T-Mobile erhöht Preise für Geschäftskunden deutlich
19.01.2026 - 05:31:12Ab sofort wird Geschäftskommunikation per SMS und MMS teurer. T-Mobile hat neue Gebühren für Application-to-Person (A2P)-Nachrichten eingeführt, die Unternehmen für Marketing, Terminerinnerungen und Service-Mitteilungen nutzen. Die Erhöhungen treffen deutsche Firmen mit US-Kunden direkt.
Die neuen Pass-Through-Gebühren gelten für Nachrichten über 10-Digit Long Codes, Short Codes und gebührenfreie Nummern. Sie werden von Dienstleistern wie Twilio automatisch an die Unternehmen weitergegeben. Hintergrund ist der massive Anstieg des Geschäfts-Nachrichtenverkehrs, der die Netze belastet.
Die neuen Gebühren im Detail
Die Erhöhungen sind pro Nachricht zwar gering, summieren sich bei Massenversand aber erheblich. Ausgerechnet hat T-Mobile die Preise für Outbound-SMS deutlich angehoben.
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- 10DLC und gebührenfreie Nummern: Steigen von 0,0030 auf 0,0045 US-Dollar pro SMS.
- Short Codes: Erhöhung von 0,0025 auf 0,0045 US-Dollar pro SMS.
- RCS-Nachrichten: Der Preis für das moderne Nachrichtenprotokoll klettert von 0,0045 auf 0,0062 US-Dollar.
Ein Unternehmen, das eine Million SMS im Monat versendet, muss nun mit Mehrkosten von 1.500 Dollar rechnen – bei Short Codes sogar mit 2.000 Dollar. Die Gebühren gelten auch für Nachrichten an Kunden von US Cellular, das T-Mobile im August 2025 übernommen hat.
Wichtig: Diese Änderungen betreffen nur Geschäftskunden. Privatkunden sind von einer separaten, am 21. Januar wirksamen Erhöhung der „Regulatory Programs and Telco Recovery Fee“ um 0,50 Dollar pro Vertragsleitung betroffen.
Markt unter Druck: Warum die Preise steigen
Die Erhöhung spiegelt einen globalen Trend wider. Der A2P-Messaging-Markt wird auf mehrere zehn Milliarden Dollar geschätzt und wächst rasant. Banken, Handel und Gesundheitswesen setzen zunehmend auf SMS für Marketing und Sicherheitsbestätigungen.
„Die Netzbetreiber reagieren auf die enorme Belastung durch Geschäfts-Nachrichten“, erklärt ein Branchenanalyst. „Die Infrastruktur für hohe Qualität und Zustellbarkeit ist kostspielig.“ Die vorherige Einführung einer standardisierten 10DLC-Registrierung war ein erster Schritt zu einem kontrollierteren Ökosystem.
Für Unternehmen bedeutet das: Budgets für Mobilmarketing müssen überprüft werden. Besonders betroffen sind Branchen mit saisonalen Spitzen, wie der Einzelhandel während der Feiertage oder politische Kampagnen. Die Effizienz jeder einzelnen Nachricht rückt in den Fokus.
Strategiewechsel: SMS-Alternativen gewinnen an Attraktivität
Die Preiserhöhung könnte ein Wendepunkt sein. Zwar liegt die Öffnungsrate von SMS bei über 90 Prozent und ist unübertroffen. Doch die steigenden Kosten machen alternative Kanäle wirtschaftlich interessanter.
Plattformen wie RCS oder WhatsApp Business bieten multimediale und interaktive Funktionen. Sie ermöglichen gestaltete Erlebnisse mit hochauflösenden Medien, die die Kundenbindung stärken können. Für viele Einsatzzwecke wird die Rechnung nun neu aufgemacht.
Gleichzeitig wird Compliance noch wichtiger. Netzbetreiber verhängen bei nicht registrierten Kampagnen hohe Strafen. Die korrekte Anmeldung und Einhaltung der Richtlinien ist entscheidend, um kostspielige Unterbrechungen zu vermeiden.
Blick nach vorn: Wohin entwickelt sich der Markt?
Bis Ende 2025 haben andere große US-Netzbetreiber ähnlich umfassende Erhöhungen noch nicht angekündigt. Beobachter halten es jedoch für wahrscheinlich, dass andere Anbieter dem Beispiel T-Mobiles folgen werden.
Langfristig deutet sich ein Wandel zu wertbasierten Preismodellen an. Dabei könnte sich der Preis einer Nachricht nach ihrem Zweck richten – ob es sich um eine kritische Warnung oder eine Werbebotschaft handelt. Das Ökosystem wird komplexer und wohl auch teurer.
Für Unternehmen heißt das jetzt: Anpassen. Sie müssen ihre Kommunikationsstrategie überdenken, die Effizienz ihrer Nachrichtenkampagnen steigern und alternative Kanäle prüfen. Nur so bleibt die profitable Kundenansprache über mobile Geräte erhalten.
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