Verbio Aktie: Rückenwind
28.02.2026 - 08:15:40 | boerse-global.deBerlin stellt die Weichen im Wärmemarkt neu – und Verbio sieht darin eine konkrete Absatzchance. Die Eckpunkte für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) setzen auf Technologieoffenheit und geben „grünen Molekülen“ wie Biomethan eine neue Bühne. Doch wie groß könnte der Hebel für das Geschäft wirklich werden?
GMG: Bio-Treppe öffnet den Wärmemarkt
Verbio begrüßte am 27. Februar die Pläne der Berliner Koalition für das GMG, das das bisherige Heizungsgesetz ersetzen soll. Kernstück ist die sogenannte Bio-Treppe: Ab dem 1. Januar 2029 sollen neue Öl- und Gasheizungen mindestens 10% erneuerbare Brennstoffe nutzen müssen. Schon ab 2028 ist zudem eine bilanzierbare Grüngas- und Grünheizölquote für die jeweiligen Inverkehrbringer vorgesehen. Der Zeitplan: Das Gesetz soll noch vor dem 1. Juli 2026 in Kraft treten.
Für Verbio ist das strategisch entscheidend, weil sich der adressierbare Markt über den Mobilitätssektor hinaus ausdehnt. Der Vorstandsvorsitzende Claus Sauter wertet die Entwicklung als Bekenntnis zur Bioenergie – und damit als Startsignal für Biomethan-Anwendungen im nationalen Wärmemarkt. Je nach finaler Ausgestaltung könnte auch Biodiesel als erneuerbarer Brennstoff im Gebäudesektor an Bedeutung gewinnen.
Grüngasquote: Verbio will mehr Verbindlichkeit
Trotz des positiven Signals sieht das Management noch Spielraum. Vorstandsmitglied Stefan Schreiber, zugleich Vorsitzender der Initiative Grüngasquote (GGQ), spricht sich für eine stärkere Verankerung der Grüngasquote aus – konkret im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Das würde nach seiner Einschätzung den gesamten Gasmarkt einbeziehen, die ökologische Wirkung erhöhen und vor allem Planungssicherheit schaffen.
Der Hintergrund: Investitionen in „grüne Moleküle“ und Infrastruktur sind kapitalintensiv. Verbio verweist dabei auf seine operative Basis mit vier großtechnischen Produktionsanlagen in Deutschland sowie auf mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der industriellen Herstellung von Bioenergie, Biomethan und erneuerbaren Kraftstoffen.
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Politischer Taktgeber trifft auf Marktstimmung
Zeitlich fällt die GMG-Debatte mit der ersten Lesung zur nationalen Umsetzung der überarbeiteten EU-Richtlinie RED III zusammen. Während RED III den Verkehrssektor adressiert, soll das GMG künftig den Wärmesektor abdecken – zusammen ergibt das aus Sicht des Unternehmens eine stabilisierende Klammer für erneuerbare Kraftstoffe.
An der Börse bleibt Verbio volatil, zeigt aber zuletzt Stärke: Am Freitag schloss die Aktie bei 26,26 Euro (-1,80%), liegt jedoch auf Sieben-Tage-Sicht 8,51% im Plus und notiert nur 3,67% unter dem 52-Wochen-Hoch von 27,26 Euro (25.02.2026).
Konkret wird es nun mit dem Gesetzgebungsfahrplan: Entscheidend ist, ob das GMG wie geplant vor dem 1. Juli 2026 in Kraft tritt und wie verbindlich die Quoten-Regeln am Ende ausfallen – denn genau daran hängt, wie schnell Biomethan im Wärmemarkt vom Nischenthema zur planbaren Nachfrage wird.
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