Talia-Rosinen, Rückruf

Talia-Rosinen: Rückruf wegen nicht deklariertem Schwefeldioxid

11.02.2026 - 17:02:11

Eine bundesweite Warnung betrifft Rosinen der Firma Talia. In einer Charge wurde nicht gekennzeichnetes Schwefeldioxid gefunden, was für Allergiker gesundheitsgefährlich sein kann.

Eine bundesweite Lebensmittelwarnung betrifft die Rosinen der Firma Talia. Amtliche Kontrollen fanden nicht deklariertes Schwefeldioxid (Sulfit) in den 200g-Packungen. Für Allergiker kann der Verzehr gesundheitsgefährdend sein. Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW gab die Warnung heraus, nachdem das Unternehmen selbst keine Information verbreiten konnte.

Verbraucher werden dringend aufgefordert, die betroffenen Packungen nicht zu essen. Die fehlende Kennzeichnung stellt einen klaren Verstoß gegen die Lebensmittelinformationsverordnung dar. Besonders Menschen mit einer Sulfit-Unverträglichkeit sind gefährdet.

Diese Packungen sind betroffen

Die Warnung gilt für eine spezifische Charge. Betroffen ist nur das Produkt mit diesen Merkmalen:
* Produkt: Rosine – Raisins
* Packungsgröße: 200g
* Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 01.09.2026
* Hersteller: Firma Talia, Recklinghausen

Andere Produkte oder Chargen des Herstellers sind nach aktuellem Stand nicht betroffen. Die Ware wurde vorwiegend in kleineren Einzelhandelsgeschäften verkauft.

Warum nicht deklarierte Sulfite gefährlich sind

Sulfite werden in Lebensmitteln als Konservierungsmittel eingesetzt. Für die meisten Menschen sind sie unbedenklich, nicht jedoch für Allergiker. Bei ihnen kann der Verzehr zu schweren Reaktionen führen.
Mögliche Symptome reichen von Hautausschlag und Übelkeit bis hin zu asthmaartigen Anfällen. In extremen Fällen droht ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock. Die EU schreibt daher eine Kennzeichnungspflicht vor.

Das sollten Kunden jetzt tun

Wer die beschriebene Packung zu Hause hat, sollte sie umgehend entsorgen oder zum Laden zurückbringen. Der Kaufpreis wird in der Regel auch ohne Kassenbon erstattet.
Im Zweifelsfall gilt: Lieber nicht verzehren. Die offizielle Warnung wurde über das Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht, nachdem der Hersteller die Information nicht selbst an die Öffentlichkeit brachte.

Solche Rückrufe unterstreichen die Bedeutung lückenloser Kontrollen. Für betroffene Unternehmen bedeuten sie nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch einen erheblichen Vertrauensschaden.

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