Thyssenkrupp Aktie: Offensive an drei Fronten
24.02.2026 - 14:36:40 | boerse-global.deDie Nachrichtenlage rund um den Essener Industriekonzern verdichtet sich spürbar. Während die operative Transformation mit einem prestigeträchtigen Deal im Stahlgeschäft vorankommt, drückt die Rüstungstochter TKMS aufs Tempo bei der europäischen Konsolidierung. Dass parallel dazu der norwegische Staatsfonds sein Engagement ausbaut, werten Marktbeobachter als Vertrauensbeweis in die neue Holding-Struktur.
Rüstungssparte fordert Tempo
Die mehrheitlich zu Thyssenkrupp gehörende Rüstungstochter TKMS drängt vehement auf eine Neuordnung der europäischen Marineindustrie. In einer Rede vor der anstehenden Hauptversammlung mahnte CEO Oliver Burkhard mehr Geschwindigkeit und Standardisierung an: „Geld allein keine Schiffe baut“, so der Manager laut Reuters.
Hinter den Kulissen untermauert das Unternehmen diesen Anspruch bereits mit Taten. TKMS hat ein unverbindliches Übernahmeangebot für die German Naval Yards Kiel (GNYK) abgegeben. Nach einem Rekord-Auftragsbestand von 22 Milliarden US-Dollar und einer angehobenen Umsatzprognose für 2026 positioniert sich die Sparte als aktiver Gestalter der Konsolidierungswelle, die durch die Rheinmetall-Übernahme der Lürssen-Verteidigungssparte bereits ins Rollen gekommen ist.
Meilenstein beim grünen Stahl
Auch im krisenerprobten Stahlgeschäft meldet der Konzern operative Fortschritte. Ab diesem Jahr liefert Thyssenkrupp Steel CO?-reduzierten Stahl der Marke bluemint® für die Serienproduktion des BMW iX3. Der Einsatz erfolgt in anspruchsvollen Bereichen wie der Außenhaut und dem Interieur.
Für die Transformationsstrategie der Essener ist dies ein wichtiger Nachweis der technologischen Wettbewerbsfähigkeit. Das Material erfüllt laut Unternehmensangaben höchste Oberflächenanforderungen und lässt sich ohne Anpassung der Produktionsprozesse verarbeiten. Dies stützt den ambitionierten Plan, bis 2045 vollständig auf klimaneutrale Produktion umzustellen.
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Großinvestor nutzt Rücksetzer
Trotz der positiven operativen Meldungen geriet die Aktie im heutigen Handel unter Druck und verlor 3,62 Prozent auf 10,78 Euro. Marktteilnehmer nutzen das hohe Niveau der letzten zwölf Monate – in diesem Zeitraum legte das Papier über 70 Prozent zu – offenbar für Gewinnmitnahmen.
Antizyklisch agiert hingegen Norwegens Staatsfonds Norges Bank. Wie eine Stimmrechtsmitteilung offenlegt, haben die Norweger ihre Beteiligung auf 3,01 Prozent der direkten Stimmrechte ausgebaut. Zusammen mit Finanzinstrumenten kontrolliert der Fonds nun 3,25 Prozent. Während Analysten uneins bleiben – Jefferies rät zum Kauf, Barclays votiert mit „Sell“ – sendet der Einstieg des Großinvestors ein Signal der Stabilität.
Blick nach vorn: Konzernumbau im Fokus
Der Wandel zur reinen Holding-Struktur bleibt das bestimmende Thema für die kommenden Monate. Neben den Verhandlungen über den Verkauf der Stahlsparte an Jindal Steel rückt nun die Sparte Materials Services in den Fokus. Ein Börsengang des 11,4 Milliarden Euro schweren Bereichs wird für das laufende Jahr geprüft. Mit der Hauptversammlung der Tochter TKMS am 27. Februar steht bereits der nächste wichtige Termin an, der weitere Details zur strategischen Ausrichtung liefern dürfte.
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