Tesla, Cybercabs

Tesla Cybercabs: Erste öffentliche Tests in den USA

17.01.2026 - 09:00:12

Tesla hat mit öffentlichen Straßentests für seine futuristischen Robotaxis begonnen. Die sogenannten Cybercabs sind seit dieser Woche im realen Verkehr in mehreren US-Bundesstaaten unterwegs – ein entscheidender Schritt für das ambitionierte Projekt, das im zweiten Quartal 2026 in Produktion gehen soll.

Bisher waren die goldfarbenen, zweisitzigen Fahrzeuge nur auf abgeschirmten Testgeländen zu sehen. Seit dem 17. Januar 2026 rollen nun etwa ein Dutzend Prototypen auf öffentlichen Straßen. Die meisten Sichtungen gab es rund um Teslas Hauptsitz in Austin, Texas, und im Technologie-Zentrum San Francisco Bay Area. Weitere Tests finden offenbar in Buffalo, New York statt, vermutlich um die Wintertauglichkeit zu prüfen.

Ein entscheidender Unterschied zum finalen Design: Die aktuellen Testfahrzeuge verfügen noch über ein Lenkrad und Pedale. Diese Konfiguration ist regulatorisch vorgeschrieben. In Kalifornien muss stets ein Sicherheitsfahrer an Bord sein, um im Notfall eingreifen zu können.

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Regulatorische Hürden bleiben hoch

Der Teststart erfolgt in einer heiklen Phase. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat Tesla gerade eine fünfwöchige Fristverlängerung für eine laufende Untersuchung der Full Self-Driving (FSD)-Software gewährt. Diese Prüfung könnte zum entscheidenden Bremsklotz für den geplanten Marktstart werden.

Während Konkurrent Waymo bereits vollständig fahrerlose Taxiflotten in mehreren Städten betreibt, fehlt Tesla die entsprechende Genehmigung. In Texas sind die Vorschriften lockerer, was die intensiven Tests in Austin erklärt. Für den geplanten Start ohne Lenkrad benötigt Tesla jedoch noch Ausnahmegenehmigungen von US-Sicherheitsstandards.

Technische Kinderkrankheiten und Wettbewerbsdruck

Der Praxistest offenbarte bereits erste Probleme. In Austin wurde ein Cybercab-Prototyp auf einen Abschleppwagen verladen – ein typischer Vorgang in dieser frühen Testphase, der den Ingenieuren wertvolle Daten liefert.

Der Markteintritt wird spannend. Tesla setzt im Gegensatz zu Waymo auf ein reines Kamera- und KI-System und verzichtet auf teure Lidar-Sensoren. Das soll die Kosten drücken. Ehemalige Waymo-Chefs wie John Krafcik äußern jedoch Skepsis gegenüber diesem „Vision-only“-Ansatz und dem Zweisitzer-Design.

Der Countdown bis April 2026 läuft

Die kommenden Monate sind entscheidend. Tesla muss Millionen von fehlerfreien Testkilometern sammeln, um die Behörden vom Verzicht auf das Lenkrad zu überzeugen. Beobachter erwarten zudem eine neue FSD-Softwareversion, die den Sprung von überwachter zu vollständiger Autonomie ermöglichen soll.

Die ersten Cybercabs im Stadtverkehr zeigen: Aus der Vision wird Realität. Ob der aggressive Zeitplan bis zur Serienproduktion im April 2026 hält, hängt nun vor allem von den Regulierern ab – und davon, wie sicher sich die KI im chaotischen Alltagsverkehr beweist.

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