TKMS Aktie: Unbeschwertes Wachstum!
06.01.2026 - 09:09:23Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) startet mit klarer Ansage ins Börsenjahr 2026: Der Standort Wismar wird massiv ausgebaut, der Auftragsbestand liegt auf Rekordniveau und der gesamte Rüstungssektor erlebt eine kräftige Rotation nach oben. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen den operativen Hochlauf so umsetzen kann, wie er derzeit geplant ist.
Operativer Hochlauf in Wismar
Zum Wochenauftakt hat TKMS in Wismar einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Gestern traten dort über 140 neue Mitarbeiter ihren Dienst an, die Belegschaft wächst damit auf mehr als 400 Beschäftigte. Bis Ende 2029 soll die Zahl der Mitarbeiter auf bis zu 1.500 steigen – ein deutliches Signal für langfristiges Wachstum am Standort.
Parallel dazu läuft ein umfangreiches Investitionsprogramm an. Mehr als 200 Millionen Euro sollen in:
- die Modernisierung der Halleninfrastruktur
- den Aufbau einer neuen U-Boot-Produktionslinie
- die Entwicklung des Standorts zur Hybridwerft für U-Boot- und Überwasserprojekte
fließen. Wismar wird damit zu einem zentralen Pfeiler der TKMS-Strategie ausgebaut.
Rückendeckung bekommt dieser Expansionskurs von den Auftragsbüchern. Zum 30. September 2025 lag der Auftragsbestand bei rund 18,2 Milliarden Euro – ein Rekordwert. Zu den Schlüsselprojekten zählen unter anderem:
- Optionen für die U-Boot-Klasse 212CD für Deutschland
- Module für das Fregattenprogramm F127
- der Neubau des Forschungsschiffs Polarstern
Zusätzlich meldete die australische Tochter Sonartech Atlas Pty Ltd einen strategischen Auftrag im Volumen von 2,11 Millionen AUD vom Advanced Strategic Capabilities Accelerator (ASCA) der australischen Regierung. Das unterstreicht, dass TKMS nicht nur in Europa, sondern auch international im maritimen Verteidigungssegment gefragt ist.
Sektorrally und Neubewertung nach Spin-off
Die positiven Unternehmensmeldungen fallen in ein starkes Marktumfeld für Verteidigungswerte. Seit gestern läuft eine breite Aufwärtsbewegung im Sektor, angeführt von Rheinmetall, das neue Bundeswehr-Aufträge im Umfang von 4,2 Milliarden Euro gemeldet hat. In diesem Fahrwasser ziehen auch die Kurse von Hensoldt, Renk und TKMS an.
Ein weiterer Faktor: Nach dem vollzogenen Spin-off wird TKMS nun eigenständig bewertet. Der frühere Konglomeratsabschlag der Mutter Thyssenkrupp entfällt. In Finanzkreisen wird die Aktie daher bereits als möglicher „Double-Bagger“ für 2026 gehandelt – getragen von der Kombination aus geopolitisch getriebener Nachfrage und der operativen Skalierung in Wismar.
Strategisch setzt TKMS auf eine klare Nische: konventionelle U-Boote und eine Hybridwerft-Struktur mit hohen Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber. Die erfolgreiche Rekrutierung zahlreicher Fachkräfte in einem engen Arbeitsmarkt wird am Markt als Hinweis auf eine starke Arbeitgebermarke und eine hohe Umsetzungskompetenz des Managements gewertet.
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Charttechnik und Kennzahlen im Überblick
Der operative Rückenwind spiegelt sich zunehmend auch im Kursbild wider. Gestern schloss die Aktie bei 71,75 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen ergibt sich damit ein Plus von 8,38 Prozent, im laufenden Jahr steht ein Zuwachs von 3,39 Prozent zu Buche.
Charttechnisch lässt sich der aktuelle Anlauf einordnen:
- 50-Tage-Durchschnitt: 67,80 Euro
- Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: rund +5,8 %
- 52-Wochen-Hoch: 91,10 Euro
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: ca. -21 %
- 52-Wochen-Tief: 57,45 Euro
- Abstand zum 52-Wochen-Tief: knapp +25 %
- RSI (14 Tage): 32,4
- 30-Tage-Volatilität (annualisiert): 43,63 %
Damit notiert die Aktie spürbar über ihrem kurzfristigen Durchschnitt, liegt aber weiterhin deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch. Der RSI nahe 30 signalisiert, dass trotz der jüngsten Erholung aus technischer Sicht noch kein überkaufter Zustand vorliegt.
Kurzfristig profitieren die Papiere von der Rotation in Verteidigungswerte, die durch neue Spannungen – unter anderem in Venezuela – zusätzlichen Schub erhalten hat. Das hohe Auftragsvolumen sorgt zugleich für eine ungewöhnlich hohe Visibilität der Erlöse bis weit in das Jahr 2029 hinein.
Ausblick: Umsetzung entscheidet
Für die nächsten Monate richtet sich der Blick vor allem auf die Abarbeitung des 18,2-Milliarden-Euro-Backlogs. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei operative Hebel: die schnelle Integration der neuen Mitarbeiter in Wismar und die termingerechte Umsetzung des 200-Millionen-Euro-Investitionsprogramms.
Gelingt es TKMS, den Produktionshochlauf wie geplant zu skalieren und die großen Projekte – von U-Booten der Klasse 212CD über Fregattenmodule bis zur Polarstern – effizient abzuarbeiten, untermauert das die aktuelle Neubewertung. Gleichzeitig bleibt die Sektorstimmung ein wichtiger Treiber: Hält die Nachfrage nach maritimen Verteidigungssystemen an, könnte der Standort Wismar sich bis 2029 zum zentralen Werttreiber für die Aktie entwickeln.
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