Ultrahuman, Ring

Ultrahuman Ring Pro: Comeback auf dem US-Markt nach Verbot

22.02.2026 - 07:54:12 | boerse-global.de

Der Wearable-Hersteller Ultrahuman hat die FCC-Freigabe für seinen neuen Ring Pro erhalten und plant die Rückkehr auf den US-Markt nach einem Patentstreit mit Oura.

Nach einem Verkaufsverbot in den USA plant der indische Health-Tech-Pionier Ultrahuman mit einem neuen Gerät die Rückkehr in den Schlüsselmarkt. Eine Zulassung der US-Behörden liegt bereits vor.

Bengaluru – Der Weg für ein Comeback ist frei: Der Wearable-Hersteller Ultrahuman hat die regulatorische Hürde für die Markteinführung seines neuen Ultrahuman Ring Pro in den USA genommen. Das geht aus einer Mitte Februar aufgetauchten Zulassung bei der US-Funkaufsichtsbehörde FCC hervor. Der Schritt markiert eine strategische Kehrtwende für das Unternehmen. Sein Vorgängermodell, der Ring AIR, war im Oktober 2025 nach einem Patentstreit mit dem Konkurrenten Oura mit einem Einfuhr- und Verkaufsverbot in den USA belegt worden. Branchenbeobachter rechnen nun mit einem Start des neuen Rings bereits im März oder April 2026.

Vom Verbot zum Neustart: Eine schnelle Antwort

Das Verbot durch die US-Handelskommission ITC hatte Ultrahuman vom größten und umsatzstärksten Einzelmarkt abgeschnitten. Die Entscheidung fiel im Rahmen eines Patentverletzungsverfahrens zu Gunsten von Oura. Ultrahuman kündigte damals umgehend die Entwicklung einer neuen, patentfreien Ring-Generation an. Die nun vorliegende FCC-Freigabe für den Ring Pro belegt den schnellen Fortschritt dieses Plans. Sie zeigt, wie das Unternehmen seine Strategie für den Wiedereintritt in den hart umkämpften US-Markt für Wearables umsetzt.

Das steckt im neuen Ultrahuman Ring Pro

Die Unterlagen verraten erste Details zum Nachfolger. Die Bezeichnung „Pro“ deutet auf ein Premium-Modell hin. Erhältlich sein soll der Ring in neuen Oberflächen wie Pro Raw Titanium, Pro Matte Grey und Pro Aster Black. Die Konnektivität läuft über Bluetooth Low Energy.

Welche Sensoren genau verbaut sind, bleibt offen. Doch die notwendige Neukonstruktion, um Patentkonflikte zu vermeiden, nährt Spekulationen über verbesserte Technik. Analysten halten ein erweitertes Sensor-Set für zuverlässigere Messwerte für wahrscheinlich. Auch NFC für kontaktloses Bezahlen wird als mögliche neue Funktion gehandelt. Da die FCC-Freigabe nun vorliegt, könnte der offizielle Launch noch vor Mai 2026 erfolgen, wenn die Vertraulichkeitsfrist der Unterlagen endet.

Das Erbe des Ring AIR: Tracking ohne Abo

Der neue Ring Pro wird auf dem Konzept seines erfolgreichen Vorgängers aufbauen. Der Ultrahuman Ring AIR hatte sich vor allem durch sein abofreies Geschäftsmodell einen Namen gemacht – ein entscheidender Unterschied zu vielen Konkurrenten, die monatliche Gebühren verlangen.

Das Leichtgewicht aus Titan verfolgt kontinuierlich Biomarker wie Herzfrequenzvariabilität (HRV), Hauttemperatur und Schlafphasen. Die dazugehörige App verdichtet die Daten zu handlungsorientierten Scores. Besondere Software-Features wie „Brain Waste Clearance“ (eine Schätzung der nächtlichen Gehirn-Regeneration) und der „Ultra Age“-Score, der ein biologisches Alter berechnet, rundeten das Angebot ab.

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Marktimpact: Neuer Schub für den Ring-Markt?

Der offizielle Preis für den Ring Pro ist noch nicht bekannt. Als Richtwert gilt der Listenpreis des Ring AIR von rund 349 US-Dollar. Ultrahumans Rückkehr könnte den Wettbewerb im Smart-Ring-Segment neu anfachen. Das Unternehmen bietet eine Premium-Alternative ohne monatliche Zusatzkosten und trifft damit einen Nerv bei gesundheitsbewussten Verbrauchern.

Der Launch wird der Bewährungsprobe für Ultrahuman. Kann das Unternehmen mit dem redesigneten Produkt an frühere Erfolge anknüpfen und Marktanteile zurückgewinnen? Die Entwicklung wird 2026 sicher zu den spannendsten Stories in der Wearable-Branche gehören.

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