TSMC, Aktie

TSMC Aktie: Rekordumsatz in Reichweite

09.04.2026 - 10:19:54 | boerse-global.de

Der Halbleiterriese TSMC steht vor einem weiteren Rekordquartal mit bis zu 38 Prozent Umsatzwachstum, getrieben durch starke Nachfrage nach modernsten Chips und ambitionierte Investitionen.

TSMC Aktie: Rekordumsatz in Reichweite - Foto: über boerse-global.de

Morgen veröffentlicht TSMC die Umsatzzahlen für März 2026 — und die Erwartungen sind hoch. Nach einem Jahresstart mit 37 Prozent Wachstum im Januar und 22 Prozent im Februar könnte der März ein weiteres Rekordergebnis liefern. Das erste Quartal insgesamt dürfte die Marke von einer Billion Neuen Taiwan-Dollar deutlich übertreffen.

Prognose: 38 Prozent Wachstum im Jahresvergleich

TSMC selbst hat für das erste Quartal einen Umsatz zwischen 34,6 und 35,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Der Mittelpunkt dieser Spanne entspricht einem Jahreswachstum von 38 Prozent. Am 16. April folgt dann die vollständige Quartalspräsentation — dort werden Analysten vor allem auf Margenentwicklung und Investitionsplanung schauen.

Das Kapitalbudget für 2026 hat TSMC bereits auf 52 bis 56 Milliarden US-Dollar angehoben, rund 30 Prozent mehr als die 40,9 Milliarden im Vorjahr. Treiber sind die wachsende Nachfrage nach 3-Nanometer- und 2-Nanometer-Chips. Die N2-Kapazität soll bis 2027 verdoppelt werden — dieser Knoten gilt intern als künftig größter Umsatzbringer.

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Engpässe und geopolitische Risiken

Das eigentliche Problem ist kein Nachfragerückgang, sondern das Gegenteil: Die Produktionskapazitäten reichen nicht aus. Broadcom hat das öffentlich bestätigt, institutionelle Investoren sehen die Nachfrage weiterhin über dem Angebot. TSMC reagiert mit beschleunigtem Ausbau — sowohl in Taiwan als auch in den USA, wo die Fabs möglicherweise früher als geplant fertiggestellt werden.

Im Handelsstreit mit Washington hat sich die Lage stabilisiert. Unter dem aktuellen US-Taiwan-Rahmenabkommen sinkt der Zollsatz auf taiwanesische Waren auf 15 Prozent. Taiwanesische Halbleiterproduzenten, die in US-Kapazitäten investieren, können zudem bis zum 2,5-fachen ihrer geplanten Kapazität zollfrei importieren. Für Hyperscaler wie Amazon, Google und Microsoft plant das US-Handelsministerium zusätzliche Ausnahmen, geknüpft an Investitionszusagen von TSMC.

Weniger entspannt ist die Energielage. Der Iran-Konflikt belastet die globalen Energieflüsse durch die Straße von Hormus, über die rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transports laufen. Taiwan importiert fast 95 Prozent seines Energiebedarfs, Erdgas deckt knapp 48 Prozent der Stromerzeugung ab. Wie TSMC steigende Energiekosten in die Preisgestaltung einbaut und die Bruttomarge langfristig über 53 Prozent hält, dürfte eines der zentralen Themen beim Earnings Call am 16. April werden.

Die März-Umsatzzahlen von morgen sind der erste konkrete Datenpunkt, der zeigt, ob TSMCs eigene Wachstumsprognose von knapp 30 Prozent für das Gesamtjahr 2026 auf Kurs liegt.

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