Telefonica, Aktie

Telefonica Aktie: Schwache Zahlen

24.02.2026 - 11:59:04 | boerse-global.de

Der spanische Telekomkonzern Telefonica verzeichnet 2025 einen hohen Milliardenverlust, angetrieben durch Umstrukturierungskosten. Die Deutschland-Tochter O2 leidet weiter unter dem Abgang des Großkunden 1&1.

Die spanische Telefonica hat ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und enttäuscht damit auf ganzer Linie. Der Konzern rutschte tief in die roten Zahlen, während die Deutschland-Tochter O2 Telefónica weiter unter dem Wegfall ihres größten Kunden leidet.

Milliarden-Verlust durch Umstrukturierung

Im vierten Quartal 2025 verbuchte Telefonica einen Nettoverlust von 3,04 Milliarden Euro – nach einem Gewinn von 133 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Verantwortlich dafür waren massive Umstrukturierungskosten in Höhe von 2,8 Milliarden Euro, darunter allein 2,5 Milliarden Euro für Personalabbau in Spanien. Auf das Gesamtjahr 2025 gerechnet summierte sich der Verlust aus dem fortgeführten Geschäft auf 2,05 Milliarden Euro.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im Schlussquartal um zwei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 0,7 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro zu. Beide Werte lagen im Rahmen der Markterwartungen. Die Aktie reagierte am Dienstag dennoch kaum und notierte nahezu unverändert bei 3,65 Euro.

O2 kämpft mit 1&1-Exodus

Deutlich schwieriger gestaltete sich die Lage in Deutschland. Die Tochter O2 Telefónica musste im Gesamtjahr 2025 einen Umsatzrückgang von 3,8 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro hinnehmen. Das bereinigte operative Ergebnis brach sogar um 8,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro ein.

Der Hauptgrund: Konkurrent 1&1 hatte sich jahrelang im O2-Netz eingemietet und seine Kunden über die O2-Antennen verbunden – eine lukrative Einnahmequelle für den etablierten Netzbetreiber. Doch mittlerweile ist 1&1 zu Vodafone gewechselt und hat rund zwölf Millionen Kunden auf dessen Netz umgebucht. Die Lücke, die dieser Exodus hinterlässt, konnte O2 trotz neuer Partner bislang nicht schließen.

Hinzu kommt die Kaufzurückhaltung der Verbraucher, die sich auch im schwächeren Smartphone-Geschäft niederschlägt. Kunden warten derzeit länger, bis sie sich ein neues Gerät zulegen.

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Kerngeschäft zeigt Lebenszeichen

Immerhin im Kerngeschäft mit eigenen Mobilfunk-Kunden gibt es positive Signale. Im vierten Quartal 2025 gewann O2 192.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden hinzu – die Gesamtzahl stieg damit auf 18 Millionen. Finanzvorstand Markus Rolle zeigte sich zuversichtlich: „Unser Kundenwachstum unterstreicht ein robustes Kerngeschäft in einem wettbewerbsintensiven Markt."

Der freie Barmittelfluss von Telefonica erreichte im Gesamtjahr 2025 rund 2,07 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2026 peilt der Konzern drei Milliarden Euro an. Beim Umsatz und beim bereinigten operativen Gewinn rechnet Telefonica für 2026 mit einem Wachstum von 1,5 bis 2,5 Prozent auf vergleichbarer Basis.

Die Aktionäre erhalten für 2025 eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie in bar. Die erste Tranche von 0,15 Euro wurde bereits im Dezember 2025 ausgezahlt, die zweite Hälfte folgt im Juni 2026.

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