TUI Aktie: Schiffe frei, Kurs fällt
21.04.2026 - 11:24:00 | boerse-global.deZwei Kreuzfahrtschiffe entkommen dem Persischen Golf — und die TUI-Aktie fällt trotzdem. Das ist kein Widerspruch, sondern die Logik des aktuellen Moments.
Bedrohte Passage, glückliches Ende
„Mein Schiff 4" und „Mein Schiff 5" saßen sieben Wochen fest: eines in Abu Dhabi, das andere in Doha. Am Samstag durchquerten beide Schiffe gemeinsam mit der „MSC Euribia" im Konvoi die Straße von Hormus — ohne Passagiere, mit kleiner Crew.
Die Fahrt war alles andere als entspannt. Iranische Revolutionsgarden drohten den Schiffen laut Kapitän über Funk mit Beschuss. Beide Kreuzer passierten die Meerenge mit hoher Geschwindigkeit unbeschadet.
Das Zeitfenster war eng. Die USA und der Iran hatten kurz zuvor eine Öffnung der Meerenge verkündet. Noch am selben Tag machte ein Sprecher des iranischen Streitkräftehauptquartiers die Ankündigung wieder rückgängig.
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Langer Weg nach Hause
Die Route zurück ins Mittelmeer führt jetzt südlich um den afrikanischen Kontinent. Ende April legen die Schiffe in Kapstadt an — für Proviant und Crew-Aufstockung. Ab Mitte Mai sollen beide Schiffe wieder regulär ab Triest und Heraklion fahren.
Das rettet zumindest das Sommergeschäft. Für gebuchte Passagiere gibt es damit wieder Planungssicherheit.
Warum die Aktie trotzdem fällt
Kein Kurssprung nach der Erfolgsmeldung. Die TUI-Aktie rutschte am Montag um 2,6 Prozent auf 7,33 Euro ab. Der Grund liegt nicht in den Schiffen, sondern im geopolitischen Umfeld.
Am Mittwoch läuft der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran aus. Die erneute Schließung der Straße von Hormus treibt die Energiepreise: Brent verteuerte sich um sieben Prozent auf knapp 97 US-Dollar je Barrel. Höhere Treibstoffkosten treffen Reisekonzerne direkt.
Prognose hält, Buchungen schwächeln
Operativ bleibt TUI bei seiner Jahresprognose. Das bereinigte operative Ergebnis soll um sieben bis zehn Prozent wachsen, der Umsatz um bis zu vier Prozent zulegen.
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Die Buchungslage für den Sommer 2026 liegt allerdings rund zwei Prozent unter Vorjahresniveau. Geopolitische Unsicherheiten und Störungen auf Flugrouten belasten das Geschäft weiter.
Wie stark die sieben ausgefallenen Wochen im nächsten Quartalsbericht zu Buche schlagen, wird TUI mit den nächsten Zahlen konkretisieren.
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