Tesla-Roboter, Optimus

Tesla-Roboter Optimus soll Mars-Kolonie aufbauen

09.02.2026 - 15:31:12

Elon Musk kündigt an, dass Teslas humanoider Roboter Optimus als selbstreplizierende Maschine die Besiedlung des Mars vorbereiten soll. Dafür wird die Fertigung der Modelle S und X eingestellt.

Tesla-Chef Elon Musk hat eine neue, interplanetare Mission für seinen humanoiden Roboter Optimus verkündet: Er soll als selbst-replizierende Maschine die erste Zivilisation auf dem Mars erschaffen. Diese Vision verbindet die Zukunft von Tesla, SpaceX und der KI-Firma xAI zu einem Ökosystem für die Besiedlung des Roten Planeten.

Von der Science-Fiction zur Mars-Strategie

In Posts auf der Plattform X skizzierte der Tech-Unternehmer eine radikale Neuausrichtung. Optimus soll zu einer sogenannten Von-Neumann-Maschine werden – ein theoretisches Konzept, bei dem eine Maschine aus Rohstoffen ihrer Umgebung Kopien von sich selbst baut. Genau diese Fähigkeit sieht Musk als Schlüssel für eine sich selbst erhaltende Präsenz auf dem Mars.

Die Strategie: Flotten von Optimus-Robotern sollen noch vor Menschen auf den Mars geschickt werden. Dort würden sie Habitate, Energie-Infrastruktur und andere Grundlagen für eine Kolonie errichten. Durch autonome Vervielfältigung könnte die Roboter-Arbeitskraft exponentiell wachsen – ohne teure Nachschublieferungen von der Erde. Dies würde eines der größten logistischen Probleme der Raumfahrt lösen.

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Produktion in Kalifornien wird umgerüstet

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, stellt Tesla seine Fertigung radikal um. Im zweiten Quartal 2026 will der Konzern die Produktion der Premium-Modelle Model S und Model X einstellen. Die freiwerdenden Linien im Werk im kalifornischen Fremont werden dann für die Serienfertigung des Optimus-Roboters genutzt.

Diese Entscheidung unterstreicht, welch hohen Stellenwert das Projekt im Unternehmen hat. Analysten sehen Teslas großen Vorteil in den riesigen Mengen an Videodaten seiner Fahrzeugflotte. Diese Daten sind essenziell, um die KI von Optimus für komplexe Entscheidungen in unvorhersehbaren Umgebungen zu trainieren. Ein dritter Prototyp mit verfeinerten, menschlicheren Bewegungen soll im ersten Quartal 2026 vorgestellt werden.

Ein Markt von Billionen – auf Erde und Mars

Der Vorstoß in die humanoide Robotik bedeutet eine fundamentale Neuausrichtung für Tesla. Das Geschäftsmodell wandert weiter in Richtung künstliche Intelligenz und autonome Systeme. Marktbeobachter prognostizieren für den humanoiden Robotermarkt ein Volumen in der Größenordnung von Billionen Euro.

Die Fähigkeit zur Selbstreplikation hätte nicht nur für den Mars, sondern auch für irdische Industrien tiefgreifende Folgen. Die gleiche Technologie könnte in Fertigung, Logistik und Infrastrukturprojekten auf der Erde eingesetzt werden und die globale Produktivität revolutionieren. Die Endmontage ist für Werke in Kalifornien und Texas geplant, doch das Projekt wird laut Branchenkreisen wohl auf Chinas umfangreiche Robotik-Lieferkette angewiesen sein.

Ambitionierter Zeitplan unter Experten-Skepsis

Der Zeitplan ist, wie bei Musk üblich, äußerst ambitioniert. Frühere Aussagen ließen darauf schließen, dass eine unbemannte Mission mit Optimus an Bord bis Ende 2026 zum Mars starten könnte. Bemannte Landungen könnten dann bereits 2029 folgen.

Experten betrachten diese Meilensteine jedoch mit Skepsis. Die technologischen Hürden sind immens: Die Trägerrakete Starship muss perfektioniert werden, und die Roboter müssen in der harschen Mars-Umgebung vollautonom operieren können. Der unmittelbare Fokus liegt nun darauf, die Produktion hochzufahren und die Fähigkeiten des Roboters zu verfeinern. Der Erfolg des gesamten Vorhabens hängt nicht nur von Teslas Fertigungskraft, sondern auch von der Entwicklung einer KI ab, die millionen Kilometer von der Erde entfernt eigenständig funktionieren kann.

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