Telegram, Klick

Telegram: Ein Klick genügt für den Identitätsdiebstahl

11.02.2026 - 10:09:12

Kriminelle nutzen psychologische Tricks, um Nutzer zur Bestätigung fremder Logins zu drängen. Experten empfehlen dringend die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Eine massive Betrugswelle nutzt den Anmeldekomfort von Telegram gegen seine Nutzer. Sicherheitsexperten warnen vor dem „manipulierten Ja-Klick“, der Kriminellen mit einer einzigen Bestätigung die vollständige Kontrolle über das Konto verschafft.

So funktioniert der perfide Trick

Die Angreifer starten einen Login-Versuch mit der Telefonnummer des Opfers. Daraufhin erhält dieses eine legitime Systemnachricht von Telegram, die nach der Bestätigung des neuen Geräts fragt. Der entscheidende Hebel ist der parallele Kontakt: Die Betrüger schreiben als vermeintlicher „Telegram-Support“ oder von einem gehackten Account eines Bekannten. Unter Vorwänden wie einer angeblichen Sicherheitsüberprüfung drängen sie das Opfer, in der echten Telegram-Nachricht auf „Zulassen“ zu klicken.

Anzeige

Viele Telegram‑Nutzer wissen nicht, welche Einstellungen ihren Account wirklich schützen — und ein einziges fehlendes Passwort reicht oft für eine Übernahme. Das kostenlose Telegram‑Startpaket erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Nummer verbergen, geheime Chats nutzen, die richtige Zweistufige Bestätigung (Cloud‑Passwort) aktivieren und eine Wiederherstellungs‑E‑Mail hinterlegen. Praxisnah und auch für Einsteiger geeignet, damit Social‑Engineering‑Angriffe weniger Chancen haben. Telegram-Startpaket jetzt kostenlos anfordern

Ein Klick genügt – das fremde Gerät ist autorisiert. Die Methode erfordert kein technisches Hacking, sondern setzt rein auf psychologische Manipulation.

Angst und Hilfsbereitschaft als Einfallstor

Die Betrüger spielen mit klassischen Druckmitteln. Sie nutzen die Angst vor einer Kontosperrung („Dein Account wurde als Spam markiert…“) oder die Hilfsbereitschaft gegenüber Freunden („Mein Handy ist kaputt, bitte bestätige den Login für mich“). Die größte Tücke: Die Login-Anfrage ist echt und kommt vom offiziellen Telegram-Service. Das verleitet Nutzer dazu, die Warnung falsch einzuordnen.

Die verheerenden Folgen des Klicks

Sobald der Account übernommen ist, handeln die Täter schnell. Sie haben Zugriff auf die gesamte Cloud-Chat-Historie, Bilder und Dokumente – außer in „Geheimen Chats“.

  • Kettenbetrug: Der gestohlene Account wird sofort genutzt, um Kontakte mit derselben Masche anzuschreiben. Die Erfolgsquote ist hoch, weil die Nachricht von einem Vertrauten kommt.
  • Finanzschaden: Es folgen betrügerische Geldanfragen („Enkeltrick 2.0“) oder Lockangebote für Krypto-Investments.
  • Erpressung: Private Daten oder Fotos aus Chats werden für Sextortion-Versuche missbraucht.

Ein Monat der Messenger-Unsicherheit

Die Warnung fällt in einen unruhigen Februar für digitale Kommunikation. Während das BSI kürzlich vor gezielten Spionageangriffen auf Signal-Nutzer warnte, zielt die aktuelle Telegram-Welle auf die breite Masse. Der Unterschied: Hier geht es nicht um staatliche Akteure, sondern um organisiertes Verbrechen, das die niedrigeren Anonymitätshürden der Plattform ausnutzt.

Der wirksamste Schutz: Das Cloud-Passwort

Experten sehen in der zweistufigen Bestätigung (2FA) den entscheidenden Riegel gegen diese Angriffe. Bei Telegram heißt diese Funktion „Cloud-Passwort“. Ist sie aktiviert, reicht der Bestätigungsklick nicht mehr – es muss zusätzlich ein persönliches Passwort eingegeben werden.

So aktivieren Sie den Schutz:
1. Öffnen Sie die Telegram-Einstellungen.
2. Wählen Sie „Privatsphäre und Sicherheit“.
3. Aktivieren Sie „Zweistufige Bestätigung“.
4. Legen Sie ein starkes Passwort fest und hinterlegen Sie eine Wiederherstellungs-E-Mail.

Zusätzlich lohnt der regelmäßige Blick in „Einstellungen“ > „Geräte“, um aktive Sitzungen zu prüfen und unbekannte zu beenden.

Die Branche rechnet damit, dass solche Social-Engineering-Angriffe 2026 weiter zunehmen. Bis Anbieter wie Telegram ihre Login-Prozesse möglicherweise mit biometrischen Checks verschärfen, bleibt ein gesundes Misstrauen der beste Schutz – selbst bei Nachrichten von Freunden.

Anzeige

PS: Sie möchten verhindern, dass ein Klick genügt, um Ihr Konto zu übernehmen? Der kostenlose PDF-Report „Telegram Startpaket“ fasst die wichtigsten Privatsphäre‑Einstellungen zusammen, zeigt den 5‑Minuten‑Trick zum Verstecken der Nummer, erklärt die Nutzung geheimer Chats und wie Sie das Cloud‑Passwort wirkungsvoll einsetzen. Ideal, wenn Sie sicher und ohne Vorkenntnisse chatten wollen. Telegram-Privatsphäre jetzt optimieren

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.