Telegram, Millionen-Investition

Telegram baut mit Millionen-Investition dezentrale KI-Alternative aus

16.01.2026 - 00:22:12

Telegram baut mit einem Millionen-Deal für NVIDIA-Grafikchips sein dezentrales KI-Rechennetzwerk Cocoon aus, um eine datenschutzfreundliche Alternative zu großen Cloud-Anbietern zu schaffen.

Der Messenger-Riese Telegram treibt seine KI-Strategie mit einem 46-Millionen-Euro-Deal für Grafikchips voran. Ziel ist ein datenschutzfreundliches Ökosystem, das Tech-Giganten wie Amazon Paroli bieten soll.

Telegram festigt seine Rolle an der Schnittstelle von Blockchain und Künstlicher Intelligenz (KI). Kern der Strategie ist der Ausbau von Cocoon, einem dezentralen Rechennetzwerk auf der hauseigenen TON-Blockchain. Diese Woche kündigte der Partner AlphaTON Capital den Kauf von 576 Hochleistungs-NVIDIA B300-Chips für umgerechnet 46 Millionen Euro an. Die Lieferung ist für Februar 2026 geplant. Diese Investition soll die Leistungsfähigkeit des Netzwerks massiv steigern und zeigt den ernsthaften Aufbau einer Infrastruktur, die mit zentralisierten Cloud-Diensten konkurrieren will.

Cocoon: Ein Marktplatz für KI-Rechenleistung

Das im Spätjahr 2025 gestartete Cocoon-Netzwerk (Confidential Compute Open Network) funktioniert wie ein Marktplatz. Es verbindet Entwickler, die KI-Rechenleistung benötigen, mit einem globalen Netzwerk von Anbietern – von Privatpersonen bis zu Rechenzentren. Diese stellen ihre Grafikprozessoren (GPUs) zur Verfügung und werden mit der Kryptowährung Toncoin (TON) vergütet. Telegram selbst ist der erste und größte Kunde. Die eigenen KI-Funktionen des Messengers, wie kürzlich eingeführte automatische Zusammenfassungen für Kanalbeiträge, laufen bereits über Cocoon.

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Das Modell zielt darauf ab, eine kostengünstige und zensurresistente Alternative zu etablierten Cloud-Anbietern zu schaffen. Es soll Innovationen, besonders innerhalb der beliebten Telegram-Mini-Apps, fördern.

Datenschutz als technologischer Kernvorteil

Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen KI-Diensten ist der Fokus auf Privatsphäre. Cocoon nutzt sogenannte Trusted Execution Environments (TEEs). Diese Technologie schafft verschlüsselte, isolierte Bereiche für die Datenverarbeitung. Weder die Betreiber der GPUs noch Dritte können so auf die Nutzeranfragen oder die KI-Antworten zugreifen.

Die KI-Zusammenfassungen in Telegram sind die erste praktische Anwendung dieses Prinzips. Die zugrundeliegenden Open-Source-Modelle verarbeiten die Daten, ohne dass der Inhalt der Posts oder das Nutzerverhalten nach außen dringen. Damit reagiert Telegram direkt auf wachsende Bedenken gegenüber der Datennutzung durch Konzerne wie Google oder OpenAI.

Strategische Partnerschaften für grüne Rechenkraft

Die Expansion wird durch strategische Allianzen vorangetrieben. AlphaTON Capital arbeitet mit Partnern wie SingularityNET und CUDO Compute zusammen, um eine große Flotte an Hochleistungs-GPUs zu betreiben. Ein Teil der Hardware soll in einem nachhaltigen, wasserkraftbetriebenen Rechenzentrum in Schweden untergebracht werden. Diese vertikal integrierte Strategie unterstreicht das langfristige Commitment für eine leistungsstarke und skalierbare Plattform.

Kampfansage an die Tech-Giganten

Telegrams Vorstoß bringt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu den Cloud- und KI-Sparten von Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure. Sein großer Vorteil: die nahtlose Integration in eine App mit über einer Milliarde Nutzern. Diese riesige Community kann die Adoption des dezentralen Netzwerks extrem beschleunigen.

Analysten sehen das Potenzial, die Normen für Preise und Datenschutz im KI-Sektor zu verändern. Durch einen dezentralen Peer-to-Peer-Markt könnten die Kosten für Rechenleistung sinken. Gleichzeitig entspricht der Fokus auf Privatsphäre der global wachsenden Nachfrage nach digitaler Datensouveränität.

Dezentrale Governance als Zukunftsvision

Die nächsten Schritte konzentrieren sich auf aggressives Wachstum. Das Netzwerk will weitere GPU-Anbieter gewinnen, um das Angebot zu vergrößern, und Entwickler für den Bau neuer Anwendungen begeistern. Nutzer können den Rollout weiterer KI-Funktionen erwarten, die das Prinzip der 100-prozentigen Vertraulichkeit wahren.

Langfristig ist geplant, die Governance des Cocoon-Netzwerks in eine dezentrale autonome Organisation (DAO) zu überführen. Der Erfolg hängt letztlich davon ab, ob es gelingt, Leistung und Stabilität beim Wachstum zu halten und einen lebendigen Marktplatz für Rechenressourcen und KI-Innovationen zu etablieren.

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