The Smiths-Comeback? Warum gerade alle ausrasten
19.02.2026 - 06:15:39 | ad-hoc-news.dePlötzlich sind The Smiths wieder überall: in TikTok-Sounds, in Insta-Reels, in Memes – und in Fan-Foren sowieso. Die einen schreien nach einem echten Comeback, andere feiern einfach nur, dass Songs wie "There Is a Light That Never Goes Out" und "How Soon Is Now?" bei Gen Z durch die Decke gehen. Zwischen Reunion-Hoffnung, Retro-Hype und ewigen Streitigkeiten rund um Morrissey stellt sich die Frage: Passiert da jetzt wirklich noch mal was – vielleicht sogar in Deutschland?
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Für dich als Fan ist das gerade die spannendste Phase seit Jahren: neue Vinyl-Editionen, Jubiläen der Klassiker, Meme-Kultur ohne Ende – und gleichzeitig der ewige Traum von einer letzten Tour. Lass uns sortieren, was realistisch ist, was reines Wunschdenken bleibt und wie du dir jetzt schon das Maximum aus dem aktuellen Smiths-Hype rausholst.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Offiziell sind The Smiths seit 1987 Geschichte. Das weiß jede Person, die auch nur halbwegs in Gitarrenmusik unterwegs ist. Trotzdem kochen die Gerüchte in regelmäßigen Abständen hoch – und in den letzten Monaten wieder stärker als sonst. Der Auslöser: mehrere kleine Puzzleteile, die Fans im Netz gnadenlos zusammensetzen.
Zum einen sorgen die Jahreszahlen für Gesprächsstoff: Das wegweisende Album The Queen Is Dead hat sein 40-jähriges Jubiläum im Blick, und Labels lieben solche Daten, um Deluxe-Boxen, Reissues und Spezialauflagen zu droppen. In Insider-Kreisen ist längst von erweiterten Vinyl-Pressungen, unveröffentlichten Live-Mitschnitten und neu gemasterten Versionen die Rede. Nichts davon ist offiziell von der Band als Reunion verkauft, aber für die Industrie ist klar: The Smiths ziehen immer.
Dazu kommt, dass Morrissey in Interviews immer wieder kryptische Andeutungen macht. Mal klingt es so, als wäre eine Reunion absolut ausgeschlossen, mal lässt er in Nebensätzen durchblicken, dass „man niemals nie sagen“ sollte. Der frühere Gitarrist Johnny Marr kontert in anderen Gesprächen und betont, dass bestimmte Türen „emotional abgeschlossen“ seien – nur um dann wenige Wochen später freundlich über die gemeinsamen Songs zu sprechen. Genau diese Ambivalenz aus Nostalgie und Abwehr füttert die Fan-Fantasien.
Für deutsche Fans ist besonders spannend, dass Labels und Promoter hierzulande schon länger auf 80s-Indie setzen. Festivals in Deutschland holen vermehrt Kult-Acts ins Line-up, während Tribute-Shows und Orchesterprojekte mit Smiths-Songs konstant gutes Ticketgeschäft machen. Das ist ein klares Signal an die Branche: Die Nachfrage ist da, auch bei einem jüngeren Publikum, das die Band nur aus Playlists und Vintage-Shirts kennt.
Was aktuell tatsächlich real ist: Der Streaming-Boom. Songs der Smiths performen auf Spotify, Apple Music & Co. deutlich stärker als noch vor ein paar Jahren. Das liegt nicht nur an den alten Fans, sondern massiv an TikTok, wo melancholische Zeilen aus "Please, Please, Please Let Me Get What I Want" oder "I Know It's Over" als emotionaler Soundtrack für kurze Clips verwendet werden. Das führt wiederum zu mehr Shazams, mehr Playlist-Platzierungen und mehr Traffic auf der offiziellen Website.
Der Haken: Aus dieser digitalen Stärke wird nicht automatisch eine Tour. Die Beziehung zwischen den Ex-Mitgliedern ist seit Jahrzehnten kompliziert, rechtliche und finanzielle Baustellen inklusive. Wer auf ein großes Stadion-Comeback in Deutschland hofft, muss realistisch bleiben. Was hingegen sehr wahrscheinlich ist: weitere Sonderveröffentlichungen, Anniversary-Editions, kuratierte Best-ofs und vielleicht einzelne Kollaborationen, bei denen Ex-Mitglieder in anderer Konstellation auftreten – etwa mit Orchester oder als einmalige Special-Events.
Die Implikation für dich: Wenn du The Smiths live erleben willst, musst du zweigleisig denken. Einerseits wachsam bleiben, was offizielle Ankündigungen angeht. Andererseits solltest du nicht unterschätzen, wie stark Tribute-Shows, Solo-Konzerte einzelner Mitglieder und Fan-Events die Songs in die Gegenwart holen. Genau dort spielt sich gerade der echte Smiths-Alltag ab – auch in Deutschland.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Auch wenn The Smiths als Original-Quartett nicht mehr auf der Bühne stehen, kreisen Setlist-Diskussionen im Netz ununterbrochen. Basis dafür sind vor allem alte Live-Aufnahmen, Bootlegs und die Solo-Shows von Morrissey sowie Auftritte von Johnny Marr, die immer wieder Smiths-Klassiker enthalten. So entsteht eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie eine hypothetische Setlist heute aussehen könnte – und welche Songs bei Fans absolut gesetzt sind.
Ganz vorne liegen natürlich die Hymnen: "There Is a Light That Never Goes Out" wird von vielen Fans als inoffizielle Hymne einer ganzen Generation bezeichnet. Der Moment, in dem bei Live-Versionen die Zeile „To die by your side is such a heavenly way to die“ von Tausenden Kehlen mitgesungen wird, ist längst legendär. Dazu kommen Evergreens wie "This Charming Man", "Bigmouth Strikes Again", "Panic" und "Girlfriend in a Coma", die in quasi jedem Real- oder Tribute-Set auftauchen.
Wer tiefer drin ist, hofft außerdem auf Songs wie "The Boy With the Thorn in His Side", "Cemetry Gates", "Still Ill" oder "Hand in Glove". Gerade "Still Ill" gilt vielen als Essenz des Smiths-Gefühls: scharfkantige Gitarren von Johnny Marr, Morrisseys typisch bedrückter, aber gleichzeitig stolzer Gesang und Texte, in denen sich Einsamkeit, Wut und Humor treffen.
Schaut man sich Setlists der letzten Jahre von Morrissey an, tauchen regelmäßig mehrere Smiths-Songs auf – etwa "How Soon Is Now?", "Suedehead" (zwar Solo, aber im gleichen Vibe), "Shoplifters of the World Unite" oder "Stop Me If You Think You've Heard This One Before". Johnny Marr packt in seine Shows oft "There Is a Light That Never Goes Out", "Panic", "Bigmouth Strikes Again" und "This Charming Man". Wer beide live erlebt hat, kennt das Gefühl, wie stark diese Songs auch 30+ Jahre nach Veröffentlichung noch wirken.
Atmosphärisch sind Smiths-Shows – egal ob original, Solo oder Tribute – eine Mischung aus emotionalem Gruppentherapie-Feeling und Indie-Disco. Du siehst Menschen, die jede Zeile mitsingen, Outfits zwischen 80s-Vintage, Secondhand-Anzügen und Y2K-Revival, und eine Stimmung, die ständig zwischen Melancholie und Euphorie wechselt. Wenn bei "There Is a Light" die Smartphone-Lichter hochgehen, fühlt es sich an, als ob die Zeit kurz stehen bleibt.
Spannend ist auch, wie sich über die Jahre die Wahrnehmung der Songs verschoben hat. Was in den 80ern als radikal introspektiv und teilweise provokant galt, klingt heute für viele wie ein sicherer emotionaler Hafen. In einer Welt, in der alles permanent optimiert und gefiltert wird, wirken die schonungslose Ehrlichkeit in Zeilen wie "Does the body rule the mind or does the mind rule the body?" (aus "Still Ill") fast tröstlich. Genau deshalb funktionieren die Tracks bei einem jungen Publikum: sie klingen nicht wie glattes Retro, sondern wie ein ehrlicher Kommentar zu Gefühlen, die heute noch genauso existieren.
Wenn du dir realistische Erwartungen machst, sieht "eine Smiths-Show" 2026 wahrscheinlich so aus: ein Solo-Konzert von Morrissey mit 5–8 Smiths-Songs im Set, oder Johnny Marr, der einen Block alter Hits spielt. Dazu kommen Tribute-Bands in Deutschland, die komplette Alben wie "The Queen Is Dead" oder "Meat Is Murder" am Stück aufführen. Setlist-technisch kommst du so ziemlich an alles ran, was dir wichtig ist – nur eben nicht mit der ursprünglichen Besetzung.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Wenn du auf Reddit oder TikTok unterwegs bist, weißt du: Um The Smiths ranken sich gefühlt mehr Theorien als um manche Marvel-Serie. Besonders in Subreddits rund um Indie, 80s und britische Musik glühen regelmäßig Threads, in denen User mögliche Hinweise auf eine Reunion sammeln.
Ein wiederkehrendes Thema: Fans analysieren jede Interaktion zwischen Morrissey und Johnny Marr, sei es über Interviews, Social-Media-Schnipsel oder Aussagen Dritter. Wenn Marr in einem Interview positiv über alte Smiths-Songs spricht, wird das sofort als „softening“ gedeutet. Wenn Morrissey irgendwo beiläufig erwähnt, dass die Vergangenheit „nicht nur schlecht“ war, landen die Zitate in zig Posts mit Überschriften wie „Er bereitet uns vor“ oder „Das Eis taut“.
Auf TikTok ist die Lage anders, aber genauso intensiv. Dort drehen sich die Theorien eher darum, warum die Band gerade jetzt bei jungen Leuten so einschlägt. Einige behaupten, der Algorithmus pushe bewusst melancholische 80s-Songs, weil sich das mit Mental-Health-Content verknüpfen lasse. Andere sehen die Attraktivität darin, dass die Smiths-Ästhetik – Vintage-Fotos, Morrisseys Blumen, düstere Hinterhöfe – perfekt zu Moodboards und Edits passt. Zu "There Is a Light That Never Goes Out" schneiden User Szenen aus Coming-of-Age-Filmen, leere Bahnfahrten oder nächtliche Spaziergänge – und kommentieren mit Sätzen wie „Das fühlt sich mehr nach mir an als irgendwas Neues“.
Kontrovers ist oft die Frage nach Ticketpreisen, falls es doch irgendwann eine Form von Reunion gäbe. In mehreren Diskussionssträngen malen sich Fans eine hypothetische Tour aus und vergleichen sie mit den absurden Preisen, die man bei großen Legacy-Acts schon gesehen hat. Viele sind sich sicher: Ein echtes The-Smiths-Comeback würde sofort im Resale-Bereich explodieren. Gleichzeitig gibt es Stimmen, die hoffen, dass zumindest ein Teil der Band auf „Working-Class“-Werte achten würde und Preise moderat hält – ein eher romantischer Wunsch, wenn man sich den aktuellen Live-Markt anschaut.
Ein weiterer Dauerbrenner: die Frage, ob man Morrissey moralisch noch supporten kann. Seine umstrittenen Aussagen der letzten Jahre spalten das Fandom. Auf Reddit diskutieren User ausführlich, ob man die Musik vom Künstler trennen sollte, ob man Tickets kaufen kann, ohne seine politischen Positionen zu legitimieren, oder ob man sich besser auf Johnny Marr, die anderen Ex-Mitglieder und das historische Vermächtnis konzentriert. Das Ergebnis: kein einheitliches Bild, aber ein extrem reflektiertes Fandom, das sich aktiv mit Verantwortung beschäftigt.
Gleichzeitig gibt es spielerische Theorien: Einige Nutzer behaupten halb im Spaß, halb im Ernst, dass The Smiths dank Memes nie „wirklich“ weg waren. Jedes neue Generationentrauma, jede Welle von Sad-Girl- und Sad-Boy-Ästhetik bringe automatisch einen Smiths-Track mit. Andere entwerfen Traum-Setlists für eine fiktive "One Night Only"-Show in Manchester oder London und diskutieren darüber, in welcher Reihenfolge die Songs emotional am meisten zerstören würden.
Unterm Strich zeigt der Blick in die Gerüchteküche: Die Hoffnung auf irgendeine Form von gemeinsamer Aktivität der Ex-Mitglieder ist riesig, aber niemand verlässt sich mehr blind darauf. Stattdessen bauen sich Fans ihre eigene Gegenwart: über Playlists, Tribute-Konzerte, Vinyl-Sammlungen, Fan-Art und digitale Communities. Das Smiths-Universum lebt – auch ohne offizielle Reunion.
Alle Daten auf einen Blick
Um dir einen schnellen Überblick zu geben, findest du hier einige wichtige Fakten zu Alben, Key-Songs und relevanten Jahren rund um The Smiths:
| Jahr | Ereignis | Details |
|---|---|---|
| 1984 | Album-Release | The Smiths erscheint, inkl. "Hand in Glove" und "Still Ill" – Startschuss für den Kultstatus. |
| 1985 | Album-Release | Meat Is Murder mit "The Headmaster Ritual" und "That Joke Isn't Funny Anymore" prägt den politischeren Ruf der Band. |
| 1986 | Kult-Album | The Queen Is Dead kommt raus – mit "There Is a Light That Never Goes Out", "Bigmouth Strikes Again", "Cemetry Gates". |
| 1987 | Letztes Studioalbum | Strangeways, Here We Come erscheint, kurz darauf löst sich die Band auf. |
| späte 80er/90er | Best-of-Welle | Mehrere Compilations wie Best...I und Best...II bringen die Band in neue Hörergruppen. |
| 2000er | Reissues & Remasters | Neuauflagen auf CD und später Vinyl sorgen für HiFi-Neuentdeckungen. |
| 2010+ | Streaming-Ära | The Smiths landen in unzähligen Indie- und Sad-Playlists, Songs erreichen neue Gen-Z-Fans. |
| aktuell | Reunion-Gerüchte | Immer wieder Spekulationen über Specials, Jubiläums-Editionen und mögliche gemeinsame Projekte. |
Häufige Fragen zu The Smiths
Das Interesse an The Smiths ist riesig – und mit dem Hype kommen jede Menge Fragen. Hier findest du ausführliche Antworten, die dir helfen, tiefer einzusteigen und besser einschätzen zu können, was in Zukunft noch passieren könnte.
Wer sind The Smiths überhaupt – und warum gelten sie als so wichtig?
The Smiths wurden 1982 in Manchester gegründet, bestehend aus Morrissey (Gesang), Johnny Marr (Gitarre), Andy Rourke (Bass) und Mike Joyce (Drums). Innerhalb von nur wenigen Jahren haben sie eine Spur hinterlassen, die bis heute spürbar ist. Sie brachen damals mit dem damals dominierenden Synthpop und setzten wieder auf Gitarren, aber ohne in klassischen Hardrock abzudriften. Stattdessen kombinierten sie Marrs melodische, komplexe Gitarrenlinien mit Morrisseys hyperpersönlichen, oft bitteren Texten.
Wichtig sind sie, weil sie Themen wie Einsamkeit, Außenseitertum, Sexualität, Klassenfragen und Alltagsfrust direkt und poetisch angesprochen haben, ohne Filter. Viele heutige Indie- und Alternative-Acts nennen The Smiths als direkten Einfluss – von Britpop-Bands der 90er bis hin zu aktuellen Artists, die man vielleicht eher mit Bedroom-Pop verbindet. Kurz gesagt: Ohne The Smiths würde ein großer Teil der heutigen Gitarrenmusik anders klingen.
Warum haben sich The Smiths aufgelöst?
Die Auflösung 1987 ist eine Mischung aus persönlichen Spannungen, kreativen Differenzen und Managementproblemen. Johnny Marr fühlte sich zunehmend unter Druck, als Haupt-Songwriter ständig liefern zu müssen, während Morrissey immer stärker seine eigenen Vorstellungen durchsetzen wollte – etwa bei Coverversionen oder ästhetischen Entscheidungen. Dazu kamen unterschiedliche Vorstellungen von Zukunft und Karriere.
Nach der Trennung folgten außerdem Rechtsstreitigkeiten um Tantiemen, insbesondere zwischen Morrissey, Marr und den Rhythmussektion-Mitgliedern Andy Rourke und Mike Joyce. Diese Konflikte haben die Atmosphäre dauerhaft vergiftet. Auch Jahrzehnte später klingen viele Aussagen der Beteiligten so, als sei die gemeinsame Zeit zwar künstlerisch bedeutsam, menschlich aber sehr belastend gewesen. Das ist einer der Hauptgründe, warum eine Reunion so unwahrscheinlich wirkt.
Wie realistisch ist eine Reunion von The Smiths?
Rein objektiv betrachtet: sehr gering. Mehrere Ex-Mitglieder haben immer wieder betont, dass sie keine Rückkehr zur alten Struktur planen. Johnny Marr wirkt zufrieden mit seiner Solo-Karriere und Kollaborationen, Morrissey verfolgt seit Jahren seinen eigenen Weg. Dazu kommt der ganze rechtliche und emotionale Ballast aus Prozessen und öffentlichen Auseinandersetzungen.
Auf der anderen Seite weiß man, dass Musikgeschichte schon öfter Überraschungen gebracht hat. Geld, Jubiläen und der Druck des Marktes können viel bewegen. Am wahrscheinlichsten sind eher punktuelle Dinge: gemeinsame Freigaben für Archivmaterial, spezielle Tribute-Projekte oder Kuratierungen von Best-of-Releases, bei denen mehrere Ex-Mitglieder in beratender Funktion beteiligt sind. Mit einer vollen Welt-Tournee in Originalbesetzung solltest du hingegen lieber nicht planen.
Wie komme ich als neuer Fan am besten in die Musik von The Smiths rein?
Wenn du frisch dazugekommen bist, gibt es zwei sinnvolle Einstiege. Entweder du fängst mit einer Best-of-Compilation an, um die großen Songs zu kennen – etwa Tracks wie "This Charming Man", "There Is a Light That Never Goes Out", "How Soon Is Now?", "Panic" und "The Boy With the Thorn in His Side". So verstehst du schnell, warum so viele Leute völlig vernarrt in diese Band sind.
Oder du gehst direkt über die Alben. Für viele ist The Queen Is Dead das perfekte Startalbum: Es vereint Härte und Melancholie, Humor und Tragik, schnelle und langsame Songs. Wenn du mehr auf politische und gesellschaftliche Themen stehst, könnte Meat Is Murder dein Ding sein. Danach lohnt sich auf jeden Fall das Debüt The Smiths und das oft unterschätzte Strangeways, Here We Come. Am besten hörst du nicht nur nebenbei, sondern liest auch mal Texte mit – selbst in englischer Sprache erschließen sich viele Bilder schnell.
Kann man The Smiths 2026 irgendwo in Deutschland live erleben?
Stand jetzt gibt es keine offiziellen Tourdaten einer wiedervereinigten Band. Was es aber sehr wohl gibt: Solo-Konzerte von Johnny Marr, gelegentlich auch von Morrissey, sowie eine aktive Szene an Tribute-Bands und Special-Events. Viele dieser Shows laufen in Clubs, mittelgroßen Hallen oder als Motto-Abende in Indie-Discos, bei denen komplette Smiths-Sets gespielt werden.
Wenn du wirklich nichts verpassen willst, lohnt es sich, mehrere Quellen im Blick zu behalten: Tourankündigungen von Morrissey und Marr, Programmpläne von Indie-Clubs in Großstädten (Berlin, Hamburg, Köln, München, Leipzig), sowie Social-Media-Kanäle von Tribute-Acts. Auch Plattenläden veranstalten manchmal Listening-Sessions oder Themenabende rund um "The Queen Is Dead" & Co. Der Live-Aspekt ist also da – nur eben nicht mit dem originalen Bandnamen auf dem Ticket.
Wie geht man mit den kontroversen Aussagen von Morrissey um?
Das ist eine der schwierigsten Fragen im Smiths-Universum. In den letzten Jahren hat Morrissey wiederholt politische und gesellschaftliche Aussagen gemacht, die viele Fans stark irritieren oder klar ablehnen. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld: Auf der einen Seite steht die historische Bedeutung der Smiths-Songs, auf der anderen Seite ein Künstler, dessen aktuelle Positionen nicht zum eigenen Wertebild passen.
Viele Fans wählen unterschiedliche Wege. Einige trennen strikt zwischen dem Werk der 80er und der Person heute und hören die alten Songs weiterhin, ohne aktuelle Aktivitäten zu unterstützen. Andere entscheiden sich bewusst dagegen, noch Geld in Tickets oder Merch zu stecken. Wieder andere wenden sich eher Johnny Marr zu, der politisch und kommunikativ deutlich anders wahrgenommen wird. Eine einfache, allgemeingültige Lösung gibt es nicht – wichtig ist, dass du für dich reflektiert entscheidest, wie du damit umgehen willst.
Warum sind The Smiths gerade bei Gen Z und Millennials plötzlich wieder so groß?
Mehrere Faktoren greifen ineinander. TikTok und Instagram spielen eine massive Rolle, weil Songs wie "There Is a Light That Never Goes Out" oder "Please, Please, Please Let Me Get What I Want" perfekt zu emotionalen Clips passen. Gleichzeitig bietet die Ästhetik der Band – von Cover-Artworks bis zu alten Live-Fotos – eine starke visuelle Identität, die sich schnell teilen lässt.
Dazu kommt: Viele Themen, die The Smiths in den 80ern behandelt haben, fühlen sich heute wieder extrem aktuell an. Unsicherheit, Zukunftsangst, Depression, Einsamkeit in der Großstadt, soziale Ungerechtigkeit – all das ist 2026 nicht verschwunden. Im Gegenteil: Zwischen Klimakrise, Prekarisierung und Social-Media-Druck suchen viele junge Leute nach ehrlichen, nicht weichgespülten Stimmen. The Smiths liefern genau das, und zwar in einer Form, die weder nostalgische Kuschelrock-Romantik noch zynische Ironie ist. Das erklärt, warum sie nicht nur von älteren Indie-Fans, sondern auch von komplett neuen Hörergruppen gefeiert werden.
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