TK-Studie: Zwei Drittel der Professoren leiden unter Dauerstress
10.03.2026 - 00:30:25 | boerse-global.deDie Techniker Krankenkasse (TK) und die LMU München präsentierten kürzlich alarmierende Zahlen zur psychischen Belastung im Wissenschaftsbetrieb. Ihre PROFESS-Studie zeigt: Knapp zwei Drittel der befragten Professorinnen und Professoren fühlen sich häufig oder dauerhaft gestresst. Die Ergebnisse schlagen auf einer Fachtagung in Köln hohe Wellen.
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Überlastung als Dauerzustand
Die von LMU-Forscherin Prof. Dr. Yvette Hofmann geleitete Studie liefert ein drastisches Bild. Über 85 Prozent der rund 2.290 befragten Lehrenden sehen ihre Gesundheit durch den Job gefährdet. Acht Prozent erlitten in den vergangenen sechs Monaten sogar ein Burnout.
Die Gründe sind vielfältig: Forschung, Lehre, Drittmittelakquise und Verwaltung jonglieren die Beschäftigten bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 54 Stunden. Die natürlichen Ressourcen zur Stressbewältigung sind bei vielen schlicht aufgebraucht.
Der Stress-Dominoeffekt
Ein zentrales Problem ist die Übertragung der Belastung. Gestresste Führungskräfte können keine gesunde Kultur vorleben. Das spüren auch die Teams: 62 Prozent der Professoren schätzen die Beanspruchung ihrer Mitarbeitenden als moderat bis deutlich ein. 27 Prozent halten sie für stark bis extrem.
Auch bei den Studierenden wird enormer Druck wahrgenommen, den 71 Prozent der Lehrenden so einschätzen. Experten warnen: Dieser Dominoeffekt ist nicht auf Hochschulen beschränkt. In der gesamten Wirtschaft führen überlastete Führungskräfte zu sinkender Produktivität und mehr Krankenständen.
Große Lücke bei Hilfsangeboten
Trotz des offensichtlichen Bedarfs klafft eine riesige Versorgungslücke. Rund 40 Prozent der Befragten erhalten keinerlei Unterstützung für Gesundheitsförderung durch ihre Institution. Nur jede fünfte Person weiß überhaupt, ob sich die eigene Einrichtung dafür engagiert.
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Diese Diskrepanz offenbart ein grundlegendes Missverständnis. Widerstandskraft entsteht nicht allein durch individuelle Anpassung. Sie braucht einen ganzheitlichen Ansatz, der Training mit strukturellen Veränderungen verbindet. Die Studienautoren fordern: Organisationen müssen mentale Gesundheit als strategische Managementaufgabe begreifen.
Belastung trifft nicht alle gleich
Die detaillierte Auswertung zeigt: Stressbewältigung braucht maßgeschneiderte Konzepte. Personen zwischen 35 und 54 Jahren empfinden die höchste Belastung. Ab 55 Jahren nimmt sie tendenziell leicht ab – möglicherweise durch gewachsene Routinen.
Signifikant sind auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen in Führungspositionen berichten von deutlich höherer Beanspruchung. Als Gründe nennen Experten zusätzliche Care-Arbeit und eine überproportionale Einbindung in Gremien zur Erfüllung von Paritätszielen.
Ein Weckruf für alle Branchen
Branchenbeobachter sehen in den Ergebnissen einen klaren Weckruf. Die Erkenntnisse aus der Wissenschaft lassen sich nahtlos auf die freie Wirtschaft übertragen. Manager dort kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen: ständige Erreichbarkeit, hoher Leistungsdruck und komplexe Verwaltung.
Wenn acht Prozent der Führungskräfte binnen eines halben Jahres ein Burnout erleiden, ist das nicht nur menschlich tragisch. Es stellt auch ein massives wirtschaftliches Risiko durch Ausfallzeiten und Wissensverlust dar. Die Stärkung mentaler Gesundheit wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor bei der Fachkräftebindung.
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