Tesla Cybercab: Roboter-Auto nun auch für Privatkunden
18.02.2026 - 22:32:12 | boerse-global.deTesla baut sein fahrerloses Cybercab jetzt in Serie – und will es ab 2027 für unter 30.000 Euro verkaufen. Damit stellt sich der Konzern gegen die Erwartung, das Fahrzeug nur als Robotaxi zu vermieten.
Die Bestätigung kam am Dienstag, zeitgleich mit einem wichtigen Meilenstein in der Fabrik. Im texanischen Gigafactory Texas rollte das erste seriennahe Exemplar vom Band. Ein Bild des Ereignisses verbreitete Tesla in den sozialen Medien. Es zeigt Mitarbeiter um das futuristische Zwei-Sitzer-Fahrzeug versammelt.
Vom Konzept zur Serienproduktion
Das Cybercab wurde erstmals im Oktober 2024 vorgestellt. Nun wird es Realität. Das Fahrzeug besitzt keine Lenkrad und keine Pedale – es ist von Grund auf für vollständige Autonomie konzipiert. Optisch erinnert es an den Cybertruck, jedoch in einer kleineren, stromlinienförmigen Version für den Stadtverkehr.
Bislang waren nur Prototypen auf US-Straßen unterwegs. Die nun gezeigte Einheit ist die erste, die mit den endgültigen Produktionswerkzeugen gefertigt wurde. Sie markiert den Start der Validierungsphase vor der Serienproduktion.
Preis unter 30.000 Euro geplant
Die überraschendste Nachricht lieferte CEO Elon Musk auf der Plattform X. Auf direkte Nachfrage bestätigte er, dass Tesla das Cybercab an Privatkunden verkaufen wird – und zwar für 30.000 US-Dollar oder weniger bis 2027. In Euro wären das etwa 27.500 Euro.
Damit würde Tesla eines der günstigsten Elektroautos überhaupt anbieten und preislich sogar unter viele Basismodelle der Konkurrenz fallen. Allerdings kommt zum Kaufpreis wahrscheinlich ein Abonnement für die Voll-Selbstfahrend-Software (FSD) hinzu, ohne die das Fahrzeug nicht betrieben werden kann.
Der angekündigte Preis hatte seit der Vorstellung 2024 für Skepsis gesorgt. Selbst bekannte Tech-Experten wie Marques Brownlee zweifelten öffentlich an der Machbarkeit. Musk bezog sich in seinen Äußerungen nun genau auf diesen Zweifel und signalisierte, dass die Ziele erreichbar seien.
Revolutionäres „Unboxed“-Fertigungsverfahren
Doch bis zur Massenproduktion ist es noch ein weiter Weg. Musk räumte ein, dass die Fertigung der ersten Einheiten „schmerzlich langsam“ verlaufe. Grund ist ein neuartiges Fertigungsverfahren namens „Unboxed“.
Dabei werden große Teilmodule des Fahrzeugs parallel gefertigt und am Ende quasi zusammengesteckt. Diese Methode soll den Platzbedarf in der Fabrik um 40 Prozent senken und die Produktionskosten um bis zu 50 Prozent reduzieren. Erst diese Einsparungen machen den niedrigen Verkaufspreis möglich.
Die Serienfertigung in größerem Umfang soll im April 2026 starten. Zunächst werden nur Validierungsfahrzeuge für Tests und behördliche Zulassungen gebaut.
Disruption für Uber & Co. – und große Hürden
Die Ankündigung privater Verkäufe hat weitreichende Folgen. Sie könnte das Geschäft von Ride-Hailing-Diensten wie Uber und Lyft grundlegend verändern. Denn Privatpersonen könnten ihr eigenes Cybercab kaufen und es über Teslas Netzwerk vermieten, um damit Geld zu verdienen.
Doch es bleiben gewaltige Hürden. Die größte ist die regulatorische Zulassung. Aktuelle Sicherheitsstandards in den USA und Europa setzen in der Regel ein Lenkrad voraus. Tesla braucht Sondergenehmigungen oder muss auf neue Gesetze warten, um das Fahrzeug in großer Stückzahl verkaufen zu dürfen.
Regulatorische Hürden sind für das Cybercab zentral – vor allem die Anforderungen an KI‑Systeme wie Teslas FSD. Ein kostenloses E‑Book zur EU‑KI‑Verordnung erklärt verständlich, welche Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationspflichten Hersteller und Entwickler jetzt beachten müssen. KI-Verordnung: Gratis-Umsetzungsleitfaden herunterladen
Zudem hängt alles an der Leistungsfähigkeit der FSD-Software. Sie muss ein „unbeaufsichtigtes“ Sicherheitsniveau erreichen, um ein Fahrzeug ohne jeden manuellen Eingriff zuzulassen. Aufsichtsbehörden in Kalifornien und Washington beobachten die Entwicklung mit Argusaugen.
Countdown bis 2027 läuft
Mit dem ersten Serienfahrzeug und der klaren Verkaufsstrategie beginnt der Countdown. In den kommenden Monaten werden die Testflotten in Texas und Kalifornien wachsen und das Cybercab immer öfter auf öffentlichen Straßen zu sehen sein.
Für Verbraucher ist die Aussicht verlockend: Ein dediziertes Roboterauto zum Preis einer Kompaktlimousine. Die Branche fragt sich jedoch, ob Tesla die neuartige Fertigung schnell genug hochfahren und die Software rechtzeitig zur Serienreife bringen kann. Die Antwort wird den Automobilmarkt der kommenden Jahre prägen.
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