilung

Die nächsten Jahre sind entscheidend. Während in westlichen Ländern die breite Einführung der Tests im Vordergrund steht, wird die Langzeitstudie in Vietnam wertvolle Daten über den Krankheitsverlauf in verschiedenen Bevölkerungsgruppen liefern.

Das ultimative Ziel bleibt die Entwicklung von Therapien, die Alzheimer aufhalten oder heilen können. Experten sind sich einig: Der Schlüssel dazu liegt in der präzisen und frühzeitigen Identifizierung von Risikopersonen. Die neuen Bluttests sind damit mehr als ein diagnostischer Fortschritt – sie sind ein Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Behandlung.

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