TomTom-Studie: Deutsche Städte versinken 2025 noch tiefer im Stau
21.01.2026 - 18:10:12Berlin verteidigt seinen traurigen Titel als Stau-Hauptstadt, doch auch andere Metropolen kämpfen mit wachsender Verkehrslast. Eine aktuelle Analyse des Navigationsspezialisten TomTom zeigt: Die Geduld der Autofahrer wurde im vergangenen Jahr erneut auf eine harte Probe gestellt. Die schrittweise Rückkehr ins Büro, die Stadtflucht und immer größere Fahrzeuge treiben die Verkehrsbelastung in den meisten der 29 untersuchten Städte nach oben.
Berlin führt unrühmliche Rangliste an, Nürnbergs Zentrum lahmt
Die Zahlen für 2025 sind eindeutig. Im Großraum Berlin benötigten Autofahrer durchschnittlich 40 Prozent mehr Zeit als bei freier Fahrt – ein Anstieg um sieben Prozentpunkte gegenüber 2024. Über das Jahr summierten sich die verlorenen Stunden auf 79. Den geteilten zweiten Platz belegen Essen und Hamburg mit einem Staulevel von jeweils 39 Prozent.
Ein noch dramatischeres Bild zeigt sich in den Innenstädten. Hier ist Nürnberg trauriger Spitzenreiter: Der Verkehr floss hier um 50 Prozent langsamer als unter optimalen Bedingungen. In Frankfurt am Main wurde mit nur 20,3 km/h die langsamste Durchschnittsgeschwindigkeit aller Zentren gemessen. Am anderen Ende der Skala stehen Kassel und Karlsruhe mit vergleichsweise entspannten 23 Prozent Stauanteil.
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Homeoffice-Ende und Stadtflucht befeuern den Verkehr
Was treibt die Verkehrslawine an? Die TomTom-Analysten identifizieren einen Mix aus Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt das Ende der Homeoffice-Ära. Immer mehr Firmen drängen auf Präsenz, was die Pendlerströme zu den Stoßzeiten anschwellen lässt. Dieser Trend wird durch die „Stadtflucht“ verstärkt: Wegen hoher Mieten ziehen viele ins Umland – die Wege zur Arbeit werden länger und sind oft auf das Auto angewiesen.
Hinzu kommt der wachsende Bestand an großen Fahrzeugen wie SUVs, die mehr Platz beanspruchen. Die Studie stellt klar: Stau ist kein reines Großstadtproblem mehr, sondern erfasst zunehmend auch Mittelstädte. Eine marode Infrastruktur und zahlreiche Baustellen hemmen den Verkehrsfluss zusätzlich.
NRW als Stau-Hotspot, Kiel und Bochum als Lichtblicke
Die Analyse offenbart deutliche regionale Schwerpunkte. Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen: Mit Essen (Platz 2), Köln (7), Wuppertal (9) und Düsseldorf (10) liegen gleich vier Städte in den Top Ten. In Sachsen mussten Autofahrer in Leipzig und Dresden mit 131 bzw. 116 Stunden staubedingter Wartezeit extrem viel Geduld aufbringen.
Die größte Verschlechterung verzeichnete Bremen mit einem Anstieg des Staulevels um neun Prozentpunkte. Doch es gibt auch Ausnahmen: Kiel und Bochum sind die einzigen Städte, in denen der Verkehr 2025 flüssiger lief. In Bochum sank das Staulevel sogar um fünf Prozentpunkte.
Keine Entspannung in Sicht – Daten als Weckruf
Die TomTom-Daten zeigen: Die Verkehrssituation in den Ballungsräumen hat fast wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht. Die anonymisierten Daten aus Millionen Geräten sind ein wichtiges Werkzeug für Städteplaner. Doch die Herausforderung ist enorm. Experten erwarten keine schnelle Entspannung, solange Pendlerverhalten und Infrastruktur unverändert bleiben.
Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit, alternative Mobilitätskonzepte zu fördern und den öffentlichen Nahverkehr massiv auszubauen. Intelligente Verkehrsleitsysteme könnten die Effizienz der bestehenden Straßen steigern. Die digitale Verkehrsanalyse ist ein erster Schritt – doch nun sind politische Weichenstellungen gefragt, um die Straßen zu entlasten.
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