Tesla, Aktie

Tesla Aktie: Betriebsrat-Debakel

06.03.2026 - 01:18:16 | boerse-global.de

Die IG Metall wirft Tesla nach der Betriebsratswahl massive Einflussnahme vor und prüft eine Strafanzeige. Die gewerkschaftsfreie Liste gewann die meisten Sitze.

Tesla Aktie: Betriebsrat-Debakel - Foto: über boerse-global.de
Tesla Aktie: Betriebsrat-Debakel - Foto: über boerse-global.de

Grünheide wird zum Schauplatz eines handfesten Konflikts. Nach der Betriebsratswahl im einzigen deutschen Tesla-Werk wirft die IG Metall dem Management massive Einflussnahme vor – und prüft eine Strafanzeige. Die gewerkschaftsfreie Liste „Giga United" gewann 16 der 37 Sitze, die IG Metall landete mit 13 Sitzen nur auf Platz zwei.

Rund 10.700 Beschäftigte waren aufgerufen, knapp 90 Prozent beteiligten sich. Das Ergebnis: 24 Sitze gingen an nicht gewerkschaftlich organisierte Listen. Für die IG Metall ein herber Rückschlag – ihr Stimmenanteil sank von fast 40 Prozent im Jahr 2024 auf nur noch 31 Prozent.

Musk drohte mit Ausbaustopp

Tesla-Chef Elon Musk hatte vor der Wahl mit einer Videobotschaft an die Belegschaft Druck aufgebaut. Seine Botschaft war unmissverständlich: „Die Dinge werden sicherlich schwieriger, wenn es sozusagen externe Organisationen gibt, die Tesla in die falsche Richtung drängen." Zwar wolle man die Fabrik nicht schließen, aber „realistisch gesehen werden wir auch nicht erweitern."

Werksleiter André Thierig jubelte auf X über das Wahlergebnis: „Dies ist ein klares Signal des Giga-Berlin-Teams hin zu einer unabhängigen Mitbestimmung." Die IG Metall sieht das radikal anders. Bezirksleiter Jan Otto sprach von einer unfairen Wahl: „Hier hat ein Milliardär mit der Kraft des Kapitalismus faktisch auch Demokratie ausgehöhlt."

Strafanzeige im Raum

Die Gewerkschaft prüft nun einen Strafantrag nach Paragraf 119 des Betriebsverfassungsgesetzes wegen Behinderung der Gewerkschaften. Otto forderte eine Reaktion der Landesregierung. Das Wirtschaftsministerium reagierte vorsichtig und betonte lediglich den „hohen Stellenwert der betrieblichen Mitbestimmung" – auf die konkreten Vorwürfe ging man nicht ein.

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Der Konflikt schwelt seit Monaten. Bei der letzten Betriebsratssitzung kam es zum Eklat, als Tesla einem IG-Metall-Vertreter heimliche Aufnahmen vorwarf – ein Vorwurf, den die Gewerkschaft zurückweist. Ermittlungen laufen. Die IG Metall wirbt für einen Tarifvertrag, Werksleiter Thierig lehnt ab und pocht auf Flexibilität.

Für Anleger bleibt die Lage angespannt. Der Machtkampf in Grünheide könnte die Ausbauplanung des Werks verzögern – und damit Teslas Europa-Strategie belasten. Die Aktie reagierte vorbörslich kaum und verlor 0,19 Prozent auf 405,18 Dollar.

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