TransAlta Aktie: Dividende rauf, Gewinn runter
27.02.2026 - 14:06:58 | boerse-global.deTransAlta präsentierte am heutigen Donnerstag die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 – und die fallen durchwachsen aus. Der kanadische Energieversorger rutschte unter dem Strich mit 190 Millionen Dollar ins Minus, nachdem 2024 noch ein Gewinn von 177 Millionen Dollar zu Buche stand. Der bereinigte Gewinn vor Steuern brach von 396 auf 181 Millionen Dollar ein. Verantwortlich für die schwache Entwicklung waren vor allem niedrige Strompreise in Alberta und eine gedämpfte Marktvolatilität, die dem Geschäftsmodell zusetzte.
Trotz der enttäuschenden Bilanz erhöht das Management die Dividende um acht Prozent auf 0,28 Dollar je Aktie – bereits die siebte jährliche Erhöhung in Folge. CEO John Kousinioris betont, der Free Cashflow von 514 Millionen Dollar habe die Mitte der Prognosespanne erreicht, was die Ausschüttungspolitik stütze.
Datacenter-Deal soll Kurswende bringen
Zeitgleich mit den Zahlen verkündete TransAlta eine Absichtserklärung mit dem Canada Pension Plan und Brookfield für ein großes Rechenzentren-Projekt am Keephills-Standort. Der erste Bauabschnitt sieht einen langfristigen Stromliefervertrag über 230 Megawatt vor, weitere Ausbaustufen könnten bis zu einem Gigawatt erreichen. TransAlta fungiert als exklusiver Standort- und Stromlieferant – ein strategischer Coup, der künftig stabile Einnahmen verspricht.
Die bestehende Infrastruktur am Keephills-Gelände mit Übertragungsnetzen, Erdgas- und Wasserversorgung sowie eigener Stromerzeugung macht den Standort attraktiv. Allerdings steht das Projekt unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und finaler Vertragsabschlüsse.
Zukauf in Ontario, Ausblick gedämpft
Anfang Februar schloss TransAlta die Übernahme von Far North Power für 95 Millionen Dollar ab. Die vier erdgasbefeuerten Anlagen in Ontario bringen zusätzlich 310 Megawatt Kapazität und heben die Gesamtkapazität der Provinz auf 1.384 Megawatt. Die Integration soll durchschnittlich 30 Millionen Dollar an bereinigtem EBITDA pro Jahr beisteuern.
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Für 2026 senkt das Unternehmen die Erwartungen deutlich: Das bereinigte EBITDA soll zwischen 950 und 1.050 Millionen Dollar landen, verglichen mit 1.104 Millionen im Vorjahr. Beim Free Cashflow rechnet TransAlta mit 350 bis 450 Millionen Dollar – ein Rückgang gegenüber den 514 Millionen aus 2025. Belastend wirken das Ende der Kohleverstromung in Centralia, niedrigere Hedge-Preise im Alberta-Gasportfolio und höhere Brennstoffkosten.
Am 30. April übergibt CEO Kousinioris den Staffelstab an Finanzchef Joel Hunter. Die Aktie notiert aktuell bei 12,86 Dollar und liegt damit 28 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 17,88 Dollar. Ob der Rechenzentren-Deal und die Ontario-Akquisition den Turnaround einleiten, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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