VDMA, Robotik-Branche

VDMA warnt: Deutsche Robotik-Branche steuert auf zweites Krisenjahr zu

03.03.2026 - 00:00:02 | boerse-global.de

Der VDMA erwartet für die deutsche Robotik- und Automatisierungsindustrie 2026 ein zweites Minusjahr in Folge mit einem Umsatzrückgang von 5 Prozent. Strukturelle Probleme und asiatische Konkurrenz belasten die Wettbewerbsfähigkeit.

Die deutsche Robotik- und Automatisierungsindustrie muss sich auf ein weiteres schwieriges Jahr einstellen. Der Branchenverband VDMA Robotics + Automation prognostiziert für 2026 einen Umsatzrückgang um 5 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Das wäre das zweite Minusjahr in Folge.

Strukturkrise statt Konjunkturdelle

Die Zahlen sind alarmierend: Nach einem Umsatzeinbruch von 7 Prozent 2025 droht nun ein weiterer Rückgang. Doch der VDMA sieht mehr als nur eine vorübergehende Konjunkturschwäche. „Die aktuelle Branchenschwäche ist struktureller Natur“, heißt es in der Analyse. Schwache Nachfrage aus Schlüsselindustrien, geopolitische Unsicherheiten und ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen bremsen Investitionen aus.

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Mehr als 400 deutsche Unternehmen spüren den Druck. Die Auftragseingänge sind deutlich eingebrochen. Firmen zögern bei Investitionen in neue Automatisierungslösungen. Das liegt nicht nur an der wirtschaftlichen Lage, sondern auch an hohen Betriebskosten und komplexen regulatorischen Hürden in Deutschland.

Asiatische Konkurrenz gewinnt Marktanteile

Während deutsche Hersteller kämpfen, expandieren internationale Wettbewerber – besonders aus Asien. Sie profitieren von besseren Standortbedingungen in ihren Heimatmärkten. Der VDMA warnt deutlich: Ohne entscheidende Veränderungen verliert Deutschland im globalen Wettlauf um Robotik weiter an Boden.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Zwar ist Deutschland noch der größte Robotikmarkt Europas und weltweit auf Platz fünf. Doch die Installationen neuer Roboter gingen 2024 bereits um 5 Prozent zurück. Ein Trend, der sich laut Prognose fortsetzt.

Dringender Appell an die Politik

Der Verband richtet einen klaren Handlungsaufruf an die Politik. „Wir brauchen eine entscheidende Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation, Kundenfokus und schnellere Umsetzung“, fordert Dr. Olaf Munkelt, Vorsitzender von VDMA Robotics + Automation.

Die Forderungen sind konkret: Bürokratieabbau und politische Maßnahmen für wettbewerbsfähige Kostenstrukturen. Nur so könnten deutsche und europäische Unternehmen wieder eine klare Führungsposition einnehmen. Die Branche will ihre Ingenieursstärke und Innovationskraft besser nutzen – doch die Rahmenbedingungen müssen stimmen.

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Langfristige Chancen trotz kurzfristiger Krisen

Trotz der düsteren Prognose blickt der VDMA langfristig optimistisch in die Zukunft. Wachstumstreiber wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Smart Production bleiben intakt. Diese Technologien sind essenziell, um Fachkräftemangel zu bewältigen, Produktivität zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit des Hochlohnstandorts Deutschland zu erhalten.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Branche die wirtschaftlichen Gegenwinde navigieren kann – und ob die Politik auf die Warnungen reagiert. Die Rückkehr auf einen Wachstumspfad hängt maßgeblich davon ab, ob die strukturellen Herausforderungen endlich angepackt werden.

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