TK-Report, Feierabend

TK-Report: Jeder Dritte kann nach Feierabend nicht abschalten

21.01.2026 - 19:00:12

Ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland schafft es nicht, nach der Arbeit abzuschalten. Das zeigt der aktuelle Stressreport der Techniker Krankenkasse (TK). 42 Prozent fühlen sich zudem oft ausgelaugt. Die Zahlen befeuern die Debatte um mentale Gesundheit im Job.

Hinter den Erschöpfungsgefühlen stehen Faktoren wie hohe Arbeitslast, permanenter Termindruck und eine Flut digitaler Informationen. Diese Belastung erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen deutlich. Traditionelle Arbeitsstrukturen scheinen den Realitäten der digitalen Welt nicht mehr gewachsen zu sein.

Die Grenzen zwischen Job und Privatleben verschwimmen immer mehr. Ständige Erreichbarkeit und virtuelle Meetings sind zur Normalität geworden. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts bestätigt: Jeder achte Erwerbstätige fühlt sich durch digitale Arbeit stark belastet.

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Besonders im Homeoffice fällt die physische Trennung vom Arbeitsplatz weg. Vielen fällt es schwer, hier klare Grenzen zu ziehen. Experten fordern deshalb, dass Unternehmen proaktiv Strategien zur Stressreduktion entwickeln müssen.

Achtsamkeit als Gegenmittel im Arbeitsalltag

Als Lösungsansatz gewinnen Konzepte wie Achtsamkeit und positive Psychologie an Bedeutung. Achtsamkeit hilft, den eigenen „Autopilot-Modus“ zu verlassen und bewusste Pausen einzulegen. Studien zeigen, dass schon kurze Unterbrechungen zwischen Online-Meetings positive Effekte haben können.

Die positive Psychologie liefert Werkzeuge für eine stärkenorientierte Führung. Das bekannte PERMA-Modell beschreibt fünf Schlüssel für Wohlbefinden, die sich auf die Arbeit übertragen lassen:
* Positive Emotionen
* Engagement
* Positive Beziehungen
* Sinnhaftigkeit
* Das Erreichen von Zielen

Führungskräfte in der Pflicht

Führungskräfte sind der Schlüssel zu einer wertschätzenden Kultur. In hybriden Arbeitsmodellen sind neue Kompetenzen gefragt. Es geht um den Aufbau von Vertrauen auf Distanz, das Erkennen von Stärken und ehrliche Gespräche über das Wohlbefinden.

Die Erwartungshaltung der Mitarbeiter ist klar: 90 Prozent wünschen sich, dass sich ihr Arbeitgeber um ihre mentale Gesundheit kümmert. Doch nur 44 Prozent haben das Gefühl, dass dies auch ernst genommen wird. Hier klafft eine große Lücke.

Psychische Gesundheit wird zum Wettbewerbsfaktor

Die Investition in das Wohl der Belegschaft ist kein kurzlebiger Trend, sondern entwickelt sich zum strategischen Muss. Unternehmen wie Microsoft Deutschland bauen ihre Unterstützungsstrukturen gezielt aus. Sie erkennen: Motivation und Innovationskraft hängen direkt mit der psychischen Gesundheit zusammen.

Eine positive Arbeitsumgebung fördert die Produktivität und die Bindung der Mitarbeiter. Gleichzeitig erreicht das Burnout-Risiko im mittleren Erwerbsalter einen Höhepunkt – bei abnehmender empfundener Wertschätzung. Die Dringlichkeit für präventive Maßnahmen ist also hoch.

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Die Zukunft wird davon geprägt sein, wie gut Unternehmen die psychische Gesundheit in ihre Kultur integrieren. Experten erwarten, dass digitale Gesundheits-Apps und Mental-Health-Plattformen eine größere Rolle spielen. Personalabteilungen müssen ihre Strategien anpassen und entsprechende Kompetenzen aufbauen.

Langfristig werden die Unternehmen erfolgreich sein, die eine Balance zwischen Technologie und menschlichen Bedürfnissen finden. Der Arbeitsplatz der Zukunft braucht Empathie, Flexibilität und echte Wertschätzung.

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