Thryv, Aktie

Thryv Aktie: Heftiger Kursabsturz

27.02.2026 - 11:59:08 | boerse-global.de

Thryv Holdings kehrt operativ in die Gewinnzone zurück, doch ein schwaches Schlussquartal und schrumpfende Altgeschäfte lösen einen massiven Kursverfall aus.

Thryv Aktie: Heftiger Kursabsturz - Foto: über boerse-global.de
Thryv Aktie: Heftiger Kursabsturz - Foto: über boerse-global.de

Thryv Holdings hat gestern die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt – und die Reaktion der Märkte war eindeutig. Trotz der Rückkehr in die Gewinnzone und eines starken Wachstums im Software-Geschäft brach die Aktie heute um 27 Prozent ein. Warum strafen Anleger das Unternehmen so hart ab, obwohl die Transformation zum SaaS-Anbieter eigentlich Früchte trägt?

Transformation mit Schattenseiten

Im Gesamtjahr 2025 gelang Thryv operativ der Sprung in die schwarzen Zahlen. Mit einem Nettogewinn von 0,3 Millionen US-Dollar kehrte das Unternehmen nach einem herben Vorjahresverlust von 74,2 Millionen Dollar in die Profitabilität zurück. Motor dieser Entwicklung war die Software-Sparte (SaaS), deren Umsatz um 34,2 Prozent auf 461 Millionen Dollar kletterte. Dieser Bereich steuert mittlerweile über 62 Prozent zum Gesamtumsatz bei, wobei sich die bereinigte EBITDA-Marge deutlich auf 16 Prozent verbesserte.

Doch das starke Software-Wachstum konnte den kontrollierten Rückzug aus dem klassischen Marketing-Geschäft nicht vollständig auffangen. Die Erlöse in diesem schrumpfenden Altsegment brachen um 32,6 Prozent ein. In der Folge sank der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 5 Prozent auf 785 Millionen Dollar.

Schwaches Schlussquartal belastet

Besonders das vierte Quartal sorgte für Ernüchterung bei den Investoren. Während der SaaS-Umsatz um 14,1 Prozent zulegte, verbuchte das Unternehmen auf Konzernebene einen Nettoverlust von 9,7 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Gewinn von knapp 8 Millionen Dollar in den Büchern.

Dabei lieferten die operativen Kennzahlen im Software-Segment durchaus positive Signale: Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) stieg im vierten Quartal um 15 Prozent auf 373 Dollar. Zudem generiert Thryv inzwischen 69 Prozent seiner SaaS-Erlöse mit Kunden, die einen monatlich wiederkehrenden Umsatz von über 400 Dollar erzielen. CEO Joe Walsh kündigte an, den Fokus künftig noch stärker auf eine KI-gestützte Plattform zu legen, um kleinen und mittleren Unternehmen effizientere Marketing-Lösungen zu bieten.

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Divergenz bei den Anteilseignern

Das Bild bei den Großaktionären zeigt derzeit tiefe Risse. Während der institutionelle Schwergewicht BlackRock seine Beteiligung zuletzt massiv um über 42 Prozent reduzierte und 2,84 Millionen Aktien abstieß, setzen Insider auf eine Trendwende. In den vergangenen sechs Monaten gab es ausschließlich Insiderkäufe zu verzeichnen. Angeführt wurden diese von CEO Joe Walsh, der 25.000 Aktien für rund 162.750 Dollar erwarb.

Die Diskrepanz zwischen dem operativen Fortschritt im SaaS-Bereich und dem schwächelnden Altgeschäft bleibt die zentrale Herausforderung für die Aktie. Solange der Rückgang in der Marketing-Sparte die positive Dynamik der Software-Lösungen überschattet, dürfte das Vertrauen der institutionellen Anleger nur schwer zurückzugewinnen sein. Die Umsetzung der angekündigten KI-Strategie ist nun der entscheidende Hebel, um die Monetarisierung der 100.000 Bestandskunden weiter voranzutreiben.

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