Temple, Webster

Temple & Webster Aktie: UBS steigt aus

22.02.2026 - 22:31:45 | boerse-global.de

Der australische Online-Händler meldet starkes Umsatzwachstum, doch sinkende Gewinnmargen belasten die Aktie. Ein prominenter Großaktionär reduziert seine Beteiligung.

Temple & Webster steht unter Druck: Nach einem Kurssturz von über 25 Prozent zieht sich nun mit der UBS ein prominenter Großaktionär zurück. Während der Umsatz des Online-Händlers kräftig wächst, bereiten schrumpfende Margen dem Markt zunehmend Sorgen. Kann die Wachstumsstrategie die Profitabilitätslücke mittelfristig schließen?

Großaktionär reduziert Beteiligung

Die Aktionärsstruktur des Unternehmens ist derzeit in Bewegung. Wie aus einer regulatorischen Mitteilung vom vergangenen Freitag hervorgeht, hat die UBS Group AG ihren Status als substanzieller Anteilseigner verloren. Dieser Rückzug folgt unmittelbar auf die Veröffentlichung der jüngsten Halbjahreszahlen, die am Markt für erhebliche Turbulenzen sorgten.

Bereits am 11. Februar brach der Aktienkurs um 25,57 Prozent ein. Auslöser war die Diskrepanz zwischen operativem Wachstum und dem tatsächlichen Gewinn. Zwar stieg der Umsatz im ersten Halbjahr bis zum 31. Dezember 2025 um 20 Prozent auf 375,9 Millionen Australische Dollar (A$), doch der Nettogewinn sank gleichzeitig auf 5,76 Millionen A$. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich.

Wachstum trifft auf Margendruck

Trotz des Gewinnrückgangs zeigen die operativen Kennzahlen eine wachsende Marktpräsenz. Die Zahl der aktiven Kunden stieg um 14 Prozent auf rund 1,4 Millionen. Besonders hervorzuheben ist die hohe Kundenbindung: 62 Prozent aller Bestellungen stammen von Bestandskunden. Das EBITDA (vor Investitionen in Neuseeland) legte um 13 Prozent auf 14,9 Millionen A$ zu, konnte jedoch mit dem Umsatztempo nicht ganz mithalten.

Die Bilanz des Unternehmens bleibt dennoch solide. Temple & Webster verfügt über eine schuldenfreie Cash-Position von 160,6 Millionen A$. Im Berichtszeitraum wurde ein freier Cashflow von 23 Millionen A$ generiert. Einen Teil dieser Liquidität – rund 7,5 Millionen A$ – investierte das Management bereits in ein laufendes Aktienrückkaufprogramm.

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Analysten sehen Erholungspotenzial

Trotz des jüngsten Abverkaufs, der die Aktie in die Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs drückte, bleiben viele Experten optimistisch. Bell Potter stuft den Titel weiterhin als Kauf ein, reduzierte das Kursziel jedoch auf 13,00 A$. Die Analysten von Canaccord Genuity sind mit einem Kursziel von 16,50 A$ noch zuversichtlicher und verweisen auf die anhaltenden Marktanteilsgewinne.

Der Ausblick auf das laufende Jahr bleibt ambitioniert. In den ersten Wochen des neuen Kalenderjahres (1. Januar bis 9. Februar) hielt das Umsatzwachstum mit 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Das Management hält zudem an seinem mittelfristigen Ziel fest, den Jahresumsatz auf über eine Milliarde A$ zu steigern. Damit liegt der Fokus klar auf der Skalierung des Geschäftsmodells, um den aktuellen Margendruck durch Größe auszugleichen.

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