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The Cranberries: Warum jetzt wieder alle von ihnen reden

15.02.2026 - 04:59:41 | ad-hoc-news.de

The Cranberries sind zurück in den Feeds – zwischen Legacy, neuen Gerüchten und ewigen Hymnen. Was deutsche Fans 2026 wirklich wissen müssen.

Plötzlich tauchen The Cranberries wieder überall in deinem Feed auf: alte MTV-Clips, TikToks mit „Zombie“-Singalongs, Reddit-Threads über mögliche Tribute-Shows. Seit dem Tod von Dolores O’Riordan 2018 schien vieles abgeschlossen – und doch wirkt die Band 2026 präsenter denn je. Nostalgie? Klar. Aber da ist mehr: Doku-Gerüchte, Anniversary-Talk, neue Vinylpressungen und die ewige Frage, ob es nochmal größere Tribute-Konzerte in Europa geben könnte.

Zur offiziellen Seite von The Cranberries

Für deutsche Fans ist das emotionales Gelände: Viele haben die Iren nie live gesehen, andere erinnern sich an legendäre Festivalnachmittage in den 90ern und 2000ern. Jetzt, wo Streaming-Algorithmen ihre Hits täglich neu ausspucken, entdecken Gen Z und junge Millennials die Band komplett frisch – und stoßen auf einen Backkatalog, der viel tiefer geht als „Zombie“ und „Linger“.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Auch ohne klassische Reunion-Tour geben The Cranberries 2026 genug Anlass für Schlagzeilen. Offiziell ist die Band seit den letzten Veröffentlichungen nach Dolores’ Tod eher im Legacy-Modus unterwegs, doch rund um das Erbe passiert einiges. In Interviews der letzten Jahre haben die verbliebenen Mitglieder – vor allem Gitarrist Noel Hogan und Drummer Fergal Lawler – immer wieder betont, wie wichtig ihnen ein respektvoller Umgang mit den alten Songs und unveröffentlichtem Material ist. Das prägt auch die aktuelle Lage.

Zum einen sorgen Jubiläen für neuen Fokus. Die frühen Alben der Band rücken in Richtung 30-Jahre-Marke, und jedes dieser Jubiläen bringt erfahrungsgemäß Deluxe-Editionen, Remaster, Bonus-Tracks oder unveröffentlichtes Live-Material mit sich. Genau darüber spekulieren derzeit viele Fans: Wird es eine erweiterte Version von Everybody Else Is Doing It, So Why Can't We? oder No Need To Argue mit bislang ungehörten Studio-Outtakes geben? Labels lieben solche Releases – und bei einer Kultband wie The Cranberries funktioniert das nicht nur für Hardcore-Nerds, sondern auch für die Streaming-Generation.

Dazu kommt der stetige Push durch Serien und Filme. Immer wieder tauchen Cranberries-Songs in Soundtracks auf – mal als Original, mal als Cover. Wenn eine Szene emotional eskaliert, greifen Regisseur*innen gerne auf Dolores’ unverwechselbare Stimme zurück. Das führt in Wellen zu neuen Streaming-Peaks in Deutschland, die man auf Charts-Seiten und bei den großen Plattformen ablesen kann. Plötzlich liegt „Dreams“ wieder in diversen Spotify-Playlists, und „Zombie“ schiebt sich in Rock- oder 90s-Rubriken nach oben.

Spannend für deutsche Fans ist außerdem, wie aktiv die Community Online-Archive und Bootlegs ausgräbt. Alte Festivalauftritte in Deutschland – etwa Rock am Ring oder Hallenshows in Berlin, Hamburg, München oder Köln – werden in besserer Qualität hochgeladen, mit verbesserten Audiospuren oder restauriertem Video. Was früher auf verwackelten VHS-Mitschnitten basierte, hat heute fast HD-Vibe. Für viele, die The Cranberries nie live erlebt haben, sind das quasi Ersatz-Konzerte – und für Veteran*innen die perfekte Zeitschleife zurück in Jugendtage.

Auch Interviewschnipsel aus den 90ern gehen viral: Dolores, wie sie über politische Themen spricht, über ihre sehr eigene Art zu schreiben, über Mental Health zu einer Zeit, als das noch kaum jemand offen adressierte. In einer Ära, in der Authentizität großgeschrieben wird, wirken diese alten Clips fast prophetisch. Genau dieser Mix – zeitlose Songs, ein ikonischer Charakter und neu entdecktes Archivmaterial – erklärt, warum die Band gerade wieder so stark im öffentlichen Bewusstsein auftaucht.

Offizielle große Deutschland-Dates sind aktuell zwar nicht angekündigt, aber Tribute-Projekte, Orchester-Interpretationen und spezielle Tribute-Abende in Clubs und kleineren Hallen werden spürbar mehr. Gerade Städte wie Berlin, Leipzig, Hamburg oder Köln sind dafür Hotspots. Für deutsche Fans heißt das: Auch ohne Original-Besetzung kannst du die Songs inzwischen öfter live erleben als vielleicht vor ein paar Jahren – nur eben in anderer Form.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Auch wenn The Cranberries selbst nicht mehr im klassischen Sinne touren, kursieren jede Menge Setlisten vergangener Konzerte, und Tribute-Bands oder Orchester-Shows orientieren sich stark daran. Wer heute auf ein Cranberries-Tribute in Deutschland geht, bekommt im Kern eine verdichtete Best-of-Show, die sich an typischen Tour-Sets der Band aus den 2000ern und 2010ern anlehnt.

Fast immer dabei: „Zombie“ – meist als Finale oder letzte Zugabe. Der Song ist nicht nur der größte Hit, sondern live traditionell der Moment, in dem alles eskaliert. Früher stand Dolores mit markant kurzem Haarschnitt oder wildem Outfit am Bühnenrand und ließ den Refrain brennen, während das Publikum jede Silbe mitbrüllte. Heutige Tribute-Shows versuchen genau diese Spannung nachzubauen: Licht wird runtergefahren, die Drums setzen hart ein, Gitarren legen eine raue Schicht darüber, und der ganze Raum verwandelt sich in einen Chor.

Genau so gesetzt ist „Linger“. In Original-Setlists kam der Song oft eher im ersten Drittel oder in der Mitte, als emotionaler Ruhepol. Live funktioniert er noch einmal anders als auf Platte: die leicht verhallte Gitarre, Streicher-Arrangements als Backing vom Band oder vom Orchester, und Vocals, die jede Zeile betonen. Für viele Fans ist das der Moment, an dem Erinnerungen hochkommen – erste Beziehungen, Kassetten im Walkman, CD-Player im Kinderzimmer.

Weitere Klassiker, die in nahezu jeder Setlist auftauchen: „Dreams“, „Ode to My Family“, „Ridiculous Thoughts“, „Salvation“, „Promises“, „Animal Instinct“ und oft auch „Just My Imagination“. Besonders spannend: Die Band hat live immer wieder an den Arrangements geschraubt. „Salvation“ etwa wurde häufig noch schneller und punkiger gespielt als auf dem Album To The Faithful Departed, während „Ode to My Family“ teilweise mit reduzierten Intros performt wurde, bei denen nur Gitarre und Stimme den Raum füllen, bevor das volle Band-Setup einsetzt.

Wenn du eine aktuelle Tribute- oder Orchester-Show mit Cranberries-Fokus besuchst, kannst du meist mit einem dramaturgischen Aufbau rechnen: Beginn mit eher melodischen Stücken wie „Analyse“ oder „When You're Gone“, gefolgt von Midtempo-Klassikern. Später im Set kommen die dunkleren oder energetischeren Songs wie „Salvation“ oder „Promises“. „Zombie“ ist fast immer am Schluss – als kathartischer Moment, in dem sich Wut, Trauer und Kollektivgefühl entladen.

Inhaltlich wirken die Songs 2026 oft aktueller denn je. „Zombie“ wurde ursprünglich als Kommentar zum Nordirland-Konflikt geschrieben, doch bei heutigen Shows interpretieren Fans ihn durch die Brille heutiger Krisen und Konflikte. Social-Media-Clips von Konzerten zeigen Fans mit Friedenssymbolen, Flaggen oder Statements auf Shirts; viele Kommentator*innen beschreiben den Song als ewige Antikriegshymne.

Auch atmosphärisch haben die Shows ihren eigenen Charakter. Während andere 90s-Bands stark auf Nostalgie-Party setzen, schwingt bei The Cranberries immer eine gewisse Melancholie mit, auch wenn es energetisch wird. In Deutschland erzählen Fans in Kommentaren und Foren oft, dass sie auf Konzerten gleichzeitig tanzen und heulen mussten. Diese emotionale Doppelschicht ist ein Grund, warum die Setlists so stark hängenbleiben – du bekommst keine reine Retro-Show, sondern etwas, das sich immer noch ernst und persönlich anfühlt.

Was man außerdem nicht unterschätzen sollte: die tiefen Cuts. Hardcore-Fans feiern es, wenn neben den offensichtlichen Hits auch Songs wie „Daffodil Lament“, „Pretty“, „I Can't Be With You“, „Electric Blue“ oder „Shattered“ auftauchen. In historischen Setlisten sind diese Stücke immer wieder aufgetaucht, und einige Tribute-Acts übernehmen das, um nicht nur ein Safe-Radio-Programm abzuspulen. Wer sich vorher ein wenig einhört, entdeckt so komplett neue Lieblingssongs, die live richtig zünden.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wo eine aktive Fanbase ist, ist auch eine aktive Gerüchteküche – und bei The Cranberries brodelt es trotz der tragischen Bandgeschichte gewaltig. Auf Reddit-Threads, in Facebook-Gruppen und auf TikTok drehen sich viele Diskussionen um drei große Themen: mögliche neue Veröffentlichungen, Tribute-Touren und unveröffentlichte Songs aus den 90ern.

Ein Dauerbrenner: „Gibt es noch geheimes Material mit Dolores?“ Immer wieder tauchen Behauptungen auf, es lägen noch fertige oder halbfertige Songs in den Archiven, die während der Sessions zu Bury the Hatchet, Wake Up and Smell the Coffee oder Roses entstanden sind. Einige Fans verweisen auf ältere Interviewaussagen, in denen die Band andeutete, dass es mehr Material gebe, als damals auf die Alben passte. Daraus wird schnell die Hoffnung auf ein Posthum-Album oder wenigstens eine EP mit unveröffentlichten Tracks.

Realistisch betrachtet ist Vorsicht angesagt: Die Band hat in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass sie nichts veröffentlichen will, was Dolores selbst nicht freigegeben hätte. Gleichzeitig weiß man aus der Musikindustrie, dass Labels bei beliebten Acts früher oder später auf Archiv-Veröffentlichungen drängen – vor allem, wenn Jahrestage und Vinyl-Boom zusammenkommen. Für deutsche Fans heißt das: Es ist nicht ausgeschlossen, dass in den nächsten Jahren noch etwas kommt, aber auch kein gesichertes Versprechen.

Der zweite große Komplex: Tribute- und Orchester-Touren. Immer wieder kursieren Screenshots angeblicher Tourpläne, auf denen große Städte in Deutschland auftauchen – von Berlin über Frankfurt bis Stuttgart. Meist handelt es sich dabei nicht um offizielle The-Cranberries-Shows, sondern um von Agenturen organisierte Tribute-Konzepte, teils mit Symphonie-Orchestern, teils mit wechselnden Sängerinnen, die die Songs interpretieren. Auf TikTok entstehen in den Kommentaren daraus schnell Missverständnisse („Die touren wieder!“), die später in Fanforen wieder eingeordnet werden müssen.

Spannend ist, wie emotional diskutiert wird, wer die Songs singen „darf“. Viele Fans lehnen die Idee ab, eine einzelne neue Frontfrau als „Ersatz“ für Dolores zu präsentieren. Deutlich besser kommt an, wenn Shows klar als Tribute gebrandet sind und die Sänger*innen den Respekt vor dem Original betonen, nicht die Rolle der Frontfrau übernehmen wollen. In deutschen Kommentarsektionen liest man oft Sätze wie: „Niemand wird je wie Dolores sein, aber ich bin dankbar, die Songs live zu hören.“

Ein weiteres heißes Thema sind Ticketpreise. Auch wenn es keine offiziellen Cranberries-Arena-Touren gibt, spiegeln Tribute-Shows und Orchester-Konzerte den generellen Trend: steigende Preise. Auf Social Media tauchen immer wieder Screenshots von Ticketportalen auf, bei denen Sitzplätze in guten Reihen dreistellige Summen kosten. Fans vergleichen das mit alten Original-Konzerttickets aus den 90ern oder frühen 2000ern, die damals deutlich günstiger waren. Die Diskussionen reichen von Frust („Kultur wird Luxus“) bis hin zur pragmatischen Sichtweise, dass große Besetzungen mit Orchester und Bühne nun mal teuer sind.

Fast schon ein eigener Kosmos sind TikTok-Trends. Hier wird weniger über Business diskutiert, sondern über Vibes. „Zombie“ taucht als Sound unter politischen Clips, Protest-Videos oder Skate-Montagen auf, „Dreams“ begleitet Soft-Grunge-Ästhetik, Regenfenster und Retro-Fashion, „Linger“ soundtrackt Trennungsclips und Softcore-Heartbreak-Reels. Manche User*innen haben gar keine Ahnung, wie alt die Songs eigentlich sind – sie entdecken die Band komplett über TikTok und kommentieren dann erstaunt, wenn sie das Veröffentlichungsjahr checken. In den Kommentaren liest man immer öfter deutschsprachige Reaktionen wie „Wie konnte ich die Band so lange verpassen?“ oder „Warum klingt das echter als die Hälfte der neuen Sachen?“.

Dazu kommen wilde Theorien, die wohl eher Wunschdenken sind: Kollaborationen mit aktuellen Popstars, Remix-Projekte im Stil von EDM- oder Hyperpop-Acts, Hologramm-Shows mit Dolores-Projektion ähnlich den ABBA-Voyage-Konzerten. Gerade Letzteres polarisiert extrem. Während einige Fans den technischen Ansatz spannend finden, lehnt ein großer Teil der Community solche Ideen als respektlos ab. Im Mittelpunkt steht fast immer der Wunsch, die Musik und die Person Dolores O’Riordan würdevoll zu feiern – nicht, sie als Marke auszuschlachten.

Alle Daten auf einen Blick

Auch ohne offizielle neue Tour lohnt sich der Blick auf wichtige Daten rund um The Cranberries. Hier eine kompakte Übersicht über zentrale Album-Releases, Schlüsselmomente und typische Tribute-Formate, wie sie aktuell in Europa – und gerade auch in Deutschland – auftauchen.

Ereignis Datum / Zeitraum Ort / Bezug Hinweis für Fans
Release: Everybody Else Is Doing It, So Why Can't We? Frühjahr 1993 Debütalbum (weltweit) Start der Cranberries-Ära, „Linger“ & „Dreams“ erstmals auf Album
Release: No Need To Argue Herbst 1994 Studioalbum Nr. 2 Enthält „Zombie“ und „Ode to My Family“, heute Streaming-Dauerbrenner
Release: To The Faithful Departed 1996 Studioalbum Nr. 3 Dunklerer Sound, u.a. „Salvation“, „Free to Decide“
Release: Bury the Hatchet 1999 Studioalbum Nr. 4 Enthält „Promises“ und „Animal Instinct“, oft in Setlists vertreten
Release: Wake Up and Smell the Coffee 2001 Studioalbum Nr. 5 Späte Radiohits wie „Analyse“ stärken die Band in Europa
Deutschland-Touren & Festivals 1993–2010er u.a. Berlin, Hamburg, Köln, München, große Festivals Zahlreiche legendäre Auftritte, Bootlegs und Clips online im Umlauf
Tod von Dolores O'Riordan Januar 2018 London Schock für Fans weltweit, Fokus seitdem auf Legacy & Tribute
Posthume Projekte & Reissues 2019–heute International Erweiterte Album-Versionen, Vinyl-Reissues, Dokumentationen im Gespräch
Symphonic Tribute-Shows laufend Europaweit, inkl. Deutschland Cranberries-Songs mit Orchester-Arrangement, oft in Konzerthallen
Tribute-Band-Gigs laufend Clubs und mittelgroße Hallen in Deutschland Setlists orientieren sich an Original-Touren mit den großen Hits

Häufige Fragen zu The Cranberries

Um die wichtigsten Punkte für deutsche Fans zu klären, haben wir die häufigsten Fragen zu The Cranberries gesammelt – und ausführlich beantwortet.

Wer waren The Cranberries überhaupt – und warum sind sie so wichtig?

The Cranberries waren eine irische Alternative-Rock-Band, die Anfang der 90er Jahre international durchstartete. Im Zentrum stand die unverwechselbare Stimme von Dolores O’Riordan, kombiniert mit melodischen Gitarren, melancholischen Harmonien und oft sehr persönlichen Texten. Während viele 90s-Bands klar entweder Grunge, Britpop oder Mainstream-Pop bedienten, standen The Cranberries dazwischen: zu emotional und eigen für Radiopop, zu melodiös, um in der harten Rock-Schublade zu verschwinden.

Ihre Songs griffen Themen auf, die heute extrem resonant wirken: Identität, Familie, Überforderung, politische Gewalt, Schuldgefühle, psychische Belastungen. Gleichzeitig waren sie musikalisch so eingängig, dass du sie auch hören kannst, ohne jedes Wort zu sezieren. Genau diese Balance macht sie für unterschiedliche Generationen interessant. Für Menschen, die in den 90ern aufgewachsen sind, sind sie Teil des Soundtracks einer prä-digitalen Jugend. Für Gen Z sind sie eine Art „authentische Alternative“ zu glatten Pop-Produktionen.

Wird es jemals ein richtiges Comeback von The Cranberries geben?

Mit Dolores’ Tod 2018 hat sich die Frage nach einem klassischen Comeback in der ursprünglichen Form eigentlich erledigt. Die verbleibenden Mitglieder haben mehrfach klar gemacht, dass sie ohne Dolores kein neues The-Cranberries-Album mit einer anderen Sängerin planen. Einzelne Auftritte bei Tribute-Events oder einmalige Specials sind theoretisch denkbar, aber eine komplette Reunion-Tour mit Ersatz-Fontfrau wäre ein Bruch mit dem, was die Band bisher öffentlich vertreten hat.

Was deutlich realistischer ist: weitere Legacy-Projekte. Dazu gehören Remaster, Deluxe-Versionen der bestehenden Alben, Vinyl-Neuauflagen, Dokus, Interviews und eventuell gezielt ausgewählte unveröffentlichte Aufnahmen. Für Fans ist das zwar kein „Comeback“ im üblichen Sinn, aber es erweitert das Bild der Band und hält die Musik im Gespräch.

Gibt es noch unveröffentlichte Songs mit Dolores O’Riordan?

Nach allem, was öffentlich bekannt ist, existieren durchaus Outtakes und Demo-Aufnahmen aus den Studio-Sessions der 90er und 2000er Jahre. Wie viele davon qualitativ und rechtlich für eine Veröffentlichung infrage kommen, ist von außen schwer zu beurteilen. Die Band hat sich bisher sehr zurückhaltend gezeigt und betont, dass nichts erscheinen soll, was Dolores nicht gutgeheißen hätte.

Rechnet man mit dem, was die Musikindustrie üblicherweise mit ikonischen Acts macht, ist es langfristig nicht ausgeschlossen, dass einzelne bisher unveröffentlichte Songs – vielleicht im Rahmen von Jubiläums-Editionen – auftauchen. Gleichzeitig sollte man sich vor überzogenen Erwartungen schützen: Nicht jede Demo ist ein verschollenes Meisterwerk. Oft sind es Skizzen, die Fans zwar interessant finden, die aber das Bild der Band nur ergänzen, nicht völlig neu schreiben.

Wie kann ich The Cranberries heute in Deutschland live erleben?

Die Original-Band tritt nicht mehr auf, aber es gibt mehrere Wege, die Songs live zu erleben. Am sichtbarsten sind Tribute-Bands, die in Clubs, mittelgroßen Venues oder auf Stadtfesten auftreten. Sie orientieren sich an Original-Setlists, spielen die großen Hits und teilweise auch Fan-Favoriten abseits der Singles. Die Qualität variiert, aber es gibt einige Acts, die sich mit viel Respekt und spürbarer Fanliebe an die Songs wagen.

Dazu kommen Orchester-Projekte, bei denen Cranberries-Songs mit Symphonie- oder Kammerorchester umgesetzt werden. Diese Shows finden oft in größeren Konzerthäusern oder speziellen Eventlocations statt und sind eher auf Gänsehaut und Bombast ausgelegt als auf Moshpit. Für viele Fans wirkt es wie ein Upgrade der emotionalen Komponente: Streicher, Bläser und Chor heben Songs wie „Ode to My Family“ oder „When You're Gone“ auf eine filmreife Ebene.

Warum gehen The-Cranberries-Songs auf TikTok und Instagram 2026 noch so krass viral?

Social-Media-Plattformen funktionieren stark über Emotion und Wiedererkennbarkeit. Die Stimme von Dolores O’Riordan ist beides: Wenn sie einsetzt, merkst du in Sekundenbruchteilen, dass hier etwas anderes passiert als bei generischen Pop-Hooks. Dazu kommen Texte, die offen genug sind, um auf verschiedene Situationen zu passen – Liebe, Verlust, politischer Frust, Selbstzweifel.

„Zombie“ etwa wird in Protest-Kontexten genutzt, „Linger“ für Soft-Heartbreak, „Dreams“ für Coming-of-Age- oder Self-Love-Clips. Der Vintage-Klang der 90er wirkt für viele Gen-Z-User*innen wie ein eigener ästhetischer Filter: nicht perfekt glatt, leicht rau, aber warm. Dazu kommt, dass ältere Songs im Algorithmus manchmal als „frisch“ durchgehen, wenn sie weniger genutzt wurden als aktuelle Hits. Sobald ein paar größere Accounts einen Sound aufgreifen, explodieren Plays und Remixes fast von alleine.

Was unterscheidet The Cranberries von anderen 90er-Bands?

Es gibt ein paar Punkte, die The Cranberries sehr klar von anderen 90s-Acts absetzen. Erstens: Dolores’ Stimme. Ihr Mix aus irischem Akzent, Jodel-Techniken, weichen Passagen und plötzlichen Ausbrüchen ist bis heute einzigartig. Du erkennst sie in Sekunden, egal ob der Song auf einem Festival in der Ferne läuft oder aus einem Handy-Lautsprecher kommt.

Zweitens: die Kombination aus Pop-Sensibilität und ernsten Themen. Viele 90er-Radiohits erzählen recht simple Love-Storys. The Cranberries konnten das auch, aber sie schrieben gleichzeitig Songs über politische Gewalt („Zombie“), gesellschaftliche Erwartungen („Salvation“) oder Dysfunktion in Familien („Ode to My Family“), ohne belehrend zu wirken. Drittens: eine gewisse zeitlose Ästhetik. Während manche 90s-Produktionen extrem an Trends wie Eurodance-Sounds oder übertriebenem Gitarren-Bombast kleben, klingen Cranberries-Alben auch 30 Jahre später erstaunlich frisch.

Wie sollte ich als Neueinsteiger*in anfangen, wenn ich The Cranberries erst 2026 entdecke?

Wenn du gerade erst über TikTok oder eine Playlist bei The Cranberries gelandet bist, macht ein zweistufiger Einstieg Sinn. Schritt eins: Best-of-Songs checken – also „Zombie“, „Linger“, „Dreams“, „Ode to My Family“, „Animal Instinct“, „Salvation“, „Promises“, „When You're Gone“, „Just My Imagination“. So bekommst du ein erstes Gefühl dafür, welche Klangfarben die Band draufhat.

Schritt zwei: Alben am Stück hören. Starte mit No Need To Argue und Everybody Else Is Doing It, So Why Can't We?. Dort versteckt sich zwischen den Hits eine Menge Material, das Fans oft als noch intensiver beschreiben – Songs wie „Daffodil Lament“, „I Can't Be With You“ oder „Twenty One“. Wenn du dann tiefer rein willst, nimm dir To The Faithful Departed und Bury the Hatchet vor, um die dunklere, kantigere Seite kennenzulernen.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf alte Live-Aufnahmen auf YouTube – gerade Deutschland-Gigs oder Festivalauftritte. Dort siehst du, wie die Band im echten Raum funktioniert hat: keine Filter, keine Reels, sondern echte Crowd, echte Unsicherheit, echte Energie. Für viele Fans ist das der Punkt, an dem aus „Nice, gute Songs“ eine langfristige Obsession wird.


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