UBTECHs, Walker

UBTECHs Walker S2: Humanoid-Roboter erobern die Fabrikhallen

18.01.2026 - 05:00:12

Die Ära der humanoiden Industrieroboter hat begonnen. Das chinesische Unternehmen UBTECH hat mit der Massenauslieferung seines zweibeinigen Roboters Walker S2 einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Die Technologie, lange Zeit Science-Fiction, wird nun in der realen Produktion wirtschaftlich tragfähig.

Im November 2025 startete UBTECH die Serienproduktion des Walker S2. Hunderte Einheiten wurden bereits an erste Industriekunden ausgeliefert. Bis Jahresende 2025 sollte die Zahl auf 500 steigen – ein Ziel, das planmäßig erreicht wurde. Der Markt honoriert den Schritt: Seit Anfang 2025 erhielt UBTECH Aufträge für seine Walker-Serie im Wert von über 800 Millionen Yuan (rund 100 Millionen Euro). Darunter sind Großaufträge von Automobilherstellern und ein 159-Millionen-Yuan-Deal für den Einsatz in einem Datenerfassungszentrum.

Was macht den Roboter so besonders? Der Walker S2 kann seine Batterien eigenständig wechseln. Diese Fähigkeit ist entscheidend für den unterbrechungsfreien 24/7-Betrieb in modernen Fabriken und minimiert Stillstandszeiten.

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Die neuen Kollegen in die Smart Factory

Vor allem die Automobilindustrie setzt auf den neuen Roboter. Schwergewichte wie BYD, Geely, Dongfeng und Joint Ventures von FAW-Volkswagen und Audi testen den Walker S2 bereits für Aufgaben in der Qualitätskontrolle, Montageunterstützung und im Handling. Doch nicht nur dort kommt er zum Einsatz. Auch Logistikkonzerne wie Foxconn und SF Express nutzen ihn in ihren intelligenten Fabriken und Lagern.

Der Schlüssel zur schnellen Integration liegt in der mitgelieferten Software. UBTECHs Plattformen BrainNet und Co-Agent ermöglichen die nahtlose Anbindung an bestehende Systeme. Der Roboter plant Aufgaben autonom und erkennt Anomalien. UBTECH verkauft damit nicht nur Hardware, sondern eine komplette betriebsbereite Lösung – ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz in der Industrie.

Skalierung senkt die Kosten dramatisch

Die Nachfrage ist da, jetzt muss die Produktion mithalten. UBTECH verfolgt einen aggressiven Expansionsplan: Die Jahreskapazität für industrielle Humanoid-Roboter soll 2026 auf 5.000 Einheiten steigen. Ein Jahr später sind bereits 10.000 Einheiten pro Jahr geplant.

Diese massive Steigerung des Volumens wird die Kosten pro Einheit drücken. Unternehmensschätzungen gehen von jährlichen Kostensenkungen zwischen 20 und 30 Prozent aus. Erst diese Wirtschaftlichkeit macht den Einsatz der Roboter für ein breiteres Anwendungsspektrum attraktiv. Der Erfolg schlägt sich in den Zahlen nieder: Humanoid-Roboter machen inzwischen über 30 Prozent des Gesamtumsatzes von UBTECH aus – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr.

Die Zukunft ist zweibeinig – aber nicht fehlerfrei

Der Wettlauf um die kommerzielle Nutzung humanoider Roboter ist in vollem Gange. Die Automobilfertigung dient dabei als primäres Testfeld für Unternehmen in China und den USA. UBTECHs Massenauslieferung ist ein bedeutender Schritt, doch die Branche weiß: Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen.

Herausforderungen wie die begrenzte Akkulaufzeit oder die Notwendigkeit, dass menschliche Operatoren bei Fehlern remote eingreifen müssen, sind noch nicht vollständig gelöst. Jedes dieser Eingriffe liefert jedoch wertvolle Daten, um die autonomen Fähigkeiten der Roboter weiter zu trainieren und zu verbessern.

Die Branche steht 2026 vor einem exponentiellen Wachstum. Die Daten aus den realen Einsätzen des Walker S2 werden die Leistung verfeinern und die Entwicklung von Schwarmintelligenz vorantreiben. Die Vision vom vollautonomen, universell einsetzbaren Humanoid-Roboter mag noch in weiter Ferne liegen. Doch die Integration zweibeiniger Maschinen in die globale Industrielandschaft ist keine Frage des ob mehr, sondern nur noch des wann.

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