Unilever Aktie: Nach Eiscreme-Abspaltung unter Druck
06.01.2026 - 21:09:31Nach der Abspaltung des Eiskrem-Geschäfts ringt Unilever an der Londoner Börse um eine neue Bewertung. Seit dem Vollzug der strukturellen Trennung im Dezember 2025 steht der vereinfachte Konsumgüterkonzern verstärkt im Fokus der Neujustierung durch den Markt. Heute setzt sich der Abgabedruck zunächst fort, nachdem der Kurs bereits gestern deutlich nachgegeben hat.
Schwacher Wochenauftakt und Bewertungsspanne
Der Start in die neue Handelswoche verlief holprig. Am Montag schloss die Aktie bei 4.699,00 Pence und verlor damit 2,56 % bzw. 123,50 Pence gegenüber dem Schlusskurs von 4.822,50 Pence vom Freitag. Damit nähert sich der Titel der Untergrenze seiner 52‑Wochen-Spanne spürbar an.
Die aktuellen Rahmendaten im Überblick:
- Schlusskurs (Mo): 4.699,00 GBX
- Tagesveränderung (Mo): -123,50 GBX (-2,56 %)
- 52‑Wochen-Spanne: 4.618,00 GBX – 5.259,64 GBX
- Marktkapitalisierung: ca. 105,9 Mrd. £
Der Kurs notiert damit nur knapp über dem 52‑Wochen-Tief von 4.618,00 Pence. Diese Marke fungiert als wichtige Unterstützung, die von technisch orientierten Marktteilnehmern genau beobachtet wird.
Nach Magnum-Spin-off: Markt muss neu rechnen
Ein wesentlicher Faktor für die aktuelle Zurückhaltung ist die abgeschlossene Abspaltung der Eissparte mit Marken wie Magnum und Ben & Jerry’s. Analysen vom heutigen Dienstag betonen, dass der Schritt zwar auf einen „schlankeren“ und berechenbareren Konzern zielt, die Übergangsphase aber Bewertungsunsicherheit erzeugt.
Strategisch will sich Unilever stärker auf margen- und wachstumsstärkere Bereiche wie Körperpflege, Beauty und Wellness konzentrieren. Gleichzeitig fällt jedoch der Umsatzbeitrag der ausgegliederten Eissparte weg. Anleger müssen daher ihre Gewinn- und Cashflow-Erwartungen an das verbleibende Kerngeschäft neu kalibrieren.
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Marktberichte heben hervor, dass die neue Struktur die Planbarkeit verbessert, der Kurs aber derzeit eine abwartende „Beweis liefern“-Haltung gegenüber den avisierten Wachstumszielen widerspiegelt. Genau hier entscheidet sich, ob die Neuausrichtung in den kommenden Quartalen als Erfolg gewertet wird.
Technische Lage und nächste Marken
Aus technischer Sicht steht der Wert ebenfalls unter Druck. Die Aktie handelt klar unter ihrem 15‑Tage-Durchschnitt, was üblicherweise als Zeichen einer schwächeren kurzfristigen Tendenz gewertet wird. Der Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 4.700 Pence am Montag dürfte zusätzlichen Verkaufsdruck ausgelöst haben.
Im Fokus steht nun die Unterstützung bei 4.618,00 Pence. Hält diese Marke, wäre eine Stabilisierung innerhalb der aktuellen Handelsspanne möglich. Ein Bruch könnte hingegen den Weg für weitere Kursanpassungen nach unten eröffnen. Auf der Oberseite gilt ein Wiederanstieg über etwa 4.750 Pence als Signal, das auf ein Ende der momentanen Schwächephase hindeuten würde.
Der Markt sucht nun nach klaren Belegen dafür, dass das verbliebene Kerngeschäft die angekündigten Margenverbesserungen auch ohne die saisonal schwankende Eissparte liefern kann. Bis sich das in den Volumina und Ergebnissen nachvollziehbar abzeichnet, bleibt die Aktie tendenziell in einer Konsolidierungsphase, in der vor allem die genannten technischen Marken den kurzfristigen Kursverlauf prägen.
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