Swiss Life-Studie: Junge Arbeitnehmer leiden unter extremem Stress
25.02.2026 - 01:00:38 | boerse-global.deFast die Hälfte der jungen Generation Z leidet unter hohem Stress am Arbeitsplatz. Das zeigt eine neue Studie von Swiss Life, die eine dramatische Kluft zwischen den Generationen offenbart.
Alarmierende Zahlen zur mentalen Belastung
Die repräsentative Untersuchung zeichnet ein besorgniserregendes Bild: 82 Prozent aller befragten Arbeitnehmer litten in den letzten drei Monaten unter stressbedingten Beschwerden. Besonders betroffen ist die Generation Z. 48 Prozent von ihnen geben an, unter hohem Stress zu stehen – mehr als doppelt so viele wie bei den Babyboomern (20 Prozent).
Die Folgen sind konkret spürbar. Am häufigsten klagen die Befragten über Kopfschmerzen (55 Prozent), gefolgt von Schlafstörungen (48 Prozent) und innerer Unruhe (47 Prozent). Als Hauptauslöser gelten Leistungsdruck (40 Prozent), allgemeine Überforderung (39 Prozent) sowie Zeitdruck und Überstunden (39 Prozent).
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Homeoffice: Entlastung oder zusätzlicher Druck?
Interessant sind die unterschiedlichen Wahrnehmungen moderner Arbeitsformen. Während 37 Prozent der Generation Z angeben, dass Homeoffice und flexible Zeiten stressreduzierend wirken, teilen diese Einschätzung nur 17 Prozent der Babyboomer. Neue Arbeitskonzepte scheinen also mehr Eigenverantwortung zu fordern, die von den Generationen unterschiedlich bewertet wird.
Trotz des hohen Bedarfs fühlt sich nur ein Fünftel der Befragten gut über Angebote des Arbeitgebers zur Stressreduktion informiert. Eine deutliche Lücke zwischen Problem und wahrgenommener Unterstützung.
Resilienz wird zum strategischen Erfolgsfaktor
Angesichts dieser Entwicklung rückt die psychische Widerstandsfähigkeit, die Resilienz, in den Mittelpunkt. Experten betonen: Resilienz ist kein angeborenes Merkmal, sondern kann trainiert werden. Für Unternehmen wird diese Förderung zum strategischen Muss.
Organisationen, die in die mentale Stärke ihrer Belegschaft investieren, profitieren von höherer Krisenfestigkeit, geringeren Fehlzeiten und stärkerer Mitarbeiterbindung. In einer unsicheren Wirtschaftswelt wird die Fähigkeit, mit Druck umzugehen, zum klaren Wettbewerbsvorteil.
Wie lässt sich Widerstandskraft trainieren?
Resilienztraining umfasst wissenschaftlich fundierte Methoden. Dazu gehören die Kognitive Verhaltenstherapie, die negative Denkmuster verändert, sowie Achtsamkeitspraktiken und lösungsorientiertes Denken. Wichtige Bausteine sind auch die Pflege sozialer Netzwerke und die Entwicklung von Akzeptanz und Optimismus.
Neben klassischen Seminaren gewinnen digitale Formate wie Gesundheits-Apps und virtuelles Coaching an Bedeutung. Sie ermöglichen hybride und personalisierte Angebote für die Belegschaft.
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Führungskräfte als Schlüssel für Veränderung
Experten sehen Vorgesetzte als zentrale Multiplikatoren für eine gesunde Unternehmenskultur. Ihre Aufgabe ist es, gesund zu führen und Rahmenbedingungen für stressfreieres Arbeiten zu schaffen. Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten und ergonomische Arbeitsplätze werden von Mitarbeitern als besonders sinnvoll bewertet.
Doch die Umsetzung hinkt hinterher: Nur etwa 27 Prozent der Unternehmen setzen laut Studien ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement um. Die wachsende Stress-Kluft zwischen den Generationen erfordert jedoch differenzierte, auf die Bedürfnisse zugeschnittene Angebote. Die Förderung von Resilienz entwickelt sich von einer optionalen Maßnahme zur strategischen Notwendigkeit.
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