Traditionelle Medizin: Akupressur erobert Gesundheitswesen
22.02.2026 - 13:40:12 | boerse-global.deNeue Studien und Leitlinien belegen: Druck auf bestimmte Punkte lindert Erschöpfung und chronische Schmerzen – und gewinnt an klinischer Relevanz.
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) festigt ihren Platz in der modernen Gesundheitsversorgung. Zwei aktuelle Entwicklungen unterstreichen ihre Wirksamkeit – von der Alltagsermüdung bis zur klinischen Onkologie. Eine am 21. Februar 2026 veröffentlichte öffentliche Gesundheitsleitlinie zeigt konkrete Akupressur-Punkte gegen post-feriale Erschöpfung. Zeitgleich belegt eine neue randomisierte Studie im European Journal of Integrative Medicine, dass selbst durchgeführte Akupressur bei Krebspatienten Schlafqualität verbessert und Schmerzen reduziert. Eine wachsende medizinische Anerkennung für nicht-pharmakologische Therapien zeichnet sich ab.
Kampf dem Durchhänger: Akupressur gegen die Ferienmüdigkeit
Die jüngste Leitlinie adressiert ein weit verbreitetes Phänomen: die bleierne Müdigkeit nach Festtagen und Urlauben. Gesundheitsexperten führen diese auf einen gestörten Biorhythmus durch üppiges Essen, Alkohol und unregelmäßigen Schlaf zurück. Aus Sicht der TCM führt dieser Lebenswandel zu einer Stagnation des Qi – der vitalen Lebensenergie – und des Blutflusses. Das Verdauungssystem wird überlastet, die essentielle Yang-Energie erschöpft.
Als Gegenmaßnahme empfiehlt die Leitlinie tägliche Akupressur, um blockierte Meridiane zu befreien. Im Fokus steht der Baihui-Punkt (GV20) am Scheitel des Kopfes. Sanfter Druck soll die Yang-Energie stärken, mentale Trägheit vertreiben und Spannungskopfschmerzen lindern. Weitere Punkte am inneren Unterarm und am Unterschenkel beruhigen das Nervensystem, reduzieren Unruhe und stellen die Vitalität wieder her – ganz ohne Medikamente. Besonders hervorgehoben werden:
* Sanyinjiao (über dem Innenknöchel): Reguliert die Durchblutung und verbessert den Schlaf.
* Zusanli (unterhalb des Knies): Stärkt die Milz und unterstützt das Immunsystem.
Wissenschaftlicher Beleg: Studie zeigt Wirkung bei Krebspatienten
Neben der Wellness-Anwendung erhält die klinische Praxis starke empirische Unterstützung. Eine im Februar 2026 veröffentlichte Studie untersuchte die Wirkung von Selbst-Akupressur bei Patienten mit multiplen Myelom. Die von den klinischen Forschern Gülcan Bahçecioğlu Turan und Melih Ulupınar geleitete Arbeit lieferte konkrete Daten.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Patienten in der Akupressur-Gruppe zeigten einen statistisch signifikanten Rückgang der Schmerzen. Zudem verbesserten sich ihre Werte im Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) deutlich gegenüber der Kontrollgruppe. Die Forscher schlussfolgern: Selbst-administrierte Akupressur ist eine hochwirksame, sichere und zugängliche Komplementärtherapie. Sie befähigt Patienten, ihre Symptomkontrolle selbst in die Hand zu nehmen, und kann so die Abhängigkeit von klassischen Schmerzmitteln und deren Nebenwirkungen verringern.
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Wie wirkt Akupressur? Brücke zwischen Meridianen und Neurobiologie
Die Wirksamkeit dieser Anwendungen gründet auf den Prinzipien der TCM. Demnach basiert Gesundheit auf dem ungehinderten Fluss des Qi durch ein Netzwerk von vierzehn Hauptmeridianen. Stress, schlechte Ernährung oder emotionale Belastung können diese Bahnen blockieren – was sich als Schmerz, Erschöpfung oder Krankheit manifestiert.
Akupressur nutzt dieselbe „Landkarte“ wie die Akupunktur, ersetzt aber die Nadeln durch manuellen Druck. Das Stimulieren spezifischer Punkte soll Energieblockaden lösen und den Fluss von Qi und Blut wiederherstellen. Moderne physiologische Erklärungen deuten darauf hin, dass der Druck das Zentralnervensystem anregt und die Ausschüttung von Endorphinen sowie Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin auslöst. Diese Brücke zwischen alter Meridian-Lehre und heutiger Neurobiologie erklärt, warum Druck auf einen Punkt am Handgelenk systemische Probleme wie Übelkeit oder Angst lindern kann.
Paradigmenwechsel: TCM findet Einzug in die Regelversorgung
Die parallele Veröffentlichung von öffentlicher Leitlinie und klinischer Onkologie-Studie illustriert einen bedeutenden Wandel im Gesundheitswesen. Analysten beobachten, dass etablierte Medizin komplementäre Therapien mit geringem Risiko und hohem Nutzen zunehmend akzeptiert – besonders in Onkologie und Schmerzmanagement.
Medizinische Einrichtungen erkennen: Während Pharmaka für die Akutversorgung unverzichtbar bleiben, braucht das chronische Symptom-Management nachhaltigere Ansätze. Selbst durchgeführte Akupressur schließt diese Lücke. Sie gibt Patienten ein sofort einsetzbares, kostengünstiges Werkzeug an die Hand und entlastet so das Gesundheitssystem. Der Fokus auf Selbstfürsorge stärkt zudem das Gefühl der Selbstwirksamkeit bei chronisch Kranken. Experten gehen davon aus, dass weitere positive Studien die Integration der TCM in westliche klinische Leitlinien beschleunigen werden.
Die Zukunftsperspektive ist robust. Politikberater erwarten, dass medizinische Gremien Trainingsprogramme für Selbst-Akupressur in der Nachsorge etablieren werden. Der globale Markt für Komplementärmedizin dürfte weiter wachsen. Patienten können zudem mehr digitale Gesundheitsplattformen erwarten, die geführte Akupressur-Routinen für spezifische Beschwerden anbieten. Die Grenze zwischen östlicher Tradition und westlicher Schulmedizin wird zunehmend durchlässiger – zum Vorteil einer umfassenderen, patientenzentrierten Gesundheitsversorgung.
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