Validation: Deeskalierende Kommunikation im Demenz-Alltag
29.12.2025 - 07:31:12Die Kommunikationsmethode Validation hilft im Umgang mit Demenz, reduziert Stress und gewinnt vor dem Hintergrund des Personalmangels weiter an Relevanz.
Pflegekräfte setzen verstärkt auf die Methode Validation, um mit Menschen mit Demenz zu kommunizieren. Der Ansatz hilft, Konflikte zu entschärfen und Stress zu reduzieren – eine wichtige Strategie in Zeiten des Personalmangels.
Das Erbe der Pionierin Naomi Feil
Vor zwei Jahren starb die Gerontologin Naomi Feil. Ihr Lebenswerk, die Validation-Methode, gewinnt aktuell weiter an Bedeutung. Statt desorientierte Menschen zu korrigieren, lehrte Feil das “Mitgehen” in deren Realität.
Fachverbände berichten von einer wachsenden Akzeptanz. Immer mehr Pflegekonzepte ersetzen medikamentöse Ruhigstellung durch Feils verbale und nonverbale Techniken. Das Validation Training Institute (VTI) verzeichnet eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Schulungen. Besonders in emotional aufgeladenen Phasen – wie nach den Feiertagen – erweist sich die Methode als wirksamer “emotionaler Türöffner”.
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Wissenschaft bestätigt den Nutzen
Aktuelle Studien untermauern die Praxis. Eine Übersichtsarbeit im Swiss Dental Journal bestätigte kürzlich: Validierende Kommunikation kann Ängste und Unruhe bei Demenzerkrankten signifikant reduzieren.
Die Vorteile wirken in beide Richtungen:
* Für die Betroffenen steigert es das Wohlbefinden.
* Für das Pflegepersonal erhöht es die Arbeitszufriedenheit und beugt Burnout vor.
Experten der Alzheimer Forschung Initiative betonen: Das Verständnis für die “innere Welt” der Erkrankten spart wertvolle Zeit und Nerven, die sonst in aussichtslose Diskussionen über die Realität fließen würden.
Einfache Tipps für die Praxis nach den Feiertagen
Die Tage nach Weihnachten sind für viele Menschen mit Demenz besonders aufwühlend. Organisationen wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft empfehlen Validation als primäres Werkzeug zur Deeskalation.
Wie reagiert man, wenn ein Bewohner nach längst verstorbenen Angehörigen ruft? Statt zu widersprechen, sollte man die Gefühle aufgreifen. Ein Satz wie “Sie vermissen Ihre Mutter sehr” spiegelt die Emotion wider, ohne die Fakten zu thematisieren. Diese Technik vermittelt Verständnis und führt oft zur Beruhigung.
Weitere validierende Maßnahmen sind:
* Gemeinsames Singen von vertrauten Liedern.
* Das Einbeziehen in einfache, wertschätzende Tätigkeiten wie Tischdecken.
Validation im Pflegenotstand
Die Diskussion findet vor einem düsteren Branchenhintergrund statt: Personalmangel, Insolvenzen von Einrichtungen und geplante Reformen zwingen zum Umdenken. Analysten gehen davon aus, dass kommunikative Kompetenzen in der Ausbildung künftig einen noch höheren Stellenwert einnehmen werden.
Der Trend geht klar weg von reiner Versorgung hin zu beziehungszentrierter Betreuung. Für das kommende Jahr erwarten Experten mehr digitale Tools, die Pflegekräfte beim Erlernen dieser Techniken unterstützen. Die Kernbotschaft bleibt jedoch die von Naomi Feil: Empathie ist der Schlüssel zur Welt der Demenz.
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