The Trade Desk Aktie: Zollstreit belastet
01.04.2026 - 07:00:23 | boerse-global.deDer Ad-Tech-Spezialist The Trade Desk steht aktuell zwischen den Fronten. Während eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten dem Kurs zu Wochenbeginn etwas Auftrieb verlieh, lastet die US-Zollpolitik schwer auf dem Kerngeschäft. Werbebudgets aus wichtigen Sektoren brechen weg und zwingen das Unternehmen, sich in einem schwierigen Marktumfeld neu zu beweisen.
Zölle drosseln die Werbeausgaben
Die direkten Auswirkungen der US-Zollpolitik auf chinesische Importe treffen die Plattform hart. E-Commerce-Riesen wie Temu und Shein, einst treibende Kräfte bei den Werbeausgaben, haben ihre Budgets spürbar gekürzt. Auch Automobilhersteller und Konsumgütermarken halten sich angesichts steigender Kosten und unsicherer Lieferketten stark zurück. Ohne diese branchenspezifischen Ausfälle hätte das Umsatzwachstum im vergangenen Jahr die Marke von 20 Prozent geknackt – so blieb es bei 18 Prozent.
Hausgemachte Probleme und Lichtblicke
Neben makroökonomischen Faktoren kämpft der Konzern auch mit internen Hürden. Die Einführung der neuen, KI-gestützten Kokai-Plattform führte aufgrund ihrer hohen Komplexität paradoxerweise zu einer Wachstumsverlangsamung, obwohl die eigentlichen Funktionen intakt sind. Diese operativen Stolpersteine spiegeln sich deutlich im Chart wider: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von rund 39 Prozent und schloss am Dienstag bei 19,70 Euro.
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Dennoch gibt es positive Signale aus dem Tagesgeschäft. Der Bereich Connected TV (CTV) steuert mittlerweile die Hälfte der Einnahmen bei, da Content-Anbieter zunehmend auf flexibel buchbare Werbeplätze setzen. Gleichzeitig verzeichnete Audio-Werbung im vierten Quartal das stärkste Wachstum aller Kanäle.
Kartellverfahren als Katalysator
Ein potenzieller Treiber für die Plattform könnte das laufende Kartellverfahren gegen Google sein. Sollte der Tech-Gigant in der anstehenden juristischen Phase im Jahr 2026 gezwungen werden, seine Werbebörse abzuspalten, dürfte The Trade Desk als unabhängiger Anbieter Marktanteile gewinnen.
Kurzfristig rückt jedoch das operative Geschäft in den Vordergrund. Die Umsatzprognose für das erste Quartal verfehlte mit 678 Millionen US-Dollar die Erwartungen der Analysten leicht um 1,5 Prozent. Der anstehende Quartalsbericht wird nun der erste große Härtetest des Jahres. Dort müssen die Zahlen belegen, ob der Gegenwind durch die Zölle allmählich nachlässt oder sich als dauerhafte Belastung für die programmatischen Werbebudgets etabliert.
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