Telekom, Samsung

Telekom und Samsung machen Smartphones zum digitalen Schlüsselbund

22.02.2026 - 23:50:12 | boerse-global.de

Deutsche Telekom und Samsung lancieren eine neue Sicherheitsplattform, die Smartphones in hardwaregeschützte Schlüssel für Büro, IT und digitale Signaturen verwandelt. Das Angebot startet im Sommer 2026 zunächst für Geschäftskunden.

Die Deutsche Telekom und Samsung stellen mit „Magenta Security Mobile.ID“ eine neue Sicherheitsplattform vor. Sie verwandelt Smartphones in einen universellen, hardwaregeschützten Schlüssel für Bürotüren, IT-Systeme und digitale Signaturen. Ab Sommer 2026 startet das Angebot zunächst für Geschäftskunden.

Vom Passwort zum Sicherheitschip

Die Lösung nutzt ein sogenanntes Secure Element – einen speziellen Chip im Smartphone, der physisch vom Hauptsystem getrennt ist. Darauf liegen sensible Daten wie digitale Zertifikate oder Schlüssel besonders geschützt. Die Authentifizierung funktioniert per Bluetooth oder NFC und soll physische Ausweise und komplexe Passwörter ersetzen.

Damit reagieren die Partner auf eine wachsende Bedrohungslage. Erst kürzlich mussten sowohl Google als auch Samsung Dutzende kritischer Sicherheitslücken in ihren Systemen patchen. Hardware-basierte Sicherheit, wie sie auch Apple oder Google in eigenen Chips einsetzen, gilt als nächster notwendiger Schritt, um Angriffsflächen zu verkleinern.

Erst die Firma, dann die eigene Haustür?

Für Unternehmen verspricht die Plattform eine Vereinfachung: Mitarbeiter kommen mit ihrem Smartphone ins Büro, in die Tiefgarage und an ihre Arbeitsrechner. Die Telekom testet die Lösung bereits intern.

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Langfristig könnte die Technologie auch den Privatbereich verändern. Denkbar sind digitale Haustürschlüssel, sichere Log-ins für Onlinedienste oder die Nutzung als digitaler Amtausweis. „Die Kontrolle über die eigene digitale Identität verbleibt vollständig beim Nutzer“, sagt Telekom-Sicherheitschef Thomas Tschersich.

Ein strategischer Schachzug im europäischen Markt

Die Partnerschaft zwischen Netzbetreiber und Gerätehersteller ist kein Zufall. Im europäischen Markt, wo Datenschutz und digitale Souveränität großgeschrieben werden, könnte eine solche Vertrauensinfrastruktur zum Wettbewerbsvorteil werden.

Der nächste logische Schritt: Kommende Smartphone-Generationen wie die erwartete Galaxy S26-Reihe werden wahrscheinlich von Haus aus für solche integrierten Sicherheitsdienste optimiert sein. Kombiniert mit KI, die Bedrohungen in Echtzeit erkennt, entsteht so ein mehrschichtiges Verteidigungssystem. Das Smartphone wird vom Kommunikationsgerät zum Zentrum der digitalen Identität.

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