Tesla, Cybercab

Tesla Cybercab: Erster fahrerloser Roboter-Taxi-Roller rollt vom Band

19.02.2026 - 09:22:12 | boerse-global.de

Tesla startet die Serienproduktion seines lenkradlosen Robotertaxis, sieht sich jedoch mit regulatorischen Prüfungen und Sicherheitsbedenken konfrontiert.

Tesla hat den ersten serienmäßigen Cybercab-Roboter-Taxi produziert. Das Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale soll ab April 2026 in Serie gehen. Doch der Hardware-Erfolg trifft auf regulatorische Hürden und Sicherheitsbedenken.

Serienstart trotz regulatorischer Gegenwind

Der erste Cybercab-Prototyp verließ diese Woche die Gigafactory in Texas. Das futuristische Zwei-Sitzer-Coupé mit Flügeltüren ist das erste Tesla-Fahrzeug, das komplett auf manuelle Steuerung verzichtet. CEO Elon Musk bestätigte das Ziel, die Serienproduktion im April 2026 zu starten und einen Preis unter 30.000 Euro zu halten.

Gleichzeitig schloss Tesla einen Vergleich mit der kalifornischen Verkehrsbehörde DMV. Das Unternehmen vermied so einen drohenden 30-tägigen Lizenzentzug. Kern des Vergleichs: Tesla muss die Werbesprache für seine Assistenzsysteme „Autopilot“ und „Full Self-Driving“ anpassen. Die Behörden sahen Verbraucher in dem Glauben getäuscht, die Fahrzeuge seien bereits vollautonom.

Sicherheitsproben und Pilot-Daten sorgen für Skepsis

Parallel läuft eine Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Sie prüft Vorwürfe, dass Teslas FSD-System in autonomem Modus Verkehrsregeln bricht – etwa bei Rot über Ampeln fährt. Tesla erhielt eine Fristverlängerung bis zum 23. Februar für seine Stellungnahme.

Daten aus dem bestehenden Roboter-Taxi-Pilotprogramm in Austin geben Anlass zur Sorge. Analysen zeigen: Die umgebauten Model Y in dem Test haben eine deutlich höhere Unfallrate als menschliche Fahrer. Die Verfügbarkeit der Flotte liege zudem unter 20 Prozent. Das steht in starkem Kontrast zu Wettbewerbern wie Waymo, die bereits fahrerlose Dienstleistungen in mehreren US-Städten anbieten.

Unboxed-Produktion und die Software-Herausforderung

Der Cybercab nutzt Teslas neue „unboxed“-Produktionsmethode. Dabei werden verschiedene Fahrzeugabschnitte parallel gefertigt und erst später integriert. Das soll Kosten senken und eine schnelle Skalierung der Flotte ermöglichen.

Doch die eigentliche Hürde bleibt die Software. Der Cybercab ist zwar hardwaremäßig für Autonomie gebaut, sein Betrieb hängt vollständig von der KI-Software ab. Diese befindet sich noch in der Entwicklung und Validierung. Die Diskrepanz zwischen ausgereifter Hardware und noch nicht ausgereifter Software bereitet Investoren Kopfzerbrechen.

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Marktpotenzial und regulatorische Hürden

Mit dem radikalen Verzicht auf manuelle Steuerung setzt Tesla alles auf eine Karte. Es gibt keinen „Rückfall“-Modus für menschliches Eingreifen. Die Sicherheit lastet voll auf den kamerabasierten neuronalen Netzen.

Der angestrebte Preis von unter 30.000 Euro könnte die Wirtschaftlichkeit der Taxi-Branche revolutionieren. Doch der Zeitplan für den Einsatz hängt maßgeblich von behördlichen Genehmigungen ab. Die Erlaubnis, lenkradlose Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr einzusetzen, liegt bei Bundes- und Landesbehörden – und die prüfen derzeit intensiv Teslas Sicherheitsbilanz.

Der April 2026 wird zum Schicksalsmonat. Gelingt der Serienstart, richtet sich der Fokus darauf, wie schnell Tesla die Software so validieren kann, dass sie Regulatoren überzeugt. Vorführungen auf Branchenevents sollen dann zeigen, ob der Cybercab wirklich bereit für die reale Welt ist.

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