TUI, Aktie

TUI Aktie: Doppelbelastung durch Nahost-Krise

13.03.2026 - 00:18:34 | boerse-global.de

TUI muss trotz Rekordquartal Evakuierungen und ein geplatztes Hotelprojekt verkraften. Der steigende Ölpreis erhöht die Kosten, während die Aktie deutlich an Wert verliert.

TUI Aktie: Doppelbelastung durch Nahost-Krise - Foto: über boerse-global.de
TUI Aktie: Doppelbelastung durch Nahost-Krise - Foto: über boerse-global.de

Evakuierungen, ein geplatztes Wachstumsprojekt und ein Ölpreis über 100 Dollar — TUI trifft es gerade von mehreren Seiten gleichzeitig. Dabei war der Konzern fundamental stark ins Jahr 2026 gestartet. Der Kontrast könnte kaum größer sein.

Zwei Schiffe, keine Route zurück

TUI Cruises hat die Evakuierung aller Passagiere von Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 abgeschlossen. Die Schiffe lagen in Abu Dhabi und Doha fest — ausgelöst durch die militärische Eskalation zwischen Iran, den USA und Israel. Weitere Reisen beider Schiffe hat TUI Cruises vorerst abgesagt: Mein Schiff 4 bis einschließlich 23. März, Mein Schiff 5 bis zum heutigen Tag. Für den Sommer plant der Konzern, die Schiffe über die Route rund um Afrika zurück nach Europa zu führen, da eine Passage durch das Rote Meer als zu gefährlich gilt.

Parallel dazu verliert TUI ein strategisches Wachstumsprojekt. Die im September 2025 vereinbarte Kooperation mit der omanischen OMRAN Group — fünf neue Hotels in der Region Dhofar unter Marken wie Robinson, TUI Blue und RIU — ist auf Eis gelegt. OMRAN teilte mit, dass der vereinbarte Projektzeitplan bis zum 31. März 2026 nicht mehr einzuhalten ist. Auch die geplante 1,4-prozentige OMRAN-Beteiligung an TUI fällt damit vorerst weg.

Starkes Q1, trüber Ausblick

Das Timing ist ungünstig. Im ersten Geschäftsquartal 2026 hatte TUI das beste Ergebnis seiner Geschichte gemeldet: Das bereinigte EBIT stieg auf 77,1 Millionen Euro, nach 50,9 Millionen Euro im Vorjahr. 7,1 Millionen Gäste buchten eine Reise — ein Plus von 2,2 Prozent. Die Jahresziele, ein Umsatzplus von 2 bis 4 Prozent und ein EBIT-Wachstum von 7 bis 10 Prozent, bestätigte TUI bislang.

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Reicht die operative Stärke aus dem Jahresauftakt, um die laufenden Krisenkosten abzufedern? Die Gleichung wird schwieriger: Brent-Öl überschritt heute die 100-Dollar-Marke, was die Kerosinkosten für Flug- und Kreuzfahrtbetrieb direkt belastet. TUI-Chef Ebel rechnet mit vorübergehender Buchungszurückhaltung für die Golfregion und spricht von „einigen Monaten", bis sich die Lage normalisiert. Reisende weichen derweil auf Alternativen wie die Karibik aus.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 26 Prozent verloren und notiert mit deutlichem Abstand unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 8,11 Euro. Am 13. Mai legt TUI den Halbjahresbericht vor — dann werden auch die Sommerbuchungen ein klareres Bild liefern, wie stark die Nahost-Krise das Gesamtgeschäft tatsächlich trifft.

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