Unitree Robotics korrigiert Marktzahlen und beansprucht Führungsrolle
25.01.2026 - 23:16:12Mehr als 5.500 menschenähnliche Roboter hat Unitree Robotics im vergangenen Jahr ausgeliefert. Mit dieser Klarstellung korrigiert das chinesische Unternehmen bisherige Schätzungen und beansprucht für sich die weltweite Marktführerschaft 2025. Die am 22. Januar veröffentlichten Zahlen markieren einen Wendepunkt im Transparenz-Wettlauf der jungen Branche.
Klarstellung gegen Spekulationen
Unitree reagierte mit der detaillierten Aufschlüsselung auf kursierende Gerüchte. Die über 5.500 ausgelieferten Einheiten seien tatsächlich verkaufte und an Kunden gelieferte Roboter, betonte das Unternehmen. Die Gesamtproduktion lag mit mehr als 6.500 Einheiten sogar noch höher.
Besonderes Augenmerk legte Unitree auf die Definition: Gezählt wurden ausschließlich „reine humanoide Roboter“. Andere Modelle wie zweiarrmige Fahrroboter oder vierbeinige Maschinen blieben außen vor. Diese Präzision soll Vergleichbarkeit schaffen – in einer Branche, in der Begriffe wie „Massenproduktion“ noch nicht einheitlich definiert sind.
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Neues Kräfteverhältnis im Roboter-Markt
Die Korrektur stellt bisherige Marktanalysen auf den Kopf. Forschungsunternehmen wie Omdia sahen bislang den Konkurrenten Agibot mit geschätzten 5.100 Auslieferungen an der Spitze. Unitree wurde auf etwa 4.200 Einheiten taxiert. Mit den nun genannten über 5.500 Stück überholt das Unternehmen seinen Rivalen vermeintlich klar.
Der Wettbewerb heizt sich weiter an. Neben Unitree und Agibot drängen weitere chinesische Firmen wie UBTECH in den globalen Wachstumsmarkt. Nach Angaben von Counterpoint Research wurden 2025 weltweit etwa 16.000 humanoide Roboter installiert – der Großteil davon in China. Unitrees Offenlegung setzt nun messbare Daten gegen Drittanalysen.
Transparenz nach Investitionsboom
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist strategisch. 2025 flossen schätzungsweise 24 Milliarden Yuan (rund 3 Milliarden Euro) in die Branche der humanoiden Roboter – mehr als in den vorangegangenen Jahren zusammen. Investoren erwarten nun konkrete Geschäftserfolge jenseits prototypischer Vorführungen.
Die Offenlegung könnte auch mit Unitrees Börsenplänen zusammenhängen. Das Unternehmen bereitet Berichten zufolge einen Börsengang (IPO) für 2026 vor. Genaue Verkaufszahlen und Marktanteile werden dann für Bewertung und Vertrauen entscheidend sein. Branchenbeobachter erwarten, dass Konkurrenten nachziehen müssen – hin zu einem datengetriebenen Markt.
Vom Spektakel zur skalierbare Lösung
Die Bekanntmung markiert eine wichtige Wende: Die Branche rückt weg von spektakulären Einzeldemonstrationen hin zum Nachweis wirtschaftlichen Nutzens. Der Kopf-an-Kopf-Rennen um Auslieferungszahlen spiegelt nicht nur die steigende Nachfrage, sondern kündigt eine härtere Phase technologischer und kommerzieller Konkurrenz an.
Mit steigender Massenproduktion dürften die Preise weiter sinken und sich der Markt konsolidieren. Der entscheidende Wachstumstreiber wird die Fähigkeit sein, Roboter in lukrativen Feldern einzusetzen – von Logistik und Fertigung bis hin zu Gesundheitswesen und Einzelhandel. Der Kampf um die Spitzenposition wird sich künftig nicht nur an Produktionszahlen, sondern an der erfolgreichen Integration dieser Hightech-Maschinen in die globale Wirtschaft entscheiden.
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