Uber, Milliarden

Uber investiert Milliarden in Rivian für 50.000 Robotaxis

20.03.2026 - 04:48:39 | boerse-global.de

Uber und Rivian schließen milliardenschwere Allianz für selbstfahrende Elektro-SUVs. Bis zu 50.000 Robotaxis sollen ab 2028 exklusiv für das Uber-Netzwerk geliefert werden.

Uber investiert Milliarden in Rivian für 50.000 Robotaxis - Foto: über boerse-global.de
Uber investiert Milliarden in Rivian für 50.000 Robotaxis - Foto: über boerse-global.de

Uber und Rivian schmieden eine strategische Allianz für den autonomen Fahrdienst. Das Ziel: Zehntausende selbstfahrende Elektro-SUVs bis 2031 auf die Straße bringen.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber und der Elektroauto-Hersteller Rivian haben eine der bisher größten Partnerschaften für autonomes Fahren angekündigt. Kern des Deals ist eine Investition von bis zu 1,25 Milliarden Euro durch Uber in Rivian. Im Gegenzug soll der Autobauer bis zu 50.000 selbstfahrende Robotaxis vom Typ R2 exklusiv für das Uber-Netzwerk liefern. Die ersten Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer sollen 2028 in San Francisco und Miami starten.

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Finanzierung an Meilensteine geknüpft

Die milliardenschwere Vereinbarung ist an klare Bedingungen gebunden. Zunächst fließen 300 Millionen Euro von Uber an Rivian, sobald die regulatorischen Genehmigungen vorliegen. Die restlichen Gelder bis zur Höchstsumme von 1,25 Milliarden Euro werden schrittweise bis 2031 freigegeben – aber nur, wenn Rivian vereinbarte technische und sicherheitsrelevante Meilensteine rechtzeitig erreicht.

Uber oder seine Flottenpartner verpflichten sich zunächst zum Kauf von 10.000 vollautonomen Rivian R2. Ab 2030 besteht eine Option auf bis zu 40.000 weitere Fahrzeuge. Die exklusive Verfügbarkeit über die Uber-App soll dem Konzern einen klaren Wettbewerbsvorteil im hart umkämpften Markt für autonome Fahrten verschaffen.

Die Börse reagierte gespalten: Während die Rivian-Aktie nach der Ankündigung um 10 Prozent zulegte, blieb der Uber-Kurs weitgehend unverändert. Konkurrent Tesla verlor leicht.

Rollout ab 2028 in Europa und Nordamerika

Der Start ist für 2028 in den Pilotstädten San Francisco und Miami geplant. Dort wird der Rivian R2 direkt mit Robotaxi-Flotten von Waymo (Alphabet) und anderen Anbietern konkurrieren. Bei erfolgreichem Verlauf soll der Dienst bis Ende 2031 auf 25 Städte in den USA, Kanada und Europa ausgeweitet werden.

Die Wahl des R2 SUV bringt eine neue Fahrzeugklasse in den Markt. Das robuste Geländewagen-Design unterscheidet sich deutlich von den bisher vorherrschenden Limousinen oder speziellen Pods. Doch der Vormarsch der Robotaxis stößt auch auf Widerstand. Gewerkschaften von Uber- und Lyft-Fahrern reichten diese Woche bereits eine Beschwerde bei der kalifornischen Regulierungsbehörde ein. Sie warnen vor Jobverlusten durch die fortschreitende Automatisierung.

Rivians Technologie als Schlüssel

Grundlage der Partnerschaft ist Rivians eigene Autonomie-Plattform der dritten Generation. Sie kommt ab Dezember 2025 im R2 zum Einsatz. Das System kombiniert elf Hochleistungskameras, fünd Radarsensoren und ein LiDAR zur Umfelderkennung.

Die Rechenleistung liefern zwei hauseigene RAP1-Chips, die für bis zu 1.600 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) ausgelegt sind. Diese Hardware soll Level-4-Autonomie ermöglichen – das Fahrzeug kommt also in definierten Gebieten ganz ohne menschlichen Eingriff aus.

Uber betont besonders Rivians vertikale Integration als entscheidenden Vorteil. Das Unternehmen entwickelt Fahrzeug, Computer-Hardware und Software in eigener Regie und kontrolliert die Lieferkette in den USA. Das gibt Uber die Zuversicht, die ehrgeizigen Auslieferungsziele zu erreichen.

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Strategische Wende für beide Partner

Für Uber markiert der Deal eine weitere Zäsur in seiner autonomen Strategie. Nach dem Verkauf der eigenen, kostspieligen Selbstfahr-Abteilung 2020 setzt der Konzern nun voll auf Partnerschaften. Neben Rivian bestehen bereits Kooperationen mit Waymo, Zoox und Lucid Motors. Die Rivian-Allianz ist jedoch die mit Abstand kapitalintensivste und bindet Uber enger an die Risiken der Hardware-Produktion.

Rivian sichert sich durch den Deal nicht nur dringend benötigtes Kapital, sondern auch einen garantierten Großabnehmer für sein R2-Modell. Das Image des Herstellers wandelt sich damit vom Nischen-Anbieter für Abenteuerfahrzeuge zum zentralen Akteur der urbanen Mobilität.

Der Erfolg hängt nun an der Bewältigung enormer Herausforderungen: Rivian muss die Massenproduktion des R2 stemmen und gleichzeitig die Software zur Serienreife bringen. Uber investiert parallel Hunderte Millionen Euro in den Bau spezieller Lade-Hubs für die Elektroflotte. Gelingt das Vorhaben, könnte es nicht nur die Emissionen in Städten senken, sondern die Ökonomie des gesamten Transportsektors neu definieren.

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