TotalEnergies Aktie: Milliarde gegen Steuer
05.04.2026 - 06:26:53 | boerse-global.deStrategisch positioniert, politisch angezählt: TotalEnergies steckt mitten in einem Spannungsfeld zwischen außerordentlichen Krisengewinnen und drohenden EU-Sonderabgaben. Die Kombination macht den Konzern derzeit zu einem der interessantesten — und umstrittensten — Energiewerte in Europa.
Wie TotalEnergies die Hormus-Krise nutzte
Als der Iran im März 2026 die Straße von Hormus blockierte und die Ölpreise nach oben schossen, war TotalEnergies bereits vorbereitet. Laut Daten von S&P Global hatte der Konzern vorab 77 Ölladungen gesichert — vorwiegend Murban- und Oman-Öl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman, insgesamt rund 35 Millionen Barrel. Analysten schätzen den daraus resultierenden Zusatzgewinn auf 30 bis 40 US-Dollar pro Barrel, was im März allein über eine Milliarde US-Dollar eingebracht haben soll.
Bemerkenswert dabei: Gleichzeitig waren rund 15 Prozent der eigenen Förderung in der Region blockiert. Das Handelsgeschäft federte diesen Ausfall mehr als ab.
Brüssel plant die Gegenrechnung
Genau diese Art von Krisengewinn treibt europäische Regierungen auf die Barrikaden. Am 4. April 2026 lancierten Deutschland, Spanien, Italien, Österreich und Portugal eine gemeinsame Initiative für ein neues EU-Steuerinstrument. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und seine Amtskollegen fordern eine Sonderabgabe auf außerordentliche Gewinne von Energiekonzernen — finanziert werden sollen damit Entlastungen bei Inflation und Kraftstoffpreisen.
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Als Blaupause dient die EU-Solidaritätsabgabe von 2022, die 33 Prozent auf Gewinne vorsah, die mehr als 20 Prozent über dem Vierjahresschnitt lagen. Ob die EU-Kommission dem aktuellen Vorstoß folgt, ist offen. Sollte sie es tun, dürfte das die Nettomarge des Konzerns spürbar belasten.
Jefferies sieht Kursziel bei 93 Euro
Trotz der politischen Risiken zeigen sich Analysten kurzfristig optimistisch. Jefferies hob am 2. April das Kursziel deutlich von 78 auf 93 Euro an und bekräftigte die Kaufempfehlung. Analyst Mark Wilson begründete dies mit kräftig steigenden Cashflows im ersten Quartal 2026, getragen vom hohen Ölpreisniveau.
Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 80,01 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 41 Prozent zugelegt. Das neue Jefferies-Kursziel impliziert damit noch weiteres Aufwärtspotenzial — sofern die Steuerpläne in Brüssel nicht an Fahrt gewinnen.
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Zusätzlichen Rückenwind liefert der angespannte Dieselmarkt: In Europa überstieg der Dieselpreis zuletzt die 200-Dollar-Marke pro Barrel, den höchsten Stand seit März 2022. Da mehr als die Hälfte der europäischen Dieselimporte aus dem Nahen Osten stammt, profitiert TotalEnergies von hoher Raffinerieauslastung — steht aber zugleich unter dem Druck steigender Rohstoffkosten. Das politische Risiko durch eine mögliche EU-Übergewinnsteuer bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor für die weitere Kursentwicklung.
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