Tesla, Aktie

Tesla Aktie: Verkaufsdruck wächst

24.02.2026 - 17:06:11 | boerse-global.de

Tesla verzeichnet sinkende Absätze in Europa und Verzögerungen beim autonomen Fahren, während institutionelle Investoren ihre Positionen deutlich reduzieren.

Tesla steht unter Druck. Europäische Verkaufszahlen brechen weiter ein, große Investmenthäuser reduzieren ihre Positionen – und das Robotaxi-Programm, auf dem ein Großteil der Bewertung fußt, gerät ins Stocken. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.

13 Monate Rückgang in Europa

Im Januar 2026 registrierte Tesla in Europa nur noch 8.075 Neuwagen – ein Minus von 17 Prozent im Jahresvergleich. Laut Daten des europäischen Herstellerverbands ACEA ist dies bereits der 13. Monat in Folge mit sinkenden Absätzen. Der Marktanteil rutschte von 1,0 auf 0,8 Prozent.

Besonders bitter: Während Tesla schrumpft, explodiert die Konkurrenz aus China. BYD steigerte seine Neuzulassungen um 165 Prozent auf 18.242 Fahrzeuge und verdoppelte den Marktanteil auf 1,9 Prozent. Analysten sehen darin einen strukturellen Kostenvorteil der chinesischen Hersteller, der sich auch in den kommenden Jahren nicht schließen lasse.

Institutionelle Investoren ziehen sich zurück

Parallel dazu zeigen regulatorische Pflichtmitteilungen für das vierte Quartal 2025 massive Positionsabbau bei großen Häusern. UBS Asset Management verkaufte rund 59 Millionen Aktien – eine Reduktion um 74 Prozent. Nomura reduzierte seinen Bestand um über 80 Prozent, Goldman Sachs trennte sich von 2,4 Millionen Titeln, Morgan Stanley baute bereits im dritten Quartal in Folge ab.

Kleinanleger hingegen kauften weiter: Allein in der Woche vom 12. bis 18. Februar flossen 326 Millionen Dollar in Tesla-Aktien – Platz vier hinter Nvidia, Amazon und Microsoft.

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Robotaxis: Unfälle häufen sich, Expansion stockt

Das autonome Fahren gilt als zentrale Rechtfertigung für Teslas Premium-Bewertung. Doch neue Daten der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA werfen Fragen auf. Seit dem Start der Robotaxi-Flotte in Austin im Juni 2025 wurden 14 Unfälle gemeldet, fünf davon allein zwischen Dezember 2025 und Januar 2026. Das entspricht statistisch einem Unfall alle 57.000 Meilen – verglichen mit 229.000 Meilen beim durchschnittlichen US-Fahrer.

Die Flotte umfasst derzeit etwa 42 Fahrzeuge in Austin, weniger als 20 Prozent davon sind während der Betriebszeiten verfügbar. CEO Elon Musk hatte für Ende 2025 ursprünglich 500 Fahrzeuge in Austin und eine Expansion in acht bis zehn weitere Städte angekündigt. Beides ist nicht eingetreten. In Kalifornien liegt Tesla zudem im Clinch mit Waymo über regulatorische Fragen und kämpft gegen ein Verbot der Begriffe "driverless" und "robotaxi" in der Werbung.

Bewertung bleibt ambitioniert

Bei einem Forward-KGV von rund 199 für 2026 und einer Marktkapitalisierung von etwa 1,5 Billionen Dollar preist die Aktie weiterhin massive Wachstumsfantasien ein. Tesla plant für 2026 Investitionen von über 20 Milliarden Dollar in neue Werke und KI-Infrastruktur. Ob diese Summen die erhofften Durchbrüche bringen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen – die aktuellen Daten lassen Zweifel aufkommen.

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